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Sport aus Cham
Freitag, 20. April 2018 26° 2

Handball

Ein Heimsieg mit elf Toren Vorsprung

ASV Cham lässt gegen HSV Hochfranken nichts anbrennen beim 30:19 und bleibt im Rennen um den vierten Platz.

Nicht zu stoppen waren die ASV-Angreifer von den Gästen aus Franken. Foto: Tschannerl

Cham.Einen klaren Erfolg konnte der ASV Cham gegen das Kellerkind HSV Hochfranken verbuchen. Am Ende stand ein ungefährdeter 30:19 (16:8)-Erfolg zu Buche. Für Chams Trainer Filip Turecek kam die Partie wie gerufen, denn bereits ab der 20. Minute, als der ASV mit 10:3 führte und jedem in der Halle klar war, dass der HSV kein Gradmesser für die Hausherren ist, probierte der Übungsleiter sehr viele Spielformationen aus und wechselte munter durch. In den ersten Minuten fanden die Hausherren noch nicht zu ihrer Konzentration, so wurden gerade in der Anfangsphase einige Angriffe leichtfertig vergeben.

Nach fünf Minuten stand es so immer noch 1:0 für die Hausherren, durch das Tor von Bornack. Die Gäste agierten im Angriff aber teilsweise konfus und so produzierten sie in 95 Prozent ihrer Angriffe über die kompletten 60 Minuten ein Zeitspiel, sodass unkontrollierte Würfe folgten.

Die Gäste im Angriff zu harmlos

Das hatte aber auch einen Grund, denn Turecek hatte sich gegen einen Gegner, dem die Mittel im Angriff fehlten was Besonderes einfallen lassen, so schickte er Kagermeier, Tahovsky und Klima meist nur in der Abwehrformation aufs Feld, die drei machten oft die Mitte zu und so gab es für den HSV kein Durchkommen. Bis zur 11. Minute lag Cham mit 5:0 in Front.

Denn als man die Linie gefunden hatte, ging es meist nach Zeitspiel oder Ballverlust des HSV schnell nach vorne, sodass einfache Tore daraus resultierten. Erst in der 12. (!) Minute gelang Ludwig, per Siebenmeter das erste Gästetor. Anders als schon so oft blieben die Hausherren konzentriert und so ergab sich im Angriff immer wieder eine Lücke, die man ausnutzte für die Tore. Auch wenn nicht immer alles klappte, geriet man nie in Gefahr, da der HSV zu keiner Zeit einen Gradmesser für den ASV darstellte. In der Angriffsformation konnten sich so Graßl und Reitmeier, die es am Ende jeweils auf vier Tore brachten auszeichnen. In der 20. Minute sahen Wagener und Bornack binnen weniger Sekunden zwei Minuten, doch auch in doppelter Überzahl fiel den Gästen nichts ein, eher versuchte man es mit einer 4-2-Deckung, das ergab Räume für die Außen, was Sperlich und Wittmann zu Nutzen wussten.

Die Außen hatten viel Platz

Im Gefühl des sicheren Vorsprungs bei 15:8 verwandelte Bornack in der Schlussminute einen Siebenmeter mit einem frechen Heber über den HSV Keeper Michanek. Im zweiten Abschnitt gab es beim ASV einen Torwartwechsel, so stand nun Fritsch zwischen den Pfosten. Die Zuschauer sahen in den zweiten 30 Minuten, wie Turecek weiter fleißig durchprobierte und sehr viele Spielformationen testete. Das wirkte sich auch auf den Spielfluss aus, allerdings blieb der Vorsprung konstant, weil die Gäste weiter offensiv deckten, so die Außen Wittmann und Sperlich viel Platz hatten.

Und nach Ballverlusten oder auch guten Paraden von Fritsch, der sich das ein oder andere Mal auszeichnen durften, ging es für die Gäste, die nun auch konditionell stark abbauten oft zu schnell, sodass Cham zu sehr vielen leichten Toren über Gegenstöße kam. Und so war der Vorsprung bis zur 53. Minute, nach dem Treffer von Reitmeier beim Stand von 28:17 schon auf elf Tore angewachsen. Seine gute Leistung krönte zudem in der 58. Minute Sperlich, als er die 30 voll machen durfte zum ungefährdeten Erfolg. (rtn)

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