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Sport aus Cham
Montag, 23. Juli 2018 22° 3

Handball

Nun wackelt der Termin in Stadeln aber

Tschechien mit ASV-Star Petr Tahovsky als Muskelkneter zur EM-Sensation gegen Favorit Dänemark. Remis gegen Ungarn und ...

ASV-Shooter und Tschechiens National-Physio Petr Tahovsky (M.) fährt derzeit zweigleisig. Foto: Tschannerl
ASV-Shooter und Tschechiens National-Physio Petr Tahovsky (M.) fährt derzeit zweigleisig. Foto: Tschannerl

Cham.Ein altes böhmisches Ballwerfer-Sprichwort heißt: „Hake nie eine Niederlage ab, bevor du sie erlebt hast“. Getreu diesem Motto straften am Montag Abend im kroatischen Varaždin Tschechiens Nationalhelden bei der Europameisterschaft alle „Fachleute“ in der Heimat und anderswo. EM-Topfavorit Dänemark fiel der Kinnladen runter, die Weltstars können es bis heute nicht fassen gegen die noch dazu geschwächten Tschechen mit 27:28 (16:15) verloren (!!!) zu haben. Obwohl sich Mikkel Hansen und Kollegen, mit sieben Treffern bester Werfer, an den schon in die Hauptrunde vorgestoßenen Spaniern orientieren wollten, die zwei Tage zuvor die Tschechen beim 32:15 (16:9) erwartungsgemäß ordentlich gebürstet hatten. Am Mittwoch Abend, 18.15 Uhr, würde dem EM-Außenseiter aus dem Nachbarland demnach ein Unentschieden reichen gegen Schlusslicht Ungarn (25:27 gegen die Spanier), um schier sensationell als Gruppendritter weiterzukommen und am Freitag wohl Mazedonien (aber doch nicht die Deutschen als Zweiter der Gruppe C?) als ersten Gegner zu haben.

Was das alles uns interessiert? – Gut, der eine oder andere Sympathiesant von Landesligist ASV Cham hätte da lieber den Spatz in der Hand, die Taube auf dem Dach können gerne die Ungarn haben. Sollten die Tschechen nämlich tatsächlich das Wunder schaffen, gegen die Magyaren nicht zu verlieren, geht die Reise der Rot-Weißen am Samstag in den Fürther Stadtteil Stadeln ohne Petr Tahovsky und Lukas Pelikan über die Bühne. Die Chamer Siegaussichten beim fränkischen Wiederaufsteiger wären somit schwer eingeschränkt. Nachdem das jüngste schmale 22:22 daheim gegen den TV Münchberg ohne Tahovsky und Pelikan so ein Fingerzeig war. Darum muss sich die Chamer Lebensversicherung auf der tschechischen Bank mit dem Plastik-Karterl um den Hals als Offizieller aber derzeit nur zweitinstanzlich kümmern. Die Bilder, die um die Welt gingen, sagen mehr als Worte. Auch CZ-Physio Petr Tahovsky war ergriffen nach Spielende, kam ebenfalls gleich aufs Feld, um einzutauchen in den Freudentaumel. Direkt beteiligt gewesen zu sein an einem EM-Sieg gegen so ein Kaliber wie die Dänen durch die stundenlangen Vorarbeiten in Hotel und Kabine, das haben Tahovsky und Team-Manager Pelikan schließlich auch noch nicht so oft erlebt. Als direkte Zuarbeiter der Großen des tschechischen Handballs, dem Nationaltrainerduo Jan Filip/Daniel Kubes, den ehemaligen Bundesliga-Größen.

Da strahlt selbstverständlich ein wenig Glanz auch auf den ASV Cham ab. Kein anderer im weiß-blauen Rund kann solch eine Konstellation vorweisen. Obwohl schon fast Mitt-Dreißiger, darf dieser Petr Tahovsky folglich noch lange nicht aufhören am Regenbogen. Obwohl das blaue Arbeitshemd nach der Kaftprobe mit den Ungarn wieder Schweißflecken haben wird. So oder so. EM-Hauptrunde statt Klopperei in Stadeln wäre einmal im Jahr vielleicht doch lukrativer ... (gu)

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