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Baseball

Verband terminiert Finale neu

Nach dem Thriller gegen Bonn kämpfen die Buchbinder Legionäre nun am 29. September um den Finaleinzug.
Von Matthias Ondracek

„Ich habe so etwas noch nie erlebt“, sagt Jonathan Eisenhuth. Foto: oei
„Ich habe so etwas noch nie erlebt“, sagt Jonathan Eisenhuth. Foto: oei

Regensburg.Es war ein episches Duell. Die Buchbinder Legionäre und die Bonn Capitals lieferten sich in Spiel vier der „Best-of-Five“-Serie im Playoff-Halbfinale um die deutsche Baseball-Meisterschaft einen Schlagabtausch der Superlative. Über fünfeinhalb Stunden und 19 Innings beharkten sich die Kontrahenten. Die Rheinländer hatten das bessere Ende für sich. Die entscheidende fünfte Partie musste aufgrund von Dunkelheit abgebrochen werden. Nun gab der Deutsche Baseball- und Softball-Verband (DBV) einen Termin für die Fortsetzung des Duells um den Finaleinzug bekannt.

Am 29. September um 13 Uhr wird die Begegnung an Ort und Stelle fortgesetzt. Damit wird auch das Playoff-Finale nach hinten verschoben. Die „Best-of-Five“-Serie startet nun am 3. und endet spätestens am 14. Oktober. Eigentlich war Spiel eins der Endspiel-Serie für den 29. September angesetzt. „Die Neuterminierung erfolgte in Abstimmung mit den drei beteiligten Vereinen und den Schiedsrichtern“, erklärt Philipp Würfel, Spielbetriebsleiter des DBV. Die Verlegung gestaltete sich keineswegs einfach. Die deutsche Nationalmannschaft weilt bis zum Wochenende beim Super6-Turnierin den Niederlanden. „Bei einer Verlegung auf Sonntag wäre nicht gewährleistet gewesen, dass alle Nationalspieler zur Verfügung stehen“, sagt Würfel.

Zudem findet in Bonn am 22./23. September die Deutsche Jugend-Meisterschaft statt. Eine parallele Austragung wäre laut Würfel nicht möglich gewesen. „Eine weitere Verschiebung der Finalserie nach hinten sollte ebenfalls vermieden werden, da die Wahrscheinlichkeit von schlechterem Wetter im Laufe des Oktobers zunimmt.“ Dass es überhaupt zu diesen Terminschwierigkeiten kam, ist einem Baseball-Thriller geschuldet, der in der Geschichte der Bundesliga seinesgleichen sucht. Im Viertelfinale 2005 absolvierten die Legionäre einmal 14 Innings gegen die Köln Cardinals. In der regulären Saison des gleichen Jahres lieferten sich die Bonn Capitals und die Kölner eine 20-Inning-Schlacht über fünf Stunden und 50 Minuten. Die 19 Innings vom Sonntag sind Rekord für ein Playoff-Spiel. „Ich habe so etwas noch nie erlebt“, sagt Jonathan Eisenhuth, der seit 2008 für die Legionäre aktiv ist. Der 26-Jährige bildete in der Verlängerung des Marathon-Matches zusammen mit Daniel Mendelsohn das Pendant zu Bonns Maurice Wilhelm.

Der Rheinländer trug sich als Einwechselwerfer mit neun perfekten Innings ohne einen einzigen Läufer gegen sich in die deutschen Baseball-Analen ein. „Mendel (Daniel Mendelsohn, d. Red.) und ich haben in den Extra Innings mega gekämpft. Wir hatten immer wieder Baserunner gegen uns“, beschreibt Eisenhuth. „Es wurde immer härter, weil alle einfach fertig waren“, sagt der Regensburger.

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