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Handball

Bewährungsprobe für den ASV

Die Turecek-Truppe steht in Rothenburg unter Erfolgsdruck. Die Chamer müssen diesmal anders auftreten als zuletzt.
von Thomas Mühlbauer

Die Chamer Handballer müssen endlich auch auswärts ihr gesamtes Leistungspotenzial abrufen.  Foto: Simon Tschannerl
Die Chamer Handballer müssen endlich auch auswärts ihr gesamtes Leistungspotenzial abrufen. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Die Handballer des ASV Cham gehen wieder auf Reisen. Und bei diesem Gedanken kommt bei den Verantwortlichen der Rot-Weißen keine Freudenstimmung auf. Denn zum einen wartet am Samstag (Anwurf: 19.30 Uhr) beim TSV Rothenburg eine ganz schwere Auswärtsaufgabe auf sie, und zum anderen haben sich zuletzt meist nur die Gegner über den ASV-Tross gefreut, denn die Punkte waren eine sichere Beute.

Lange Zeit in dieser Saison schien es so, als könnte der ASV Cham endlich die Schwäche aus den vergangenen Jahren ablegen, dass man auswärts wie das Kaninchen vor der Schlange agiert. Doch in den vergangenen beiden Partien tat man genau das, was zu richtigen Debakeln führte. Trainer Turecek will das auch gar nicht leugnen: „Wenn wir in Rothenburg so spielen wie in den letzten beiden Auswärtspartien, können wir gleich daheim bleiben.“ Denn gerade in den letzten beiden Spielen in fremder Halle vermisste der Trainer das Tempo im Spielaufbau. „Es ist schwierig zu erklären, daheim können wir binnen weniger Sekunden von Abwehr auf Angriff umschalten, aber auswärts klappt das einfach nicht mehr.“

Vier Heimspiele, vier Siege

So muss man wieder an die Auswärtsleistungen aus dem September und Oktober anknüpfen, um den „Bock“ auch mal wieder umzustoßen. Dass dies ganz schwierig werden wird, zeigt ein Blick auf die letzten Heimergebnisse des TSV Rothenburg. So hat der TSV alle vier Heimspiele des Jahres 2020 gewonnen und das teils sehr eindrucksvoll. Nach Siegen gegen Michelfeld und Münchberg wurden die Teams aus Fichtelgebirge (32:18), und Mainburg (33:21) regelrecht demontiert.

So sind das keine rosigen Aussichten für die sowieso schon arg geschundene Auswärtsseele des ASV Cham. Doch Turecek hat seine Truppe auf die Aufgabe am Samstag eingestellt: „Ich erwarte ein schweres Spiel, wir müssen auf jeden Fall so spielen wie gegen Roßtal und aggressiv auf die Rückraumschützen rausrücken.“

Nicht mit von der Partie sein wird dabei Tomas Soukup. Die Hausherren, so die Einschätzung von Turecek, verfügen über vier herausragende Schützen aus dem Rückraum, die man nur im Kollektiv ausschalten kann. Hinzu kommt, dass man vom Rückzug der Bayernligamannschaft aus Heidingsfeld profitiert hat und so Ivan Skaramuca wieder zum TSV zurückgekehrt ist, der mit Dreh- und Angelpunkt des Angriffsspiels ist.

„Man kennt den Unterschied einfach zwischen dem TSV Rothenburg zu Beginn der Saison und jetzt, denn nun sind sie komplett“, weiß Turecek, dass man das Hinspiel nicht als Vergleich heranziehen darf. Denn hier erwischte man die Hausherren in einer ganz schlechten Phase, so dass man sie ihrerseits mit einer 27:16-Packung nach Hause schicken konnte. „Die wollen natürlich Revanche nehmen“, hat sich Turecek auf einen ganz heißen Tanz eingestellt.

Spielsystem bleibt gleich

In der knapp 14-tägigen Spielpause hat man auch den Trainingsbetrieb noch einmal intensiviert, um nun bestmöglich vorbereitet in die wichtigen Wochen gehen zu können. So wurde an der Kraft noch einmal gearbeitet, aber eines war mit das Wichtigste in den Trainingseinheiten. „Vor allem haben wir im Training unser Hauptaugenmerk darauf gelegt, wie unser Spiel ohne Tomas Soukup auszusehen hat. Das System an sich bleibt aber gleich.“

So hat der Trainer die Hoffnung, dass dies besser klappt als zuletzt und man ihn halbwegs ersetzen kann. In Kürze wird wohl auch Neuzugang Fütterer in den Spielbetrieb einsteigen können. Wie Turecek durchblicken hat lassen, dürfte er am 15. März bei der HSG Lauf/Heroldsberg das erste Mal spielberechtigt sein.

Fakten zum Spiel

  • Auswärtsfluch:

    Der ASV begann auswärts durchaus ansprechend. Doch in den letzten beiden Spielen ging man jeweils sang- und klanglos unter. Zum dritten Mal in Folge will man diesmal aber nicht mit leeren Händen vom Feld gehen.

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