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Abstiegsfinale

Selbsthilfe und Schützenhilfe am Ende

FC Ränkam schickt den FC Miltach zurück in die Kreisliga und freut sich über Lamer Schützenhilfe. Keine weitere Zittersaison.

  • Der Ränkamer Durchhaltewille über die gesamte Saison, trotz aller Rückschläge, brachte das gute Ende mit dem direkten Klassenerhalt.Fotos: Tschannerl
  • Schnell hatten Miltachs Recken Trost gefunden.

Ränkam. FC Miltach – FC Ränkam 1:3 (1:2). Abgestiegen ist Ex-Landesliga-Kultclub FC Miltach nicht in dieser finalen Partie, sondern die ganze Saison über. Obwohl Äpfel nicht mit Birnen vergleichbar sind, hätten schon fünf Punkte mehr gereicht zum Überleben in dieser harten Liga. Und diese fünf Punkte wären absolut drin gewesen, allein in den Partien gegen Schlusslicht SC Regensburg und gegen Relegant TSV Dietfurt. „Wäre, wäre, Fahrradkette“ – Miltachs Stadionsprecher gratulierte den Gästen hernach zum direkten Klassenerhalt, eine überaus faire Geste. Vor der Pause spielte auch Miltach nicht wie ein Absteiger, kämpfte tapfer bis zum Schluss. Ränkam war allerdings abgeklärter, hatte vor dem Führungstor durch Andreas Kordick (11.) schon zwei Top-Chancen versiebt. 

Der verdiente Ausgleich ließ nur eine Viertelstunde auf sich warten. Nach einem Freistoß vollführte Christoph Stangl einen Fallrückzieher und traf mit einem Traumtor zum 1:1 (25.). Ränkam ließ sich nicht beirren, die erneute Führung war schon so etwas wie die Vorentscheidung. Wieder traf Andreas Kordick aus der Distanz genau in den Winkel (45.), ebenfalls ein Traumtor, das der sehr gute FC-Keeper Lucas Nemmer nicht verhindern konnte. Den Schlusspunkt setzte Holzapfel, als er nach einem Ränkamer Konter beim Klärungsversuch den Ball ins eigene Netz ablenkte (78.). Völlig überraschend kam dieser Abstieg ja nicht für Miltach, Trainer Michael Kufner sprach den Seinen hernach gleich Mut zu. Den direkten Klassenerhalt hatten die Ränkamer schon eine halbe Stunde vor Spielende vor Augen, als die Lamer Führung gegen Dietfurt auf den Smartphone-Displays immer höher wurde. Bei den guten Neuzugängen sollte es keine weitere Zittersaison geben beim FCR, vielmehr einnahmeträchtige Derbys mit Furth i. Wald, Arnschwang, Lam, vielleicht Chambtal.

SpVgg Lam – TSV Dietfurt 3:0 (1:0). Die „Osserbuam“ leisteten die vom FC Ränkam erhoffte und natürlich selber gewollte Schützenhilfe für einen erfolgreichen Saisonabschluss. Die Gastgeber an der Ginglmühle boten in den ersten 25, 30 Minuten sehenswerten Offensivfußball. Nach fünf Minuten bereitete Christian Mühlbauer gekonnt vor für Mittelstürmer Tobias Artmann, der TSV-Keeper Lukas Schmid umkurvte und zum 1:0 einschob. In der Folge wurden gute Möglichkeiten leichtfertig vergeben. Nach einer knappen halben Stunde hatten die Gäste die große Chance zum Ausgleich, doch Jonas Weigl köpfte aus fünf Metern vorbei. Danach verloren die Hausherren den Faden.

Dietfurt investierte im zweiten Abschnitt natürlich mehr in höchster Not, konnte sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. Für klare Verhältnisse sorgte acht Minuten vor Ende Christian Mühlbauer nach seinem Solo über 40 Meter zum 2:0. Den Schlusspunkt setzte der zur SG Chambtal wechselende Samuel Burgfeld nach feinem Zuspiel von Mühlbauer (88.).

„Wir haben Ränkam helfen können, haben gegen Ränkam, Furth i. Wald und Arnschwang kommende Saison drei schöne Derbys“, freute sich Lams Spielleiter Ludwig Koholka über den erfolgreichen Abschluss.

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