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Badminton

Lasagne um 23 Uhr, Dessert um halb zwei

Moonlight-Cup in Erdweg forderte Kampfgeist gegen inneren Schweinehund. Dominik Schmid gewinnt, Sebastian wird Dritter.

Dominik Schmid holte sich mit zehn Siegen souverän den Turniersieg beim Moonlight-Cup.Foto: csd
Dominik Schmid holte sich mit zehn Siegen souverän den Turniersieg beim Moonlight-Cup.Foto: csd

Roding.Großer Herausforderung für die SG-Cracks war wieder der schon legendäre Moonlight Cup in Erdweg bei München. Denn es wurde nicht tagsüber gespielt, sondern ab 19 Uhr bis Sonntagmorgen um sieben. Gegen den Biorhythmus, die ganze Nacht lang. Auch der Turniermodus war unüblich. Anstatt zwei Gewinnsätzen bis 21 Punkte hatte jede Partie eine Zeitobergrenze von 20 Minuten bzw. dauerte solange, bis die erste Paarung 40 Punkte hatte. Weil genau doppelt so viele Spieler teilnahmen, wie auf den zwölf Spielfeldern in einem Durchgang Platz fanden, gab es keine längeren Pausen. Dazu aktuelles Ranking, sodass die Spiele sehr ausgeglichen verliefen. Somit musste man sich neben dem Kampf gegen Müdigkeit und Konzentrationsabfall stetig mit neuen Partnern arrangieren. Aber es gab fetzige Musik zum Einspielen und die Verpflegung ließ keine Wünsche offen: Um 23 Uhr Lasagne mit allen möglichen Salaten, gegen halb zwei Nachspeisenbuffet samt alkoholfreien Cocktails.

Martina Berra, Michael Engl und Louisa Heigl pendelten sich nach ein paar Runden im vorderen Mittelfeld des 96-köpfigen Starterfeldes ein und hielten diese Position. Thomas Wagner, erstmals bei einem Individualturnier, fand sich im hinteren Teil des Feldes wieder, sammelte jedenfalls Turniererfahrung. Eine fulminante Aufholjagd legte Viktoria Heigl hin, kam noch auf Rang sieben als erfolgreichste Dame der Veranstaltung. Die beiden Schmid-Brüder kamen dagegen weit nach vorne. Die Entscheidung über den Sieg fiel erst im letzten Spiel, Dominik Schmid holte sich zehn Siegen bei +113 Punkten Platz eins beim Moonlight Cup. Sebastian Schmid landete auf Platz drei im Feld der allgemein als spieltechnisch stärker einzuschätzenden Schwaben und Oberbayern. Hauptziel war aber, die ganze Nacht durchzuhalten.

Die Siegerehrung fand dann bei Sonnenaufgang und einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück statt, sodass alle bestens gestärkt wieder heimfuhren. Mit dem Pokalturnier in Obernzell ging es weiter. (csd)

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