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Bad Kötztings Keeper beim 3:0 gegen Jahn

Das Bayernliga-Spiel gegen die Regensburger wird Christian Wloch nie vergessen – auch Christoph Seiderer nicht.

Christian Wloch (r.) und die Rotblauen (in der Mitte Thomas Strohmeier) haben gegen den SSV Jahn ein denkwürdiges Spiel abgeliefert.  Foto: Sigrid Gollek-Riedl
Christian Wloch (r.) und die Rotblauen (in der Mitte Thomas Strohmeier) haben gegen den SSV Jahn ein denkwürdiges Spiel abgeliefert. Foto: Sigrid Gollek-Riedl

Bad Kötzting.Die langjährigen Fans des 1. FC Bad Kötzting erinnern sich sicher noch an jenes denkwürdige Bayernliga-Spiel im August 2006 gegen den SSV Jahn Regensburg. Jenes Spiel, in dem die Ex-Bad Kötztinger Lieblinge Petr Stoilov, Anton Dvorak und Moses Bambara als „Jahnler“ auf dem Rasen am Roten Steg standen. Jenes Abendspiel, das die Rotblauen mit 3:0 gewonnen haben. Schiedsrichter war seinerzeit (Dr.) Felix Brych.

Im Kasten des 1. FC Bad Kötzting stand damals Christian „Flocki“ Wloch, der zwei Jahre später zum SV Schalding-Heining gewechselt ist. Inzwischen ist der 41-Jährige Torwart-Trainer beim TSV Seebach.

Schönstes Erlebnis Ihrer Laufbahn?

Das war die Landesliga-Meisterschaft 2009 mit SV Schalding-Heining. Der Verein ist damals erstmals in die Bayernliga aufgestiegen und die Aufstiegsparty hat gefühlt nie aufgehört.

Bester Kicker, mit dem Sie in einer Mannschaft zusammen gespielt haben?

Felix Brych war der Unparteiische der Partie am Roten Steg. Foto: Gollek-Riedl
Felix Brych war der Unparteiische der Partie am Roten Steg. Foto: Gollek-Riedl

Das ist eine sehr schwierige Frage Über die 35 Jahre, in denen ich aktiv war, durfte ich mit vielen überragenden Kickern und Typen zusammen spielen. Beim 1. FC Bad Kötzting war Christoph Seiderer herausragend, beim SV Schalding-Heining hatten ganz besonders Josef Eibl und Benjamin Neunteufel außergewöhnliche Fähigkeiten. Ein Phänomen war für mich Philipp Zacher, der im Training oft mit angezogener Handbremse agierte, aber im Wettkampf immer konstant gute Leistungen brachte.

Fußballerisches Vorbild der Jugendzeit ...

Oliver Kahn

Bei welchem Verein hatten Sie als Aktiver Ihre schönste Zeit?

Rotblauer Torjubel von Josef Parlasek (2. von r.) und Co. beim 3:0 gegen den SSV Jahn Regenburg Foto: Sigrid Gollek-Riedl
Rotblauer Torjubel von Josef Parlasek (2. von r.) und Co. beim 3:0 gegen den SSV Jahn Regenburg Foto: Sigrid Gollek-Riedl

Beim SV Schalding-Heining. Am Reuthinger Weg hatte ich sportlich mit drei Aufstiegen eine mega-erfolgreiche Zeit, aber auch gesellschaftlich war es überragend. Ich habe sehr viele tolle Leute kennengelernt, von denen einige sehr gute Freunde wurden. Aber auch an die beiden Jahre beim 1. FC Bad Kötzting erinnere ich mich sehr gerne zurück. Speziell die Heimspiel-Atmosphäre am Roten Steg war überragend.

Was nervt Sie am heutigen Fußballgeschäft?

Dass der finanzielle Aspekt mittlerweile für viele Fußballer mittlerweile oft einen höheren Stellenwert hat als die sportlichen Argumente. Diese Entwicklung ist gerade für den Amateurfußball alles andere als förderlich.

Haben Sie irgendetwas in Ihrer Laufbahn bereut?

Obwohl es auch zuvor immer wieder reizvolle Anfragen gab, habe ich erst mit 27 Jahren den nächsten sportlichen Schritt in meiner Laufbahn gemacht. Diesen würde ich aus heutiger Sicht etwas früher machen. Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden, wie es gelaufen ist.

Lieblings-Rückennummer ...

22

Gibt es ein Spiel, das Sie nie vergessen werden?

Mein erstes Flutlichtspiel in der Bayernliga mit dem 1. FC Bad Kötzting gegen den späteren Meister SSV Jahn Regensburg. Am 30. August 2006 schickten wir den haushohen Favoriten vor 3.000 Zuschauern mit einer klaren 3:0-Niederlage nach Hause. Das war ein sensationelles Gefühl!

Bester Trainer, den Sie hatten?

Petr Stoilov traf auf seinen Landsmann Bittengl (li.).  Foto: Gollek-Riedl
Petr Stoilov traf auf seinen Landsmann Bittengl (li.). Foto: Gollek-Riedl

Mein bester Torwart-Trainer war in meiner Kötztinger Zeit Charly Dirscherl. Ein überragender Mann, dem ich sehr viel zu verdanken habe! Als Chefcoach war Mario Tanzer beim SV Schalding-Heining fachlich hervorragend. Richtig beeindruckt bin ich von Josef Eibl, mit dem ich seit zwei Jahren beim TSV Seebach zusammenarbeiten darf. Für mich ist er bereits jetzt ein überragender Trainer!

Sinnloseste Regel im Fußball ...

Die Karten für Trainer finde ich überflüssig. Zum Fußball gehören Emotionen. Die sollte man auch zeigen dürfen!

Zur Person

  • Spieler:

    Christian Wloch startete seine Karriere 1983 beim TSV Metten und verließ den Klosterort-Klub erst 2001 Richtung SV Bernried. 2006 zog es den Torhüter zum damaligen Bayernligisten 1. FC Bad Kötzting. Zwei Jahre später folgte der Wechsel zum SV Schalding-Heining, mit dem es Wloch bis in die Regionalliga schaffte.

  • Trainer

    2014 brach der mittlerweile in der Nähe von Plattling lebende Keeper seine Zelte am Reuthinger Weg ab und ließ seine aktive Laufbahn beim TSV Seebach ausklingen. Beim Landesligisten fungiert Wloch seit drei Jahren als Co- und Torwarttrainer.

Größte Enttäuschung ...

Am 13. August 2013 habe ich mir im Schaldinger Regionalliga-Heimspiel gegen den FC Memmingen das Kreuzband gerissen. Auch wenn wir das Spiel durch einen Last-Minute-Treffer von Florian Stecher noch 2:1 gewonnen haben und meine Frau an diesem Tag ihren 30. Geburtstag feierte, sind das die Momente, an die man sich nicht so gerne erinnert.

Fußball

Thomas Linzmeiers Weg war lang und weit

Von Cham zur Anfield Road – Thomas Linzmeier war ein auffälliger Spieler. Ab 2010 gehörte er zum Team von Markus Weinzierl.

Lieblings-Fußballschuh ...

Hatte ich keinen. Mir war wichtig, dass der Schuh schwarz war.

Wo haben Sie auswärts nie gerne gespielt?

Bei der SpVgg Bayern Hof. Dort war es irgendwie nie einfach, zu spielen. (csv/kd)

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