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Oldies bleiben drin, „Erste“ steigt auf

TC Rot-Weiß steht kurz vor der Erfüllung der beiden großen Saisonziele. „Zweite“ muss dagegen um den Klassenerhalt bangen.

Stephan Bachs Aufschläge fanden zwar ihr Ziel, dennoch verlor er.Foto: csm
Stephan Bachs Aufschläge fanden zwar ihr Ziel, dennoch verlor er.Foto: csm

Cham.Schon nach dem vierten Spieltag haben die Herren 40 des TC Rot-Weiß den Landesliga-Erhalt geschafft mit dem 5:4 beim FV Wendelstein. Garanten waren Christian Kierst, Josef Wanninger, Thomas Göttlinger und Marco Rieger zur 4:2-Führung. Die Doppel wurden mit 2:1 für Wendelstein gewertet, weil die Gastgeber nicht mehr spielen wollten.

Eine sehr gute Leistung bot Christian Kierst im Spitzeneinzel gegen Rene Kopetzky beim 6:1 und 6:0. Kapitän Christian Rieger scheiterte an Thomas Seitz, der mit präzisen Grundlinienschlägern brillierte. Kämpfen musste Josef Wanninger, lag gegen den um drei Leistungsklassen besser bewerteten Stefan Eckert meist in Front, gewann den zweiten Satz erst im Tiebreak. Thomas Göttlinger hatte Probleme im Handgelenk, spielte trotz Schmerzen durch und gewann gegen Marc Pfefferler in zwei Sätzen. Der Knoten geplatzt ist auch bei Marco Rieger, in bester Verfassung gewann er den ersten Satz mit 6:4 und drehte ein 0:3 im zweiten Durchgang.

Im spannendsten Match gewann Peter Reif gegen Joachim Kunze auch dank seiner schnellen Vorhand den ersten Satz mit 6:1. Im zweiten Satz unterliefen Reif zu viele Fehler. Im Matchtiebreak hatte der Routinier bei 9:8 sogar Matchball. Doch er konnte diesen nicht verwerten, gab drei Punkte in Serie ab zur Niederlage.

Die Ergebnisse: Kopetzky – Kierst 1:6, 0:6; Seitz – Chr. Rieger 6:3, 6:2; Eckert – Wanninger 3:6, 6:7; Pfefferler – Göttlinger 2:6, 4:6; Arsovski – M. Rieger 4:6, 3:6; Kunze – Reif 1:6, 6:3, 11:9.

10:0-Punkte und 40:5-Spiele

Mit dem 7:2 beim Mitfavoriten Grün-Rot Weiden hat die „Erste“ den Weg zur Bezirksliga-Meisterschaft geebnet. Damit ist der Wiederaufstieg in die Landesliga in greifbare Nähe gerückt. Weiden trat ohne „Einser“ John Dissanayake (Future-Turnier in seiner Heimat Sri Lanka) und Mariano Delfino an. Auch alle drei Doppel wurden gewonnen. Das ist wichtig in der Endabrechnung, weiß auch Vorstand Weichselmann: „Wir haben nun eine super Bilanz von 10:0-Punkten und 40:5-Spielen. In den beiden noch ausstehenden Begegnungen können wir uns sogar eine knappe Niederlage erlauben“, wollen es die Rot-Weißen dennoch nicht drauf ankommen lassen.

Miroslav Stengl (3) musste gegen Benedikt Eder all sein Können aufbieten, um im Matchtiebraek zu gewinnen. Sascha Bilek und Sebastian Drexler unterlagen jeweils den tschechischen US-College-Spielern Labik Ondrej und David Prokop. Diese Niederlagen waren nicht einkalkuliert. Bilek gab nach schwachem ersten Satz den zweiten im Tiebreak ab, Drexler kam nach gutem Start im zweiten Satz aus dem Tritt, unterlag im Matchtiebreak.

Gewohnt souverän spielte das tschechische Nachwuchstalent Martin Krauss, ließ Markus Maier keine Chance. Ähnlich überlegen war Petr Tumpach (5) gegen Mathias Götz. Tomas Urban (6) spielte in seiner ruhigen Art mit dem um neun Leistungsklassen schlechter bewerteten Frederik Ammann im wahrsten Sinne des Wortes. Bilek/Drexler mussten sich in beiden Sätzen strecken, Stengl/Tumpach und Krauss/Urban brauchten den ersten Satz zum Warmwerden.

Mit Matchtiebreak auf Kriegsfuß

Die Ergebnisse: Ondrej – Bilek 6:3, 7:6; Prokop – Drexler 3:6, 6:3, 10:8; Eger – Stengl 6:4, 2:6, 8:10; Maier – Krauss 2:6, 2:6; Götz – Tumpach 2:6, 3:6; Ammann – Urban 3:6, 3:6; Prokop/Maier – Bilek/Drexler 3:6, 4:6; Ondrej/Ammann – Steng/Tumpach 4:6, 0:6; Eger/Götz – Kraus/Urban 4:6, 1:6.

Die „Zweite“ verlor im Heimspiel mit 4:5 gegen den TC Großberg. Mit Tiebreak und Matchtiebreak standen die Chamer auf Kriegsfuß. So ist der Klassenerhalt in der Bezirksklasse 1 noch nicht klar. Nachwuchstalent Tobias Wanninger verlor den ersten Satz gegen den um vier Leistungsklassen besser bewerteten Harald Reichl im Tiebreak. Den zweiten Satz und Matchtiebreak gewann er souverän. Kein Problem war für Adrian Paul (2) Moritz Heide. Kapitän Fabian Bräu machte gegen Vinzenz Graßl im ersten Satz keinen Punkt. Die Umstellung seines Spiels brachte dann aber den Erfolg.

Günter Lemberg unterlag Michael Müllner. Stephan Bach (5) holte sich den ersten Satz gegen Appl im Tiebreak, baute im zweiten enorm ab, lag im Matchtiebreak bereits mit 5:9 im Rückstand, glich aus bei 9:9 auf, doch dann servierte der zwei Meter große Großberger wieder sehr stark zum 11:9. Konditionelle Mängel waren bei der Niederlage von Thomas Haimerl an Position sechs gegen Julian Sander ausschlaggebend.

Wanninger/Bräu verpassten gegen Reichl/Müllner die entscheidenden Punkte. Lemberger/Bach machten dagegen kurzen Prozess. Also hing alles von Paul/Haimerl ab. Paul hatte Rückenprobleme, war bei manchen Schlägen gehandicapt. Dennoch hätte es reichen können. Doch Graßl/Appl behielten jeweils im Tiebreak die Oberhand und holten den Siegpunkt.

Die Ergebnisse der einzelnen Partien: Wanninger – Reichl 6:7, 6:0, 10:6; Paul – Heide 6:3, 6:3; Bräu – Graßl 0:6, 6:2, 10:4; Lemberger – Müllner 3:6, 1:6; Bach – Appl 7:6, 2:6, 9:11; Haimerl – Sander 7:6, 1:6, 7:10; Wanninger/Bräu – Reichl/Müllner 3:6, 2:6; Paul/Haimerl – Graßl/Appl 6:7, 6:7; Lemberger/Bach – Heide/Sander 6:0, 6:2. (csm)

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