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Vorzeitiges Saison-Aus für die Legionäre

Paukenschlag im Playoff-Viertelfinale der Baseball-Bundesliga: Die Regensburger scheitern wie schon im Vorjahr an Bonn.
Von Matthias Ondracek

Das war’s! Für Pascal Amon und die Legionäre ist im Viertelfinale Endstation.  Foto: Stefan Müller
Das war’s! Für Pascal Amon und die Legionäre ist im Viertelfinale Endstation. Foto: Stefan Müller

Bonn.Bittere Enttäuschung für die Buchbinder Legionäre: Die Regensburger unterlagen zweimal bei den Bonn Capitals und schieden bereits im Viertelfinale der Playoffs um die deutsche Baseball-Meisterschaft aus. Die erste Begegnung am Samstag lief ganz und gar nicht nach den Vorstellungen der Oberpfälzer. Am Ende verlor das Team von Trainer Tomas Bison mit 0:10 vorzeitig nach sieben Innings. Am Sonntag entschieden die Schwabelweiser Spiel vier der „Best-of-five“-Serie mit 1:0 für sich. Im entscheidenden fünften Aufeinandertreffen mussten sich die Legionäre nach einer furiosen Aufholjagd mit 6:7 geschlagen geben und zogen in der Viertelfinal-Serie mit 2:3 den Kürzeren.

Wie schon in den beiden Heimspielen mussten die Regensburger im entscheidenden fünften Spiel einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen. Bonns Starter Christian Tomsich hatte die Offensive der Gäste gut im Griff.

Klare Verhältnisse

Bis zum fünften Inning gab der Österreicher keinen einzigen Hit ab. Erst Elias von Garßen verbuchte den ersten Treffer der Oberpfälzer, jedoch noch ohne Folgen für die Capitals. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Rheinländer bereits vorgelegt. Im dritten Spielabschnitt brachte Danny Lankhorst den amtierenden Meister in Front.

Einen Durchgang später beendete Maurice Wilhelm mit einem Solo Homerun den Arbeitstag von Legionäre-Starter Bill Greenfield. Gegen den eingewechselten Philipp Meyer packten die Bonner vier weitere Punkte drauf und sorgten mit einer 6:0-Führung für klare Verhältnisse. Fortan hatten sich die Legionäre besser auf die Würfe Tomsichs eingestellt. In der Schlussphase keimte daher noch einmal Hoffnung für die Regensburger auf.

David Grimes jagte den Ball im siebten Durchgang zum Solo Homerun und dem ersten Run für die Schwabelweiser aus dem Stadion. Bei geladenen Bases zogen die Caps den Kopf aus der Schlinge. Nachdem die Bonner im Gegenzug den alten Abstand wieder hergestellt hatten, kamen die Legionäre zurück. Erneut Grimes schickte mit seinem Triple im achten Abschnitt zwei Punkte gegen Einwechselwerfer Wilhelm nach Hause. Bei der letzten Schlagchance machten es die Oberpfälzer richtig spannend. Bei zwei Outs und mit dem bevorstehenden Saisonaus vor Augen hämmerte Lukas Jahn den Ball zum Three-Run-Homerun über den Rightfield-Zaun. Damit verkürzten die Regensburger auf 6:7. Wilhelm behielt letztlich aber die Nerven und brachte den Bonner Erfolg um die Runden.

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Legionäre kommen mit blauem Auge davon

Die Regensburger wenden eine zweite Niederlage zum Playoff-Auftakt ab. Titelverteidiger Bonn erweist sich als harte Nuss.

Zuvor hatten sich die beiden Kontrahenten wie schon in den Hinspielen in Regensburg vor die Siege geteilt. Völlig chancenlos waren die Legionäre am Samstag gegen Bonns Werfer Sascha Koch. Der Nationalspieler ließ über sechs Innings nur einen einzigen Legionäre-Treffer durch Eric Harms zu. Auch offensiv waren die Capitals an diesem Tag eine Klasse für sich. Mit insgesamt vier Homeruns gegen die Regensburger Werfer Jan Tomek und Michael Wöhrl feierten sie ein wahres Schlagfest.

Vorzeitiges Spielende

Der Australier Wilson Lee schlug den Ball dabei gleich zweimal aus dem Stadion. Christopher Goebel und Daniel Lamb-Hunt taten es ihrem Teamkollegen mit je einem Homerun gleich und sorgten so schließlich für das vorzeitige Spielende aufgrund der Ten-Run-Rule.

Am Sonntag revanchierten sich die Schwabelweiser mit einer konzentrierten Defensivleistung und führten somit das entscheidende fünfte Spiel herbei. Starting Pitcher Benji Waite ließ in sieben Innings nur drei Bonner Hits sowie fünf Walks zu. Mit sieben Strikeouts durch den US-Amerikaner und einer fehlerlosen Feldverteidigung legten die Regensburger den Grundstein. Den goldenen Punkt erzielte David Grimes im vierten Abschnitt nach einem Single von Eric Harms. Bill Greenfield brachte den Sieg mit zwei Einwechsel-Innings unter Dach und Fach.

Am Ende war ein Sieg im Rheinland aber zu wenig. Wie im Vorjahr im Halbfinale endet die Saison vorzeitig in Bonn. Das Halbfinale findet damit erst zum zweiten Mal in den letzten 18 Jahren ohne die Regensburger statt.

Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte sind die Legionäre seit dessen Einführung im Jahr 2002 im Playoff-Viertelfinale gescheitert. Titelverteidiger Bonn bekommt es im Halbfinale mit den Solingen Alligators zu tun. Der zweimalige Meister gewann mit 3:2 gegen die Mannheim Tornados. Zuhause siegten die Allis in Spiel vier mit 6:0 und in Spiel fünf mit 11:10 nach Verlängerung. Spiel drei holten sich zuvor die Mannheimer mit 8:1. Im zweiten Semifinale treffen Mainz und Heidenheim aufeinander. Südmeister Mainz schlug die Dohren Wild Farmers nach einem 20:0 in Niedersachsen mit 3:0. Heidenheim warf Paderborn durch zwei Heimerfolge (8:2, 3:0) mit 3:1 aus dem Wettbewerb.

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