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Aufsteiger etabliert sich in Kreisklasse

Der FC Altrandsberg ist auf dem Weg zum Klassenerhalt. Abteilungsleiter Kienberger ist in Sachen Wiederbeginn skeptisch.
Von Thomas Mühlbauer

Noch müssen sich die Altrandsberger etwas strecken, um den Klassenerhalt einzutüten.  Foto: Simon Tschannerl
Noch müssen sich die Altrandsberger etwas strecken, um den Klassenerhalt einzutüten. Foto: Simon Tschannerl

Altrandsberg.18 Punkte hat der FC Altrandsberg in 17 Kreisklassenpartien gesammelt. Damit ist die Truppe von Trainer Bernhard Miethaner auf dem besten Weg, nach dem Aufstieg in der vorigen Saison den Klassenhalt zu schaffen. Denn der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt acht Punkte. Dass man mit diesem Polster in die Winterpause gehen konnte, lag auch daran, dass der FC die letzten beiden Spiele vor der Winterpause gegen den SC Arrach-Haibühl (5:1) und den TSV Pemfling (2:1) für sich entschied. Nun muss abgewartet werden. Sportlich geht bis zum September nichts, was jedoch nicht bedeutet, dass FC-Abteilungsleiter Manfred Kienberger untätig ist. Er kümmert sich vom Home-Office aus um die Vereinsarbeit.

Die sportliche Situation

„Bei uns sind weder Abgänge noch Neuzugänge aktuell ein Thema, da wir sowohl in der Breite als auch in der Qualität für unsere eigenen Ansprüche gut aufgestellt sind“, sagt Kienberger. Die Altrandsberger wollen der sehr jungen Mannschaft (Durchschnittsalter circa 20 Jahre) die Möglichkeit geben, sich weiter zu entwickeln, denn sie sind überzeugt, dass genug Potenzial vorhandenhaben. Die konsequente Jugendarbeit der vergangenen Jahre macht sich jetzt bezahlt. In den letzten zwei Jahren sind 15 Spieler aus der eigenen A-Jugend zu den Senioren gewechselt. Kurzfristiges Ziel des FCA ist es, nicht abzusteigen. Mittelfristig ist geplant, sich in der Kreisklasse zu etablieren, um dann zu schauen, was weiter möglich ist.

Ein Großteil der Vereinsarbeit erledigt Manfred Kienberger derzeit vom Home-Office aus.  Foto: Kienberger
Ein Großteil der Vereinsarbeit erledigt Manfred Kienberger derzeit vom Home-Office aus. Foto: Kienberger

Umgang mit der Corona-Situation

Der Trainings- und Spielbetrieb ist natürlich komplett eingestellt. Außerdem war das Trainingslager in Norditalien (6. bis 8. März) frühzeitig abgesagt worden. Auch wenn dies mit einem finanziellen Schaden für den Verein verbunden war, war bereits in dieser frühen Corona-Phase klar gewesen, dass eine Durchführung keine Option war. Die Spieler halten sich laut Kienberger individuell und eigenverantwortlich fit. Pläne oder eine Kontrolle der Fitness gibt es in Altrandsberg nicht. In dieser Lage sei der sportliche Ehrgeiz des Einzelnen gefragt. Die Planungen für das alljährlich ausgetragene „Markus-Holzapfel-Gedächtnis-Turnier“ (50 teilweise überregionale Jugendmannschaften waren am Start) waren bereits weit vorangeschritten. Die Absage für das im Juni geplante Turnier sei jedoch unumgänglich. Das schmerzt sehr. Dringende organisatorische Themen des Vereinslebens werden per Telefon, per WhatsApp oder Skype-Meetings erledigt. Eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Verwendung neuer Medien habe laut Kienberger der BFV mit seinen Schulungsangeboten, Informationen im Netz und der Abstimmung zum weiteren Saisonverlauf.

18 Punkte sind ein guter Grundstock für den FC Altrandsberg, um am Ende jubeln zu können.  Foto: Simon Tschannerl
18 Punkte sind ein guter Grundstock für den FC Altrandsberg, um am Ende jubeln zu können. Foto: Simon Tschannerl

Die Sponsoren lassen den Verein nicht im Stich


Die wirtschaftliche Situation des FC Altrandsberg ist solide. Die Sponsoren des FC lassen, so der Abteilungsleiter den Verein in dieser schwierigen Zeit nicht alleine – auch, wenn aktuell kein Spielbetrieb stattfindet. Die Altrandsberger haben zwar derzeit keine Einnahmen aus Verkauf oder Eintrittsgeldern. „Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass sich auch die Ausgaben für den Spielbetrieb sowie die laufenden Kosten wesentlich reduziert haben. Durch eine solide wirtschaftliche Herangehensweise in den vergangenen Jahren können wir im schlimmsten Fall auch noch auf kleine Reserven zurückgreifen, um die nächsten Wochen und Monate etwas zu überbrücken“, sagt Manfred Kienberger. Die Gemeinde Miltach nehme dem Verein in Sachen Sportplatzpflege eine große Last ab – auch bereits vorder Corona-Zeit. Kienberger ist der Meinung, dass sich derzeit schlecht einschätzen lasse, ob ab 1. September wieder gespielt werden kann. Er glaube nicht daran, dass im Herbst der Breitensport einfach so wiederaufgenommen werden kann. „Ein 40-seitiges Hygienekonzept für den Amateurfußball halte ich jedenfalls nicht für praktikabel“, sagt er.

FC Altrandsberg

  • Punkte:

    In 17 Spielen konnte der FC Altrandsberg bislang respektable 18 Punkte einfahren und hat damit einen soliden Grundstock geschaffen, um auch in der nächsten Saison in der Kreisklasse wieder spielen zu können.

  • Angstgegner:

    Der Start in die Saison verlief für den Aufsteiger alles andere als perfekt, gleich zum Auftakt wurde man vom 1. FC Bad Kötzting mit 0:6 überrollt. Im Rückspiel stand der Kreisklassen-Neuling beim 0:5 abermals auf verlorenem Posten.

  • Erfolge:

    Die fünf Saisonsiege gelangen bislang gegen die SG Lohberg, den SC Arrach-Haibühl (Hin- und Rückspiel), den FC Chamerau und gegen den TSV Pemfling. Gegen den SV Rittsteig, FSV Pösing und den FC Raindorf spielten die Altrandsberger jeweils unentschieden. (rtn)

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