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Sport aus Cham
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Fussball

Hauptsache, die Nerven halten

Alle Jahre wieder ist der Abstiegskampf in der Kreisliga heiß, doch jeder der üblichen Verdächtigen sieht seine Chance.
Von Thomas Mühlbauer

Auf die böhmische Routine setzt Stachesried im Endspurt des Kreisliga-Abstiegskampfes. Erfahrung gilt in so einer Situation ja als großer Vorteil. Foto: Tschannerl

Cham.Vier Spieltage noch in der Kreisliga Ost und der Abstiegskampf ist so heiß entbrannt wie in vielen Jahren vorher, angesichts der „Leistungsdichte“ im Tabellenkeller. Fünf Teams kämpfen um zwei freie Plätze, die den direkten Klassenerhalt bringen: Schlusslicht SG Regental (17 Punkte), der Stachesrieder SV (18), FC Wald/Süßenbach (20), TSV Nittenau (22) und TSV Pemfling (23 Punkte).

Die schlechteste Ausgangssituation hat Ex-Bezirksligist SG Regental. Im Winter trat Miroslav Manowetz als Spielertrainer zurück, konzentriert sich aufs Toreschießen gegen den Abstieg. Sein Nachfolger Michael Pfeifer blieb bisher weitgehend erfolglos mit nur einem Sieg und einem Unentschieden aus fünf Partien. Doch ein erneuter Abstieg in die Kreisklasse würde die SG nicht aus der Bahn werfen, so Abteilungsleiter Georg Wallaschek: „Unser neuer Trainer Michael Pfeifer hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit bei der Jugend geleistet, soll die Jungen sukzessive einbauen.“ Noch ist alles drin, wenngleich der Spielplan schwer ist. Am Sonntag geht es nach Süßenbach ins Derby, dann warten die Spitzenteams Cham II (H) und Chambtal (A), ehe es vielleicht ein „Finale dahoam“ gibt gegen den TSV Pemfling. Dennoch ist die SG zukunftsorientiert: „Wir wollen unsere Jugendspieler weiter integrieren, sie sollen sich beweisen“, seien Rückschläge einkalkuliert, so der Abteilungsleiter. Und: „Wir haben unser Kontingent von tschechischen Spielern von sieben auf drei reduziert, wenn man nur mit jungen Spielern spielt, ist es ganz klar, dass man sich da in der Kreisliga schwer tut.“

Große Hoffnungen auf Derby

Mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren haben die Regentaler eines der jüngsten Teams. Für Sonntag ist natürlich die Motivation doppelt hoch: „Das ist ein Derby, zuletzt haben wir gegen Beucherling gezeigt, dass wir in solchen Spielen über uns hinauswachsen können, da bin ich sehr optimistisch“, so Wallaschek. Wären da nicht die Ambitionen der SG Chambtal und des ASV Cham II, wäre die Hoffnung berechtigter.

Ebenfalls auf einem direkten Abstiegsplatz steht der Stachesrieder SV, hat ein ähnliches Modell wie die SG Regental mit drei böhmischen Fachkräften und eigenen Leuten. Mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren. Leitwolf und Spielertrainer Antonin Dvorak. Auch die Hohenbogenwinkler haben noch selbst alles in der Hand bzw. am Fuß und/oder auf dem Kopf im Abstiegsendspurt. Denn gegenüber der Konkurrenz hat der SVS sogar noch ein Spiel mehr am 1. Mai daheim gegen Beucherling. Die Gegner im Restprogramm scheinen durchaus machbar mit Nittenau (H), Beucherling (H), Michelsdorf (A), Obertrübenbach (H) und dem dann sicherlich feststehenden Meister Furth i. Wald (A).

Seinen Stammplatz im Tabellenkeller hat der FC Wald/Süßenbach, ebenfalls Ex-Bezirksligist, hat sich im letzten Jahr als Aufsteiger über die Relegation gerettet. Mit 20 Punkten liegt der FC auf dem Relegationsplatz und will den natürlich noch nach oben verlassen. Über den Winter sah es so aus, als ging es diesmal ohne Abstiegssorgen, doch nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen hat sich die Situation extrem verschärft.

Vorstand Alois Weber: „Wir haben uns durch die Niederlagen wieder einmal in eine ganz prekäre Situation gebracht. Doch das ändert nichts an unserem Ziel Klassenerhalt.“ Längst wird nur mit einheimischen Spielern gearbeitet, so ist in dieser schwierigen Liga der Abstiegskampf in jedem Jahr vorprogrammiert. „Das wissen wir, werden aber alles versuchen, um uns wieder zu behaupten.“

Pemfling hat die besten Karten

Die Ursachen sind bekannt: „Wir haben viele Studenten, die jetzt wieder nicht mehr spielen können, doch unser Kader ist breit genug, ich hoffe, wir können das kompensieren“, so Weber. Laut Spielplan ist sogar die direkte Rettung drin. Nach dem Derby warten der FC Untertraubenbach (A) und SV Obertrübenbach (H), ehe das nächste Endspiel daheim gegen den TSV Nittenau ansteht. Zum Saisonfinale geht es nach Michelsdorf (A).

Die beste Ausgangslage zum direkten Klassenerhalt hat Aufsteiger TSV Pemfling, mit 23 Punkten. Abteilungsleiter Thomas Seebauer ist hoffnungsfroh vor dem Pemflinger Eintritt in die heiße Schlussphase: „Der Sieg gegen Wald/Süßenbach hat uns sehr gut getan.“ Doch auf der sicheren Seite ist der Neuling keinesfalls beim schwersten Programm aller. ASV Cham II (A), FC Untertraubenbach (H) und SG Chambtal (H) heißen die Kontrahenten. „Da müssen wir uns so gut wie möglich verkaufen“, hat Seebauer eher am Ende Siege gegen Eschlkam (H) und die SG Regental (A) im Blick. Hauptsache: Keine Panik.

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