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Gewichtheben

Annika Pilz tritt bei der DM an

Rodinger Talent will auch in Berlin erfolgreich sein.
Georg Hecht

Mit 16 Jahren ist Annika Pilz schon Stammheberin in der 1. Bundesliga beim TB 03 Roding.  Foto: Georg Hecht
Mit 16 Jahren ist Annika Pilz schon Stammheberin in der 1. Bundesliga beim TB 03 Roding. Foto: Georg Hecht

Roding.Mit Annika Pilz tritt die aktuell beste Jugendheberin des TB 03 Roding am Freitag bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin an. Neben dem Meistertitel in der Klasse bis 55 kg Körpergewicht geht es dabei um den letzten Test vor der Jugend-EM in Eliath/Israel. Betreut wird sie dabei von ihrem Trainer Lars Betker vom Bundesstützpunkt in Frankfurt/Oder.

Die 16-Jährige hat eine tolle Entwicklung genommen. Über ihren Vater Steffen Pilz, der mit 44 Jahren immer noch eine Stütze der Rodinger Zweitbundesliga Mannschaft ist, kam sie zum Gewichtheben. Dort hat sie der erfahrene Nachwuchstrainer Anton Hecht behutsam aber zielgerichtet aufgebaut. Schon bald überraschte das Duo auf Meisterschaften im Bezirk, auf Bayernebene, bei der Süddeutschen und auf Bundesebene mit guten Leistungen und meist ersten Plätzen.

Kein Wunder, dass sie bei dieser Entwicklung der Bayerische Landestrainer in den Bayernkader aufnahm und mehrere Einsätze in der Bayernauswahl folgten. Natürlich hat der Nachwuchs-Bundestrainer das Talent von Annika Pilz bald erkannt und so wechselte sie im Januar 2017 in das Sportinternat Frankfurt. Dort waren auch viele erfolgreiche Rodinger Heber (Brandhuber, Nowara, Kulzer und Rishabh Saini) vor ihr. Sie entwickelte sich sehr gut weiter, gewann in diesem Jahr den Internationalen Oderpokal und die Internationale Deutsche Jugend Meisterschaft. Bei den Rodinger Gewichthebern stieg sie als Heberin in die 2. Bundesligastaffel auf, wo sie zusammen mit ihrem Vater auch in Berlin gegen den dortigen TSC in der 2. TB-Staffel antrat.

Im Jahr 2018 erreichte sie mit viel Trainingsfleiß die Bundeskadernorm und gehört seitdem dem Deutschen Bundeskader Nachwuchs an. 2018 holte sie den ersten Platz beim Länderpokal, war Klassensiegerin beim Alpencup im Bayernteam, ärgerte sich über Platz drei bei der Deutschen und revanchierte sich mit dem Sieg bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Beim TB 03 kämpfte sie sich 2019 in den Erstbundesligakader und ist mittlerweile Stammheberin im Oberhaus. Mit jeweils 113 Relativpunkten siegte sie im März beim Jugend-Länder-Pokal und Anfang November beim international besetzten Oderpokal in Frankfurt/Oder.

Erst letzten Samstag stellte sie beim Bundesliga-Einsatz in Karlsruhe-Durlach mit 72 kg beim Reißen eine neue persönliche Bestmarke auf. Aktuell stehen ihre Rekorde bei einem Körpergewicht unter 55 kg bei 72 kg Reißen, 83 kg Stoßen, 152 kg im Zweikampf und 113 Relativpunkten. Am Freitag in Berlin könnten diese Bestmarken wackeln, es sei denn Trainer Lars Betker bremst die ehrgeizige Rodinger Jugendsportlerin im Hinblick auf ihren ersten Einsatz bei einer Jugend-Europameisterschaft in einer Woche ein. (rhe)

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