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Bayernliga

Ausgelassene Spieler im Teambus

Der ASV Cham holt gegen den 1. FC Sand auswärts einen wichtigen Dreier, geht mit der Chancenverwertung aber fahrlässig um.

ASV-Coach Andreas Lengsfeld sprach am Ende von einem „hoch verdienten Sieg“. Foto: Tschannerl
ASV-Coach Andreas Lengsfeld sprach am Ende von einem „hoch verdienten Sieg“. Foto: Tschannerl

Cham.Gelohnt hat sich die zweite weite Auswärtsfahrt des ASV in Folge. Mit drei Punkten im Gepäck trat die Mannschaft von Trainer Andreas Lengsfeld am Samstag die Heimreise aus Sand am Main an. Mit dem 3:1 (2:1) gegen den 1. FC Sand fuhren die Rot-Weißen nicht nur den zweiten Sieg in Folge ein, sondern holten sich auch bei einem direkten Konkurrenten wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Dementsprechend ausgelassen war auch die Stimmung der Spieler auf der gut dreieinhalbstündigen Heimfahrt im Mannschaftsbus. Fünf Spiele, drei Siege, neun Punkte. Der Lohn für die bisherige Arbeit: Tabellenplatz sechs. Kordick & Co. sind endgültig in der Bayernliga Nord angekommen.

Die erste Doppelchance

Im Sander Seestadion zeigten die Chamer in der ersten Hälfte eine ganz starke Leistung. Nur mit der Chancenverwertung ging das Team fahrlässig um. Nach gut einer Viertelstunde die erste Doppelchance. Zunächst kam Friedrich Lieder in aussichtsreicher Position zum Abschluss. Doch FC-Keeper Stefan Klemm parierte zur Ecke. Diese brachte Wich herein. Plänitz gewann das Kopfballduell und legte vor auf Meyer, der den Ball aus wenigen Metern übers Tor beförderte (16.). Auch als sich Engl rechts durchtankte und in den Strafraum zog, war beim gut reagierenden Klemm Endstation (17.). Bald darauf war es erneut Engl, der sich den Ball im Sechzehner schnappte. Klemm konnte ihn dort nur mehr durch ein Foul stoppen. Den Strafstoß verwandelte Lieder zum 1:0 (21.).

Als nur zwei Minuten später Innenverteidiger Mario Kufner ein Stockfehler unterlief, eilte Thorsten Schlereth allein auf Riederer zu. Der kam zwar mit einer Hand noch an den Ball. Trotzdem senkte sich das Leder über ihn hinweg zum 1:1 ins Netz (23.). Nach einem langen Ball auf Engl schlugen die Gäste zwei Minuten später eiskalt zurück. Engl ließ beim 2:1 Klemm keine Abwehrmöglichkeit.

„Eigentlich ist das der Wahnsinn, denn solche Sachen werden eigentlich in der Bayernliga bestraft.“

ASV-Trainer Andreas Lengsfeld

Nach der Pause musste das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen werden, da sich der Sander Andre Schmitt ohne Einwirkung eines Gegenspielers vermutlich einen Achillessehnenriss zugezogen hatte. Die Schlereth-Elf spielte zwar jetzt etwas mutiger. Doch die Chamer Defensivabteilung stand gut. Für die Gäste ergaben sich in der Schlussviertelstunde immer wieder gute Kontermöglichkeiten, die jedoch ein ums andere Mal nicht gut zu Ende gespielt wurden. Wegen Abseitsstellung gab der Schiedsrichter einen Treffer von Thomas Zollner nicht. Als dem gleichen Spieler nach einer Ecke der Ball vor die Füße fiel, stand ein Bein von Keeper Klemm im Weg...

Daniel Engl sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Heimmannschaft. Foto: ckm
Daniel Engl sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Heimmannschaft. Foto: ckm

Beinahe gerächt hätte sich die mangelnde Chancenverwertung, als in der 83. Minute Rugovaj per Drehschuss den Pfosten traf. Nachdem Berzl abermals an Klemm gescheitert war (85.), setzte Marco Faltermeier auf der linken Seite zum Solo an und machte den Sack mit dem 3:1 endgültig zu (90+5).

„Hoch verdienter Sieg“

Andreas Lengsfeld hielt nach der Partie fest: „Das war heute ein hoch verdienter Sieg, weil wir über 90 Minuten gesehen die klar bessere Mannschaft waren. Wenn wir das Spiel heute nicht gewonnen hätten, dann wären wir selber Schuld gewesen. Der Sieg ist deutlich zu niedrig ausgegangen. Wir müssen das Ding eigentlich schon viel früher ausmachen. So mussten wir bis zum Schluss sogar noch zittern. Eigentlich ist das der Wahnsinn, denn solche Sachen werden eigentlich in der Bayernliga bestraft. Sand hatte heute ja nahezu keine Chance. Der eine Gegentreffer, das war ja ein individueller Fehler. Ansonsten haben wir heute wieder sehr diszipliniert verteidigt.“

Dieter Schlereth, Trainer des 1. FC Sand, erklärte: „Die erste Halbzeit haben wir heute natürlich komplett verschlafen. Cham war da ganz klar die bessere Mannschaft, ist verdient in Führung gegangen und hätte in den ersten 45 Minuten schon den Deckel draufmachen können. Hinten sind wir eigentlich nur hinterhergelaufen, haben aber trotzdem das 1:1 machen können. Wenn du aber dann postwendend wieder einen Gegentreffer bekommst, dann zieht dich das gleich wieder runter. Aufgrund der zweiten Hälfte kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie nochmals wirklich alles versucht hat. Mit dem Pfostenschuss kurz vor Schluss kam das Pech natürlich auch noch dazu.“ (ckm)

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