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Fussball

Sölch beerbt Wocheslander im Kreis 3

Held neuer Kreisspielleiter. BFV-Präsident Dr. Koch würdigt Arbeit an der Basis. Wocheslander Ehrenkreisvorsitzender.

  • Die neu gewählte Führung des Kreises 3 mit den Ehrengästen Fotos: Mühlbauer
  • Josef Wocheslander wurde zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt.

Cham.Wie lange vor dem Kreistag in Neunburg beschlossen, wurde der ehemalige Kreisjugendleiter Karlheinz Sölch zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Als Nachfolger von Josef Wocheslander. Im Fokus natürlich auch BFV-Präsident Dr. Rainer Koch. Der DFB-Vizepräsident hat es sich ja zur Aufgabe gemacht, jeden Kreistag in Bayern zu besuchen.

Die Schau stahl er Wocheslander allerdings nicht, denn der ehemalige Bayernliga-Schiri aus Pösing wurde zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt. Zum Abschied sprach Wocheslander von derzeit 144 Vereinen im Kreis 3, davon 22 ohne Herrenmannschaft. 637 Mannschaften sind im Spielbetrieb, davon 214 Spielgemeinschaften. Mit Blick auf diese Zahlen wurde deutlich, dass gerade im A-Jugendbereich mit nur 39 Mannschaften (davon 23 Spielgemeinschaften) ein großes Loch klafft. Bayern- und bundesweit allerdings. 90 Reserven (fünf Spielgemeinschaften) sind am Ball. An ersten Herrenmannschaften seien es derzeit 115 Teams (zwölf Spielgemeinschaften). Dr. Rainer Koch, seit 13 Jahren an der Spitze des BFV, prangerte die Entwicklung im Spitzenfußball an: „Kein Fußballer der Welt ist 222 Millionen Euro wert“, so Koch, der bekanntlich selber zur Spitze dieser Pyramide gute Kontakte pflegt. Solche astronomischen Summen seien für die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht mehr greifbar, so die Meinung des Präsidenten. Die Scheckübergabe der BFV-Sozialstiftung erreichte mit 500 Euro Florian Greß vom VfR Premeischl als Zuschuss zum Erwerb der Übungsleiter-Lizenz.

Bezirksvorsitzender Thomas Graml stellte die Abschaffung des Paragrafen 34 der Spielordnung zur Abstimmung (Einsatz von Spielern in verschiedenen Mannschaften). 71,5 Prozent der Vereinsvertreter in Neunburg votierten dafür. Beim Spielrecht für den jüngeren A-Junioren-Jahrgang in Herrenmannschaften waren 78,7 Prozent dafür, die bisherige Regelung beizubehalten. Äußerst knapp war es bei der Erhöhung der Anzahl der Auswechslungen auf Kreisebene auf bis zu fünf, bei Beibehaltung der Möglichkeit des Rückwechselns. 50,6 Prozent waren dagegen, die Anzahl der Auswechslungen auf fünf zu erhöhen.

Die Neuwahlen für die nächsten vier Jahre brachten das avisierte Ergebnis: Kreisvorsitzender Karlheinz Sölch, Kreisspielleiter Ludwig Held, Kreisjugendleiter Karl Helmberger, Kreisbeauftragte für Frauen- und Mädchenfußball Kerstin Ernst. Zum Kreisschiedsrichterobmann war Karl-Heinz Späth ja schon vorher bestimmt worden (wir berichteten).

Josef Wocheslander blickte auf die letzten vier Jahre zurück. Mit dem Spieljahr 2015/2016 wechselten die letzten elf Vereine aus dem Kreis Bayerwald (Niederbayern) in den Kreis Cham/Schwandorf. Dazu kam der SV Leonberg aus dem Kreis Regensburg. Dadurch wurde der Kreis 3 zum größten Kreis der Oberpfalz. Bis dahin war es noch der einzige Kreis, in dem alle Vereine in A- und Kreisklassen sowie Kreisligen erste und zweite Mannschaft gemeinsam Heim- und Auswärtsspiele bestreiten konnten, sofern die Reserve in der B-Klasse angesiedelt war. Durch Spielermangel und Gründung von Spielgemeinschaften blieb aber auch dieser Kreis nicht vom Rückgang in den B-Klassen verschont.

Das warf viele Probleme auf, die Vereine beklagten sich über Ungereimtheiten, die Führung war gezwungen, aus den drei B-Klassen zwei zu bilden. Mit dem Nachteil, dass „Erste“ und „Zweite“ etwa die Hälfte der Auswärtsspiele getrennt absolvierten. Das machte keinen froh. (rtn)

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