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Gewichtheben

700 Gramm fehlten Roding zu einem Punkt

Rekordmeister AC Mutterstadt musste sich im Reißen anstrengen. Am Ende nahmen die Gäste mit 634,8:680,1 die drei Punkte mit.

Hans Brandhuber zeigte gegen den AC Mutterstadt sechs gültige Versuche und steuerte 113, 6 Punkte zum Rodinger Ergebnis bei. Fotos: Tschannerl
Hans Brandhuber zeigte gegen den AC Mutterstadt sechs gültige Versuche und steuerte 113, 6 Punkte zum Rodinger Ergebnis bei. Fotos: Tschannerl

Roding.Richtig spannend wurde es beim Heimkampf in Roding gegen den Rekordmeister AC Mutterstadt vor allem im Reißen. Erst mit der letzten Last von Philipp Forster mit 151 Kilogramm entschieden die Gäste aus der Pfalz mit 0,7 Relativpunkten Vorsprung diese Disziplin für sich.

Insgesamt unterlagen die Rodinger, die immer noch auf den verletzten Simon Brandhuber verzichten müssen, den Mutterstädtern mit 634,8:680,1 Relativpunkten. 300 Zuschauer waren gekommen, die vor dem Wettkampf von den Rodinger Showgirls in Stimmung gebracht wurden. Die Mutterstädter, als Tabellenzweiter angereist, waren beim Tabellenvierten TB03 Roding nicht unbezwingbar. So formulierte es Gregor Nowara am Ende des Wettkampfes als Mannschaftssprecher. Entsprechend fiel Nowaras Fazit aus: „Ich muss den Simon als Mannschaftssprecher vertreten, mir wäre es lieber, er wäre da, dann hätten wir gegen unsere Freunde aus Mutterstadt durchaus eine gute Chance gehabt“.

Doch die Heber aus der Pfalz waren natürlich auch gut informiert und gaben zum Teil der zweiten Garde eine Chance. Dies wäre ihnen beinahe zum Verhängnis geworden. DE TB03 Roding führte nach dem letzten Versuch von Gregor Nowara mit 239,4:239,1 Punkten beim Reißen. Doch der Österreicher Philipp Forster in Diensten der Mutterstädter brachte den Rekordmeister mit einem Vorsprung von nur 700 Gramm den Siegpunkt beim Reißen. Da tobte natürlich die Halle. Um kein weiteres Risiko einzugehen, setzten der AC Mutterstadt regelkonform beim Stoßen mit dem Routinier Mario Taubert und Michael Varlamov zwei starke Leute ein, und so ging der Punkt beim Stoßen eindeutig mit 440,0:395,4 an den Rekordmeister und damit auch der dritte Punkt für den Gesamtsieg.

Erste Bundesliga

  • Einzelergebnisse:

    Die Einzelergebnisse der Rodinger Gewichtheber gegen den AC Mutterstadt (634,8:680,1): Annika Pilz, 49,8 kg Körpergewicht/16,0 kg Abzug/60 kg Reißen + 69 kg Stoßen = 97,0 Punkte; Tamara Voith, 62 kg/27,5 kg/74 kg + 85 kg = 104,0 Punkte; Hermann Voith, 81,9 kg/81,9 kg/118 kg + 150 kg = 104,2 Punkte; Hans Brandhuber, 86,2 kg/86,2 kg/125 kg + 161 kg = 113,6 Punkte; Gregor Nowara, 96,4 kg/96,0 kg/142 kg + 180 kg = 130 Punkte; Daniel Nowara, 104,7 kg/102,0 kg/130 kg + 160 kg = 86 Punkte

  • Ergebnisse der 1. Liga am Samstag:

    TB03 Roding – AC Mutterstadt 634,8:680, 1 Punkte, TSV Heinsheim – KSV Durlach 687,2:683,8 Punkte, KSC Schifferstadt – SV Obrigheim 461,3:585,8, SC Pforzheim – AV Speyer 538,6:659, 4 Punkte

  • Tabelle Bundesliga nach dem 7. Wettkampftag:

    1. AV Speyer 17:1 Punkte, 2. AC Mutterstadt 16:2, 3. SV Obrigheim 15:3, 4. TSV Heinsheim 13:8, 5. TB 03 Roding 9:9, 6. KSV Durlach 7:14, 7. AC St. Ilgen 4:14, 8. SC Pforzheim 2:16, 9. Schifferstadt 1:17

Doch beim Reißen hielt Roding ausgezeichnet mit. Ex-Bundesligaheber Andi Müller konnte als fachkundiger Sprecher dem begeisterten Publikum wechselnde, knappe Führungen aufzeigen. Und die Stimmung war bestens bei den dreihundert Zuschauern, darunter viele Fans aus Mutterstadt, die eigens mit einen Bus angereist waren.

Rodings Talent Annika Pilz stellte beim ersten Heimkampf mit 60 Kilogramm Reißen, 69 Kilogramm Stoßen und 129 Kilogramm im Zweikampf gleich drei Oberpfalz- und sogar Bayernrekorde der Jugend weiblich in der Klasse bis 53 Kilo Körpergewicht auf.

Annika Pilz gelangen bei ihrem ersten Bundesliga-Heimauftritt gleich drei Rekorde. Foto: Tschannerl
Annika Pilz gelangen bei ihrem ersten Bundesliga-Heimauftritt gleich drei Rekorde. Foto: Tschannerl

Rodings zweite Frau, Tamara Voit, kam auf 104 Relativpunkte und musste sich von ihrem Ex-Teamkollegen Andi Müller als Sprecher sagen lassen, dass sie ihr Bruder Hermann Voit mit 104,2 Punkten knapp überflügelt hat. Sechs gültige Versuche zauberten unter dem Applaus der Zuschauer Hans Brandhuber und Gregor Nowara auf die Heberbühne. Gregor Nowara war mit 130 Punkten auch der beste Heber im Rodinger Lager. Er wurde nur vom österreichischen Heber Philipp Forster mit 134 Punkten übertroffen.

Daniel Nowara kehrte ins Erstliga-Team zurück. Bei vier gültigen Hebungen trug er 86 Punkte zum Ergebnis der TB-Staffel bei. Beim AC Mutterstadt überzeugte die Nationalheberin Tina Schroth mit starken 127 Punkten. (rhe)

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