mz_logo

Sport aus Cham
Samstag, 18. August 2018 29° 3

Radsport

Steinberger hatte Schutzengel dabei

Pech und Glück – der Pösinger Extremradfahrer wurde beim 24-Stunden-Rennen Vierter. Beinahe wäre er mit Auto kollidiert.
von Thomas Mühlbauer

Mit der exakt gleichen Rundenzahl wie bei seinem Sieg vor zehn Jahren kam Bernhard Steinberger in Kelheim dieses Mal auf Platz vier. Foto: Steinberger
Mit der exakt gleichen Rundenzahl wie bei seinem Sieg vor zehn Jahren kam Bernhard Steinberger in Kelheim dieses Mal auf Platz vier. Foto: Steinberger

Pösing.Mit 755 Kilometern und 7820 Höhenmetern belegte Bernhard Steinberger beim 24-Stunden-Rennen in Kelheim am Ende den vierten Platz. Dabei legte er mit 46 Runden genauso viele Runden zurück wie bei seinem Sieg vor zehn Jahren. Doch der Pösinger Ultracycler hat bei diesem Rennen seinen Schutzengel gleich mehrmals arg strapazieren müssen, wie er im Gespräch mit unserem Medienhaus sagt.

Nach dem Start am Samstag um 14 Uhr war noch nicht einmal eine Runde absolviert, als direkt vor ihm ein Fahrer auf der regennassen Fahrbahn stürzte und der Pösinger nur mit ganz viel Glück noch an ihm noch vorbeikam und so einen Sturz vermied. Anschließend konnte Steinberger sein gewohnt hohes Tempo abrufen, so dass er in der sechsköpfigen Spitzengruppe vertreten war. Bis 18 Uhr konnte sich kein Fahrer der Gruppe lösen, so dass alle sechs Fahrer gemeinsam ihre Runden drehten. Anschließend teilte sich die Gruppe, die beiden späteren Sieger Markus Rieber und Hubert Liepold, die zeitgleich ins Ziel kamen, zogen davon. Bernhard Steinberger verteidigte anschließend bis in die Nacht hinein den dritten Platz.

Am Samstagabend gegen 23 Uhr hatte der Pösinger erneut ganz viel Glück. Denn er wäre um Haaresbreite nach einem Missverständnis mit einem Streckenposten mit einem Auto kollidiert. Steinberger steckte den Schreck gut weg und trat weiter eifrig in die Pedale. Doch am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr war das Glück dann doch aufgebraucht. Er touchierte ein Absperrgitter, so dass das hintere Schaltwerk ausfiel. Bis der Defekt behoben war, konnte er nicht mehr alle Gänge benutzen und war nicht mehr so schnell unterwegs. Der dritte Platz war weg. Der Pösinger kam schließlich nach 24 Stunden als Viertplatzierter ins Ziel.

Im Gespräch mit unserem Medienhaus zieht Bernhard Steinberger ein eher gemischtes Fazit. Ohne den Defekt in der Schaltung wären 47 Runden locker möglich gewesen für ihn und damit wohl Platz drei. Denn an die beiden Erstplatzierten wäre er auch ohne die Panne nicht mehr herangekommen.

Doch überwiegt beim Pösinger auch die Freude darüber, dass er von diesem Rennen, bei dem er doch einiges von seinem „Glückskonto“ aufgebraucht hat, gesund nach Hause zurückgekehrt ist. Der Dank von Steinberger galt auch hier all seinen Freunden, die ihn in Kelheim wieder tatkräftig unterstützt haben. Am Ende ein vierter Platz, den der Pösinger in seiner nüchternen Art so kommentiert: „Es hätte besser laufen können, es hätte aber auch viel schlechter laufen können. Ich bin froh, dass ich gesund bin.“

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht