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Basketball

Aufstieg mehr als ein Traum

Nach einer historischen Hinrunde stehen die Chamer Basketballer vor vier richtungsweisenden Spielen. In Nürnberg geht es los.
Andreas Koller

Karel Ausprunk muss sich häufig nicht nur gegen einen Gegenspieler durchsetzen.  Foto: Raphael Wiedemann
Karel Ausprunk muss sich häufig nicht nur gegen einen Gegenspieler durchsetzen. Foto: Raphael Wiedemann

Cham.Nach der perfekten Hinrunde ohne eine einzige Niederlage gehen die Basketballer des ASV Cham in die zweite Saisonhälfte. Ist für den Tabellenführer sogar der ganz große Wurf drin? Oben wieder mitspielen wollten die Chamer Basketballer vor der Saison. Und den letztjährigen dritten Tabellenplatz womöglich toppen. Mit einer Hinrunde ohne Niederlage hatte aber selbst bei den Chamer Basketballern niemand gerechnet.

„Das war eine wirklich historische Hinrunde. Keine einzige Niederlage in der Liga ist sicherlich etwas, das man als Spieler und Funktionär vielleicht kein zweites Mal erleben wird. Darauf können wir sicherlich stolz sein“, so Kapitän und stellvertretender Abteilungsleiter Andreas Koller. Spätestens nach dem Ein-Punkt-Sieg bei Verfolger Slama Jama Gröbenzell am vierten Spieltag wurde den Beteiligten klar, dass in dieser Saison mehr drin ist.

Das Wort Aufstieg will aber noch niemand so recht in den Mund nehmen, dennoch ist auch Headcoach Bradley Melton in seiner zweiten Saison mehr als zufrieden mit seiner Mannschaft: „Natürlich bin ich mit der Hinrunde zufrieden, immerhin stehen wir mit einer 11:0-Bilanz ganz oben in der Tabelle. Wir haben einige Charakteristiken eines sehr guten Teams gezeigt, indem wir vor allem auch die engen Spiele für uns entschieden haben. Wir haben auch gegen die schlechteren Teams stets gute Leistungen gezeigt und unser Niveau gehalten.“

Unterverständnis für Regelung

Auf den Lorbeeren ausruhen dürfen sich die Chamer Basketballer nun natürlich nicht. „Unsere Ziele für die Rückrunde bleiben die gleichen. Aufgrund der Punktedifferenzregelung ist es möglich, dass am Ende zwei Teams mit nur einer Niederlage an der Tabellenspitze stehen, wir aber aufgrund einer schlechteren Differenz die Liga nicht gewinnen“, spricht Melton über die für ihn nicht optimale Regelung. Ein Entscheidungsspiel wäre vor allem sportlich dann reizvoller für ihn. Auch wenn die Chamer in den vergangenen Jahren in der Rückrunde häufig noch besser in Tritt kamen, so hat es das Auftaktprogramm in sich. Die ersten vier Spiele geben vor, in welche Richtung es gehen könnte.

Das Spiel am Samstag in Nürnberg beim Tabellenvierten macht dabei den Auftakt. Mit 19 erfolgreichen Dreipunktewürfen der Nürnberger wurde Cham dort vergangenes Jahr förmlich aus der Halle geschossen. Im Anschluss folgt das Oberpfalz-Derby gegen die wiedererstarkten Regensburg Baskets sowie ein Auswärtsspiel in Schrobenhausen. Am vierten Rückrundenspieltag kommt es dann in der Chamer Zweifachturnhalle zum Showdown mit dem Verfolger aus Gröbenzell. Stehen die Bayerwald Luchse im Anschluss immer noch ungeschlagen an der Spitze, dürfte bald mehr als nur geträumt werden vom Aufstieg.

Gegner schwer einzuschätzen

Der Post SV Nürnberg ist als erster Prüfstein nun kein leichter. Ähnlich wie bei den Regensburg Baskets ist es aber auch bei Nürnberg immer eine Frage, welche Spieler letztlich auflaufen werden. Steht dem Trainer der komplette Kader zur Verfügung, sind die Franken ein harter Brocken.

„Durch die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel war es schwierig, den Rhythmus aufrecht zu erhalten. Es wird daher im ersten Spiel sicherlich auch eine Sache des Willens werden“, blickt Melton mit Vorsicht auf das Spiel in Nürnberg. Zumal bei den Luchsen Aufbauspieler Patrick Kamm weiterhin ausfallen wird. Will Cham die Liga gewinnen, muss der Start in die Rückrunde gelingen. (cfk)

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