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Handball

Auf und Ab der Gefühle bei 32:32 des TB

Dramatische Schlussphase mit zwei Siebenmetern in fünf Sekunden beendet den Handballkrimi zwischen Oberviechtach und Roding.
Thomas Mühlbauer

Die Teams boten eine dramatische Schlussphase.  Foto: Günter Uschold
Die Teams boten eine dramatische Schlussphase. Foto: Günter Uschold

Roding.RodingEinen weiteren Punktverlust mussten die TB-Handballer mit dem 32:32 bei HV Oberviechtach hinnehmen. Dabei strapazierten sie die Nerven aller Beteiligten aufs Äußerste. Zwei Siebenmeter in den letzten fünf Sekunden entschieden die Partie.

Dabei sah es die ersten 20 Minuten nach einem ruhigen Abend aus. Mit viel Tempo begannen die TB-ler, aggressiv in der Defensive und abschlusssicher in der Offensive. Die starke Rückraumreihe der Gastgeber hatte man unter Kontrolle, fast jeder Angriff Oberviechtachs endete im Zeitspiel. Vorne waren es Weh, Hugo und Deml, die eine komfortable Führung für den TB erspielten. Nach 20 Minuten nahm Oberviechtach beim Stand von 5:12 die Auszeit. Roding zollte jetzt ihren hohen Anfangstempo Tribut – ohne viele Wechselmöglichkeiten. Die schnelle Mitte und erste Welle Oberviechtachs war jetzt erfolgreicher als zu Beginn. Nach 24 Minuten reagierte TB-Trainer Piroch darauf und nahm seinerseits eine Auszeit beim Stand von 8:14. Es folgte aber ein totaler Einbruch bei seinen Spielern. Sechs Tempogegenstöße später machten die Hausherren den Ausgleich zum 14:14, ehe Hugo Sekunden vor Ende der ersten Hälfte doch noch einmal die Führung erzielte.

Gegen die überfallartigen Angriffe der Hausherren fanden die TB-ler auch nach dem Seitenwechsel keine Lösung; jedes Rodinger Tor wurde umgehend mit einem Gegentor beantwortet. Dann wechselte die Führung, doch bis zum 27:27 nach 51 Minute konnte Roding immer wieder ausgleichen und ging selbst wieder mit 27:29 in Front.

In den letzten 40 Sekunden überschlugen sich die Ereignisse. Erst gelang Weh das 30:31 für Roding, 15 Sekunden später glich Oberviechtach per Strafwurf aus. Noch 20 Sekunden zu spielen. Roding kam noch einmal an den gegnerischen Kreis, wurde gefoult und bekam einen Siebenmeter zugesprochen. Lautstark forderte die Oberviechtacher Bank, die Uhr anzuhalten, was die Unparteiischen auch taten. Da zeigte die Hallen-Uhr 59:55 Minuten an, als Hugo den Strafwurf zum 31:32 für Roding verwandelte. Jetzt nahm Oberviechtach schnell das Team-Time-Out. Vehement forderten sie, dass die Zeit um einige Sekunden korrigiert werden müsste, was ihnen die Unparteiischen auch zugestanden. Nach der Auszeit zeigte die Hallen-Uhr 59:54.

So erhielten die Hausherren noch einmal die Chance für einen ihrer Schnellangriffe. Wie auf der Gegenseite passierte das Foul – zwar weit weg vom Rodinger Kreis, aber strafwürdig, und da in den letzten 30 Sekunden, sah der Rodinger die Rote Karte und es gab den Siebenmeter für die Gastgeber; sie trafen zum 32:32-Endstand.

Auch wenn eine Entscheidung der Schiedsrichter zu Rodings Punktverlust beitrug, muss sich der TB fragen, warum man immer nur phasenweise guten Handball spielt und in engen Spielen die Nerven nicht im Griff hat. Jetzt ist man aber auch froh, dass man nach drei schweren Auswärtsspielen wieder zu Hause antreten darf. Am 1. Dezember gastiert der HC Weiden.

Für Roding im Einsatz: S. Geier, Kienzl, Wensauer – Riedl, Kreidl, T. Schoierer (1), Zeus (3), Standecker (2), L. Schoierer (4), Deml (4), Hugo (13/4), Weh (5), Matthias Meier.

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