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Sport aus Cham
Samstag, 24. Februar 2018 3

Spitzenkegeln

„Matze“ & Co. vergrößern ihren Vorsprung

5:3-Erfolg von Champion Zerbst in Lorsch und Bamberg verlor. Im Pokal durfte Weber verschnaufen bei seinem 19 Stunden-Tag.

Die Kugel gehorchte.Foto: Weber

Mitterkreith.Wie geplant und wie geschmiert lief es für die Bundesliga-Stars von Abo-Meister Rot-Weiß Zerbst: Selber in Lorsch gewonnen, Verfolger Bamberg in Bad Staffelstein verloren, damit vier Punkte Vorsprung und ein paar Stunden später im Pokal weitergekommen. Dann hatten aber alle genug: „19 Stunden auf Achse bei sehr schlechten Straßenverhältnissen“, berichtete „Matze“ Weber. Auch das ist der Volkssport Kegeln. Vor den nicht einfachen Bahnen bei den Nibelungen im südhessischen Lorsch waren die Sachsen-Anhaltiner gewarnt, waren sehr konzentriert, um nichts dem Zufall zu überlassen beim weiteren Schritt zur Titelverteidigung.

Am Start spielten Manuel Weiß gegen Thorsten Gutschalk und Mathias Weber gegen Jurek Osinski. Das Duell Weiß gegen Gutschalk war sehr eng, doch in den entscheidenden Situationen war der Lorscher routinierter, besiegte den Zerbster mit 642:630 (3:1). Da musste Weber gegensteuern, setzte seinen Kontrahenten von Anfang an unter Druck. So war der Sieg des Nationalspielers nur in der Höhe fraglich: 4:0 (655:591). So lagen die Champions zumindest bei den Hölzern schon komfortabel in Führung.

Im Mittelpaar verlor Uros Stoklas gegen Jochen Steinhauer mit 1:3 (598:627, der Regensburger Jürgen Pointinger kam gegen Frank Gutschalk sehr solide ins Ziel mit 4:0 (633:588). So hatte der Meister buchstäblich alles in der Hand bei 2:2 und vielen Kegel Vorsprung. Doch es sollte knapp bleiben. Thomas Schneider hatte zu große Probleme gegen Holger Walter, gewann nur den dritten Satz (584:591). Boris Benedik musste den nicht gerade übermächtigen Michael Straub nur in Schach halten beim 3,5:0,5 (591:562), sodass es zum 5:3 (3691:3601)-Arbeitssieg reichte.

Die frohe Kunde aus Bad Staffelstein: Die Gastgeber im Oberfranken-Derby hatten einen Sahnetag, fieselten Altmeister Victoria Bamberg sogar mit 7:1 ab. „Nun haben wir vier Punkte und elf Mannschaftpunkte Vorsprung auf Bamberg“, hatten die Zerbster nicht zu hoch gepokert. „Ich habe bis aufs letzte Abräumen sehr konstant gespielt, wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass wir die Titelverteidigung wieder selbst steuern können“, so Webers Fazit nach einem sehr langen Tag.

Sehr gefreut hat sich der Fortune natürlich auch über die Mitteilung vom DKBC, Sportler des Jahres zu sein (wir berichteten). „Eine Auszeichnung, mit der ich nie gerechnet hätte. Vor allem, weil ich von drei Landesverbänden, Sachsen-Anhalt, Nordbaden und Württemberg, aber nicht Bayern, vorgeschlagen und vom Präsidium gewählt worden bin“, muss Weber jetzt den dunklen Anzug wieder aus dem Schrank holen für die Gala in Berlin am 9. März.

Davor haben die Kegel-Götter aber den Schweiß gesetzt. Denn am Samstag geht es schon wieder weiter in der Champions League mit dem Heimspiel gegen die österreichischen Favoritenkiller von SK FWT Neunkirchen. Deswegen durfte sich Weber dann auch ausruhen, während die Kollegen am Abend mit dem 8:0 (3725:3371) beim Zweitligisten KV Mutterstadt schnell noch ins Viertelfinale einzogen. Wenn das Los nun Raindorf ... (gu)

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