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Trainer-Entlassung

Bad Kötztinger entlassen Ben Penzkofer

Zu wenig Punkte, schlechter Fußball – die Verantwortlichen haben zu einem überraschenden Zeitpunkt die Reißleine gezogen.
Von Sigrid Gollek-Riedl

Der 1. FC Bad Kötzting hat am Sonntagnachmittag Trainer Ben Penzkofer entlassen. Foto: Tschannerl
Der 1. FC Bad Kötzting hat am Sonntagnachmittag Trainer Ben Penzkofer entlassen. Foto: Tschannerl

Bad Kötzting.Die Verantwortlichen des 1. FC Bad Kötzting haben am Sonntagnachmittag ihren Trainer Benjamin Penzkofer (28) entlassen. Den überraschenden Schritt – die Rotblauen haben nach einer erfolglosen Startphase zuletzt sechs Spiele hintereinander nicht verloren – erklärt Bad Kötztings Vorstandsmitglied Wolfgang Fischer (Vorstand Sport) mit hauptsächlich zwei Gründen: „Wir haben zu wenig Punkte und spielen zu schlecht Fußball“, sagte er auf Nachfrage unseres Medienhauses. Als Interimslösung übernimmt nun Co-Trainer Sebastian Niebauer das Traineramt als Spielertrainer. Doch spätestens bis zur Winterpause wollen die Badstädter laut Wolfgang Fischer einen neuen Cheftrainer verpflichtet haben.

Die Rotblauen sind mit Titelambitionen in die neue Saison gegangen, nach einem Katastrophenstart stehen sie aktuell nach elf Spieltagen mit 14 Punkten im Mittelfeld. Auf die Fragen, ob denn der Kader der Rotblauen nicht richtig zusammengestellt worden sei, ob denn ein Stürmer fehlt, ob die Mannschaft nicht zu alt sei, aber der Trainer die jungen rotblauen Eigengewächse nicht berücksichtigt, wollte Fischer nicht eingehen und antwortete mit einem klaren Nein. Zur Frage, ob die Trainerentlassung nicht zu spät kam und der Schritt nicht nach dem schlechten Start gemacht wurde, sondern jetzt, sagte Wolfgang Fischer, dass es eigentlich sein Plan war, Kontinuität auf Trainerposition zu bekommen, nachdem es in jüngster Vergangenheit dort so viele Wechsel gegeben hatte.

Der entlassene Trainer Ben Penzkofer war vom Schritt der Verantwortlichen am Roten Steg sehr überrascht und, wie er zugibt, sehr enttäuscht. „Der Zeitpunkt ist Wahnsinn“, sagte Penzkofer auf Nachfrage. Seit sechs Spielen sei er mit seiner Elf nun unbesiegt. Wenn, dann hätte er eine Entlassung nach den ersten fünf erfolglosen Spielen erwartet. „Aber jetzt?“, sagte er. Aber wenn das Vertrauen der Führung in ihn nicht mehr vorhanden sei, müsse er das akzeptieren. Er räumt ein, dass „wir uns alle mehr Punkte erwartet haben“, doch inzwischen sei das Team auf einem guten Weg.

Natürlich hätte er gerne noch einen Stürmer gehabt, doch ein solcher sei nicht zu bekommen gewesen. Dass die Spielweise der Mannschaft nicht gefällt, kann er nicht nachvollziehen, verweist Penzkofer auf die guten Spiele der Rotblauen in der vergangenen Saison. Nach den beiden Niederlagen zu Beginn der neuen Runde sei das Team dann verunsichert gewesen, dazu kamen die vielen Roten Karten und der ein oder andere unglückliche Spielverlauf. Deshalb habe er sich entschieden, einfacheren Fußball spielen zu lassen, damit die Mannschaft aus dem Tief herauskommt. Das sei gelungen mit zuletzt sechs Partien ohne Niederlage. Penzkofer ist überzeugt, dass sich die Mannschaft weiter nach oben arbeiten werde.

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