mz_logo

Sport aus Cham
Sonntag, 27. Mai 2018 25° 3

Handball

Der doppelte Soukup hält den BHV in Atem

Nicht Thaovsky war diesmal bester ASV-Shooter, sondern sein Landsmann. Wegen Soukup ist auch Punkt aus Ingolstadt futsch.

So hart gespielt haben die Chamer nun auch wieder nicht. Und Derby ist Derby.Foto: Tschannerl

Cham.Weil es die BHV-Bürokratie inzwischen schafft durch die neue EDV, jederzeit und überall detaillierte Daten zu erheben, lässt sich gar ohne Zugangscode das so oft gut gehütete Geheimnis lüften, wer in den Verbandsklassen Torschützenkönig geworden ist oder nicht. So ist klar, dass nicht der unverwüstliche Petr Tahovsky heuer der statistisch beste Shooter im ASV-Dress war, sondern Landsmann Tomas Soukup. Als Zehnter der Nord-Rangliste gar noch in den Top Ten. Mit 145 Toren aus 24 Spielen. Ein Schnitt von 6,04 Treffern. Unverzichtbar also.

Die EM-Pause war folgenschwer

„Nur“ auf Rang 17 dagegen die langjährige ASV-Lebensversicherung Petr Tahovsky. Laut BHV sind es „nur“ 116 Törchen geworden, weil nur 23 Spiele. Die spektakuläre EM-Pause hat den Physio der Tschechen dabei also zurückgeworfen. Ein Schnitt von 5,04, demnach um ein ganzes Tor hinter Soukup. Drittbester ASVler in der Rangliste der besten 100 Nord-Torschützen ist, wen wundert’s, Top-Talent Lukas Steif auf Platz 35 mit 86 Toren aus allen 26 Partien (3,31 pro Partie). Bester Shooter der Nord-Staffel ist übrigens alles andere als unerwartet Helmbrechts „Knipser“ Stefan Wopperer (221/26/8,50) mit sattem Vorsprung auf Stefan Bauer vom Aufsteiger und Absteiger HC Forchheim (188/23/8,17). Noch so einen wie den Wopperer, dann könnten die Rot-Weißen getrost die Bayernliga-Rückkehr anpeilen.

Jener Tomas Soukup beschäftigte jüngst die Verbandsbürokratie noch aus anderem Anlass. Weil Chams Top-Angreifer im Finale um Platz vier am 8. April beim MTV Ingolstadt (23:23) nicht auf dem elektronischen Spielbericht eingetragen war, wurde jene Partie nun gegen Cham gewertet. Der eine Punkt, der ohnehin nur Platz fünf gebracht hatte, ist also futsch. Ein bürokratischer Akt lediglich, unschön dennoch auf dieser Ebene. ASV-Abteilungsleiter Norbert Meier erklärt das Missgeschick: Weil Soukup in der Partie davor gefehlt hatte, sei der ASV-Kader ohne ihn auf die Version der Ingolstadt-Partie geladen worden.

Kann passieren, dazwischen Meiers kühner Anspruch, das bekanntlich nur noch vom Heimverein besetzte Kampfgericht müsse sowas vorher monieren. Weil Landesliga, sogar im Ringen um die Goldene Ananas, kein Kindergeburtstag ist, legte der MTV Ingolstadt natürlich hernach Einspruch ein und bekam Recht. Doch das sind Kinkerlitzchen, Strafe bezahlt, aus, eine gute Saison absolviert. Während Meier weiterhin mit dem Rest der sportlichen ASV-Führung hofft, dass Oldie Fabian Graßl auch in der nächsten Saison dabei sein möge als Stabilisator, gilt jener einzige Neuzugang (wir berichteten) zwar als fix, seine Identität dagegen als Staatsgeheimnis. Nur soviel sickerte durch: Ein guter Spieler für Rückraum und Außen, derzeit aber nicht im weiß-blauen Landesverband am Ball. Dass die Sachsen so einen überhaupt hergeben ...

Ein Spiel mehr für vier Mal Rot

Auch bester ASV-Siebenmeter-Werfer ist übrigens Tomas Soukup, als Neunter ebenfalls in den Top Ten Bayerns (48 Treffer bei 57 Versuchen), 84,21 Prozent, zwei im Schnitt. Dahinter rangieren Lukas Steif (8 aus 13/61,54%/0,31) und Andre Bornack als 45. (4 aus 4/100‰/0,18). Tahovsky wirft die Siebenmeter ja meist nur, wenn es brennt. So bleibt Rang 48 in den Top 100 (4 von 6/66,67‰/0,17). Bester Siebenmeter-Spezialist der Liga: Jens Scheuerer (Lauf/Heroldsberg) mit einer Quote von 78 aus 93 (83,87‰/3,12).

Chamer Strafbank-König ist Andre Bornack auf Platz 19 mit 21 abgesessenen Zeitstrafen in 22 Spielen, das macht nach Adam BHV-Riese eine knappe Minute pro Partie. Auf Rang 24 folgt Jeremias Geißler (15 aus 17), Lucas Klima ist 46. (16 aus 26). Forchheims Shooter Stefan Bauer hat auch hinten am härtesten zugelangt mit 30 Hinausstellungen in 26 Partien, relativ vor Sulzbachs Martin Burkhardt (24/19). Lustig, dass Tahovsky „bester“ Chamer ist bei den gelben Karten als 18. der ersten 100 (12 aus 23). Weiter oben notiert als Vierter ist Andre Bornack bei den roten Karten mit vier aus 23 Spielen. Gleichauf mit Marktstefts Florian Irmler, der ein Spiel mehr brauchte für vier Mal Rot. (gu/rtn)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht