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Neumarkt

BSC vor einer Herkulesaufgabe

Der Landesliga-Aufsteiger aus Woffenbach fährt mit breiter Brust zur Spitzenmannschaft Fortuna Regensburg.
Von Hans Gleisenberg

Manuel Wastl und Co sind bei Fortuna gefordert. Foto: Hans Gleisenberg
Manuel Wastl und Co sind bei Fortuna gefordert. Foto: Hans Gleisenberg

Neumarkt.Fortuna oder Fortune sind andere Worte für Glück und etwas Glück wird die Landesligatruppe des BSC Woffenbach schon brauchen, will sie am Sonntag, 14 Uhr, bei Fortuna Regensburg punkten. Wichtig wird für die Gäste auch sein, sich auf die Platzverhältnisse einzustellen, denn das Stadion an der Isarstraße, ist flächenmäßig schnell zu überwinden.

Trainer Andi Nigl hat bereits nach dem Sieg gegen Lam seiner Mannschaft deutlich aufgezeigt, was man trotz des Erfolges noch verbessern kann: Gleich nach so einer Partie hakt sich das am besten im Gedächtnis der Spieler fest“, machte er seine Vorgehensweise deutlich. Zum einen stellte er fest, dass man in Sachen Zuordnung in der Abwehr nicht nahe genug am Gegner war, was auch, so Nigl, ausschlaggebend für die beiden Gegentore war. Und sieht man auf das Vorrundenspiel gegen Fortuna, so haben die Domstädter den Aufsteiger da förmlich an die Wand gespielt, was sich aber letztlich als brotlose Kunst entpuppte, denn trotz bester Möglichkeiten ging man mit einem torlosen Remis in die Pause.

Nach der Pause hatte der Coach sein Team dann besser eingestellt und man agierte auf Augenhöhe, doch gerade als sich die Woffenbacher anschickten Oberwasser zu bekommen, fiel der unglückliche Treffer, den man nicht mehr aufholen konnte.

Mittlerweile hat sich aber viel getan und die Kicker aus der „Au“ haben auch Negativerlebnisse gut weggesteckt, und deshalb fahren die Nigl-Schützlinge auch nicht chancenlos an die Donau. Doch man muss schon auf der Hut sein, denn die Gastgeber sind mit 51 erzielten Treffern neben dem ASV Neumarkt das treffsicherste Team der Liga. Die Abwehr hingegen scheint nicht gerade so richtig sattelfest zu sein, denn es stehen auch 34 Gegentreffer zu Buche. Wenn nun die Gäste an ihre Treffsicherheit vom vergangenen Samstag anknüpfen können und vielleicht noch ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit zeigen, dann wäre vielleicht sogar was zu holen.

Personell hat Andi Nigl diesmal ein kleines Luxusproblem, denn bis auf den langzeitverletzten Co-Trainer Alexander Schwendner sind alle Spieler einsatzbereit. Mit dabei ist auch wieder Fabian Rackl nach seinen Flitterwochen und natürlich eine Option für die Abwehr. Allerdings wird Nigl schon genau hinschauen, ob er nach vierwöchiger Abwesenheit kräftemäßig – nach nur einer Trainingswoche – schon wieder die Verstärkung für sein Team ist, die er vor seinem Urlaub war. So wird es für die Gäste darauf ankommen die spielstarken Gastgeber nicht ins Spiel kommen zu lassen.

Fortuna-Trainer Helmut Zeiml ist auch nicht ganz sorgenfrei, denn er muss auf seinen Spielmacher, Arber Morina, verletzungsbedingt verzichten, und mit Mario Cislik fällt ein weiterer Stammspieler aus. Doch die Qualität im Angriff ist trotzdem vorhanden und die quicklebendigen Philip Bockes, Maximilian Ditandy oder Arlind Morina werden dem BSC sicher auch nichts schenken.

Doch der BSC Woffenbach kann nach zwei Siegen in Folge etwas entspannter aufspielen, denn der größte Druck ist sicherlich weg. Auch Peter Nigl ist guter Dinge und macht Mannschaft und Trainer Mut: „Wenn die Tagesform passt, ist ein Punkt drin.“ (ngl)

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