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Waldmünchen

Adam Breuer ist U-18-Vizemeister

Nachwuchsspieler des Schachklubs Furth im Wald/Waldmünchen musste sich auf Bezirksebene Sebastian Piehler geschlagen geben.
Von Maximilian Riedl

Adam Breuer ist U-18-Vizemeister in der Oberpfalz. Foto: Maximilian Riedl
Adam Breuer ist U-18-Vizemeister in der Oberpfalz. Foto: Maximilian Riedl

Waldmünchen.Am Samstag kehrte ein Hauch von Mini-Schachweltmeisterschaft in den Turniersaal der Jugendherberge Trausnitz ein. Hatte sich in London Weltmeister Magus Carlsen nach Turniergleichstand nach zwölf Spielen per Schnellschach durchgesetzt, so wiederholte sich das Drama bei der Jugendoberpfalzmeisterschaft U 18 zwischen dem Hirschauer Sebastian Piehler und dem Waldmünchner Adam Breuer in ähnlicher Form. Beide hatten nach sechs Runden 5:1 Punkte. Ein Blitzentscheid mit fünf Minuten Bedenkzeit entschied schließlich, dass Adam Breuer Jugendvizemeister der Oberpfalzmeister wurde.

In der letzten Ferienwoche wurden in der Jugendherberge Trausnitz in drei Altersklassen, U 14 (19 Teilnehmer), U 16 (21) und U 18 (4) im doppeltem Rundensystem die Meister ermittelt. Die ersten zwei Spieler jeder Altersklasse qualifizierten sich für die Bayerische Jugendmeisterschaft vom 22. bis 26. April in Bad Kissingen.

Nachdem Max Glaser vom Schachclub Furth im Wald/Waldmünchen aus schulischen Gründen auf die U-18-Teilnahme verzichtet hatte, lief alles auf das Endspiel zwischen dem Hirschauer Sebastian Piehler und dem Waldmünchner Adam Breuer hinaus.

Vor vier Jahren stieß der Gymnasiast Breuer zur Jugendschachgruppe, gewann seither alljährlich die Schulmeisterschaften des Gymnasiums und war auch in der Waldmünchner Jugendgruppe als Ältester die dominante Figur. Dabei spielt er auf Anraten von Max Riedl wilde Gambits, bei denen man in der Eröffnung einen Bauern opfert, um die gegnerische Stellung in Unordnung zu bringen.

Dabei stürzt sich Breuer meist erfindungsreich ins intellektuelle „Handgemenge“ , wie es gerade ein Evans-Gambit (meistgespielte Eröffnung des 19. Jahrhunderts) hergibt und behält oft die Oberhand. Natürlich sind die Stellungen am Brett nervenaufreibend für die Spieler und erst recht für die zuschauenden Mannschaftskameraden. Aber das ist sein Stil: kein Positionsgeschiebe mit Anhäufung von kleinen Vorteilen, sondern Königsangriff – auch auf Kosten von eigenem Material.

Froh über die Entwicklung im Jugendschach ist Schach-Vorstand Max Riedl. „In den Geburtsjahrgängen 2001 bis 2003 können wir in der Oberpfalz mit Max Glaser und Adam Breuer mithalten. Tobias Hirsch in Furth im Wald und Max Dostal sowie Julian Müller in Waldmünchen sind nicht so weit von den beiden entfernt. Ohne den Einsatz von diesen Jugendlichen in den beiden letzten Saisonen hätten wir manches Spiel der 2. Mannschaft in der Keisliga verloren. Alle diese Jugendlichen werden noch stärker und ihre älteren Mannschaftskameraden einholen.“

Außerdem hätten alle den charakterlichen Vorteil, dass sie nach Maßgabe der schulischen Belange spielen wollen und nicht gedrängt werden müssen. Zudem treffen sie im Mannschaftskampf auf ihre „Lieblingsgegner“, die meist ein paar Jahrzehnte älter als sie sind und es nicht gewohnt seien, gleich von Anfang an angefallen zu werden.

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