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Sport aus Cham
Mittwoch, 15. August 2018 24° 6

Schiedsrichter

Gelb, aber zum richtigen Zeitpunkt

Doppel-Ehrung für Ulrike Kollmer, neue Schiris bekamen Ausweise. Bei Meldung das Gehörte aufschreiben, keine Oberbegriffe.

Die geehrte Ulrike Kollmer und die neuen Schiedsrichter der Gruppe Foto: csz
Die geehrte Ulrike Kollmer und die neuen Schiedsrichter der Gruppe Foto: csz

Cham.Vier Neue der letzten Lehrgänge erhielten bei der jüngsten Zusammenkunft der Schiri-Gruppe ihre Ausweise: Bastian und Fabian Stumpf (SSV Schorndorf), Manuel Schmid (SV Grafenwiesen) und Korbinian Bruckmaier (FC Untertraubenbach). Eine Doppelehrung erhielt Ulrike Kollmer (SV Thenried) für 500 Spiele mit dem Gruppenkrug und der Verbandsehrung für 15 Jahre „Dienst an der Pfeife“.

Den Dauerbrenner der richtigen Meldung besprach Obmann Karl-Heinz Späth. Immer wieder werden allgemeine Aussagen benutzt, die das Vergehen nicht beschreiben. „Schreibt das, was ihr gehört habt, ohne die Oberbegriffe“, so der Obmann.

Mittlerweile tritt der Schiri-Mangel deutlich zu Tage. Regelmäßig können nicht mehr alle B-Klassenspiele besetzt werden. Lehrwart Tobias Späth sprach zur gelben Karte: „Eine Verwarnung soll den Spielern klar machen, dass die Grenze des Erlaubten erreicht ist“, so Späth. Oftmals wird der Täter mehr geschützt als der gefoulte Spieler, daher muss er klar und sauber angesprochen werden: „Sie sind verwarnt“. Mit dem sozialen Abstand und Augenkontakt dürfte der fehlbare Spieler alles richtig einschätzen können. Welche Folgen eine schlampig gegebene Karte haben kann, zeigte sich kürzlich in der Bundesliga mit der Farce bei der Verwarnung und dann aufgehobenen Sperre für den Freiburger Nils Petersen.

Eine Ermahnung als Vorstufe der gelben Karte ist ein Hinweis an den Spieler, sein Verhalten zu ändern. Die Form der Ansprache richtet sich nach der Situation. Verdeckt oder offen angezeigt, soll die Ermahnung ein erstes Führungsmittel in der Anfangsphase eines Spiels darstellen.

Mit dem Pfiff in all seinen Varianten zeigt der Unparteiische die Intensität des Vergehens an. „Ein kurzer Pfiff für ein kleines Foul, ein langgezogener für das harte Einsteigen, das sind die Stellschrauben in der Spielführung“, so der Lehrwart. Er forderte zudem die Präsenz am Spielgeschehen, denn nur sie bringt die Akzeptanz einer Entscheidung. „Pfiffe aus weiter Distanz werden meist angezweifelt“, forderte Späth nicht zuletzt sehr gutes Laufvermögen der Schiris. (csz)

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