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Legionäre
Donnerstag, 19. Juli 2018 30° 1

Baseball

Mindestens ein Sieg ist das große Ziel

Buchbinder-Legionäre reisen mit bewährtem Abwehrbollwerk zu Spitzenspielen nach Heidenheim. Aktuelle Erfolgsserie macht Mut.
Von Matthias Ondracek

Sieben Siege in Serie hahen die Legionäre zuletzt geholt: Das freut auch Matt Vance (re.), Mitch Stephan (35) und Alexander Schmidt (li.) Foto: Eisenhuth
Sieben Siege in Serie hahen die Legionäre zuletzt geholt: Das freut auch Matt Vance (re.), Mitch Stephan (35) und Alexander Schmidt (li.) Foto: Eisenhuth

Regensburg.Sieben Siege in Serie stehen für die Buchbinder Legionäre in der Baseball-Bundesliga Süd aktuell zu Buche. Mit diesem Lauf rückten die Regensburger Tabellenführer Heidenheim auf die Pelle. Die Heideköpfe hingegen mussten mit zwei Niederlagen aus den letzten drei Partien Federn lassen. Am Wochenende kommt es auf der Ostalb nun zum Spitzenduell. Zwei Siege trennen den Titelverteidiger von den Schwabelweisern. Bringt das Team von Trainer Kai Gronauer seine zuletzt starken Leistungen auch beim Topfavoriten auf den Rasen, wäre sogar noch Platz eins möglich. Spiel eins zwischen den Topteams im Süden steigt am Samstag um 19 Uhr. Die Fortsetzung des Klassikers geht am Sonntag um 13 Uhr über die Bühne.

Mit einem einzigen Run endete zuletzt die zweite Begegnung der Legionäre und Aufsteiger Ulm Falcons. Jonathan Heimler gelang in einem an Spannung kaum zu überbietenden Baseball-Krimi der entscheidende Treffer, der Marcel Jimenez den Siegpunkt ermöglichte. Dass letztlich der einsetzende Regen die Partie etwas unrühmlich stoppte, schmälerte die Darbietung der Hausherren nicht. Vor allem die Defensivreihe um US-Pitcher Bill Greenfield agierte auch in Drucksituationen hochkonzentriert und verwies den starken Liga-Neuling in die Schranken. Es war das Spiegelbild der letzten Wochen. Nur einen Gegenpunkt ließen die Regensburger bei ihren vergangenen vier Siegen insgesamt zu.

Legionäre-Werfer sind in Topform

Dabei wuchsen nicht zuletzt immer wieder die Werfer der Oberpfälzer über sich hinaus. Neben den beiden Rädelsführern Mike Bolsenbroek und Greenfield drängten sich die Nachwuchspitcher wie Niklas Rimmel oder Philipp Meyer in den Vordergrund. Mehr als drei Runs ließen die Buchbinder Legionäre letztmals am 5. Mai gegen die Mainz Athletics zu. Da kommt das Topduell mit Titelverteidiger Heidenheim gerade zur rechten Zeit. Die Heideköpfe vertraten in der vergangenen Woche die deutschen Farben beim European Champions Cup in Rotterdam. Mit zwei Siegen gegen die internationalen Topteams ASD Rimini und T & A San Marino zogen sich die Ostschwaben achtsam aus der Affäre und verpassten das Halbfinale nur knapp.

Legionäre-Coach Gronauer baut darauf, dass den schlaggewaltigen Heideköpfen die Strapazen vom Europapokal noch in den Knochen stecken. „Man muss abwarten, wie Heidenheim dieses Turnier körperlich verkraftet hat“, erklärt der ehemalige Triple-A-Profi der New York Mets. Dennoch dürfte es kaum schaden, dass die Werferriege der Schwabelweiser nach den letzten Vorstellungen mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an die Brenz reist. Mit Simon Gühring, Gary Owens, Sascha Lutz und Mitch Nilsson stellen die Heidenheimer gleich vier der besten fünf Schlagleute der Südliga. Hinzu kommen mit Legionäre-Bundesliga-Rekordspieler Ludwig Glaser sowie Jay Pecci zwei weitere Offensiv-Waffen. Luft zum Durchatmen wird für die Verteidigung der Oberpfälzer nur schwer zu erlangen sein.

Für Gronauer ist die Zielsetzung klar: „Wir werden uns ins Gedächtnis rufen, wie wir in den Hinspielen gegen sie gespielt haben. Wenn wir diese Leistung wieder abrufen können, bin ich guter Dinge, dass wir auch einen Sieg entführen können“, so der Trainer. Mitte April zogen die Legionäre vor heimischer Kulisse zweimal hauchdünn (2:3, 3:4) den Kürzeren. Sollte den Schwabelweisern zumindest ein Erfolg gelingen, würden sie ihr Polster auf die Verfolger aus Haar und Mainz verteidigen. Der Dritte und Fünfte der Südstaffel treffen im direkten Duell aufeinander, während es der Vierte Mannheim mit den Ulmern zu tun bekommt.

Platz zwei ist realistisches Ziel

Bei noch sechs ausstehenden Spielen rückt die Teilnahme an der Zwischenrunde für die Legionäre immer näher. Zumindest Platz vier müssen die Regensburger erreichen, um nicht wie im Vorjahr in der entscheidenden Saisonphase nur Zuschauer zu sein. Angesichts der letzten Darbietungen ist das Verteidigen von Rang zwei, der im September zur Halbfinalteilnahme berechtigen würde, jedoch das realistische Ziel. Ein Erfolg bei den Heideköpfen wäre dafür natürlich Gold wert.

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Blick nach Norden

  • Souverän:

    Während in der Südstaffel das Duell um Rang eins steigt, drehen im Norden die Bonn Capitals einsam ihre Kreise. Mit 22 Siegen und keiner einzigen Niederlage sind die Rheinländer auf Rekordjagd. Bei den Hamburg Stealers will das Team von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert seine eindrucksvolle Serie ausbauen.

  • Umkämpft:

    Spannender geht es da schon im Rennen um Platz zwei zur Sache. Aktuell liegen die Dohren Wild Farmers zwei Siege vor Paderborn, das am Samstag Gastgeber des Topspiels im Norden ist. Hinter dem Duo liegen die Solingen Alligators in Lauerstellung

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