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Cham

Cham freut sich auf das Derby

Der ASV erwartet am Samstag um 19.30 Uhr die SG Auerbach/Pegnitz zum Oberpfalzderby. Das Hinspiel ging an die Gäste.
von Thomas Mühlbauer

Der ASV Cham – hier gegen Münchberg – hat mit der SG Auerbach/Pegnitz noch eine Rechnung offen.  Foto: Simon Tschannerl
Der ASV Cham – hier gegen Münchberg – hat mit der SG Auerbach/Pegnitz noch eine Rechnung offen. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Es ist Derbyzeit am Samstag in der Stadt Cham. Denn nach dem Auftakt der Fußballer um 16 Uhr gegen den 1. FC Bad Kötzting machen die Handballer um 19.30 Uhr nahtlos weiter, wenn die SG Auerbach/Pegnitz in der Fraunhofer Turnhalle zu Gast ist. Und dabei werden die Gäste sicherlich auch etliche Schlachtenbummler dabei haben. Da wird es auch sicherlich wieder laut werden in der Halle. Die Verantwortlichen der Rot-Weißen erhoffen sich natürlich auch einen für das Derby angemessenen Zuspruch, denn lange wurde in Cham kein so erfolgreicher Handball mehr gespielt wie in dieser Zeit.

Cham will den nächsten Erfolg

Das Momentum spricht dabei weiter ganz klar für den Tabellenzweiten, der eine überragende Serie vorweisen kann. Denn aus den letzten elf Spielen holten Tahovsky, Wittmann & Co. neun Siege, ein Unentschieden bei nur einer Niederlage. Damit belegt man aktuell Rang zwei. Die letzten drei Saisonspiele konnten dabei sogar gewonnen werden. Allerdings zählt das für Turecek am Samstag alles nicht. Denn die Hausherren denken ungern an den 27. Oktober zurück, als man in einer der schlechtesten Phasen der Saison eine 25:28-Auswärtsniederlage einstecken musste. In den Tagen danach dürfte auch Keeper Marius Bistrian schlaflose Nächte gehabt haben, denn Thomas Wilke schenkte dem ASV-Goalie gleich zehn Treffer ein. Auch Alexander Tannenberger und Florian Kolg erwiesen sich damals mit jeweils fünf Treffern beim Hinspiel als sehr erfolgreich.
Filip Turecek sagt angesprochen auf den Gegner: „Das wird sicherlich wieder eine schwere Partie, dass Hinspiel hat es deutlich gezeigt, dass es schwer werden wird, Auerbach zu schlagen.“ Doch damit die beiden Punkte in Cham bleiben, hat sich der erfahrene Coach schon wieder eine Marschroute zurechtgelegt. So wird man von der ersten Minute an nach dem Motto agieren: Es gibt nur ein Gas, nämlich Vollgas.

„Wenn wir unseren Tempohandball wieder spielen, dann kann uns keiner schlagen.“ Das haben die letzten Spiele deutlich gezeigt, denn sobald es beim ASV blitzschnell nach vorne geht, fehlen den Gegnern die Mittel, die Rot-Weißen zu stoppen. „Am vergangenen Samstag haben wir das in der ersten Hälfte bei der HSG Fichtelgebirge optimal gemacht“, blickt Turecek zufrieden zurück. Einzig die zweite Hälfte hat dem Trainer dann nicht mehr gefallen, denn es hat sich deutlich gezeigt, sobald der ASV ein paar Prozentpunkte nachlässt und nicht mehr so konzentriert zu Werke geht, reicht es nicht für einen Sieg.

Auerbach ist im Abstiegskampf

Soweit soll es am Samstag aber nicht kommen: „Ich will dieses Spiel gewinnen“, lässt Turecek keine andere Meinung gelten. Gespielt wird dabei wieder mit der agilen 6:0-Deckung, die aggressiv auf die Rückraumschützen rausrückt. „Wir bleiben bei unserer Deckung, das klappt mittlerweile hervorragend, so macht es keinen Sinn, etwas anderes zu spielen.“ Und noch eins hat Turecek gefreut, denn nach der Roten Karte für Steif, über die sich trefflich streiten lässt, sind die Mannschaftskameraden eingesprungen und haben die Tore erzielt. „Das zeigt, dass jeder in unserem Kader Tore machen kann. So sind wir auch für den Gegner schwer ausrechenbar.“
Doch die Gäste werden sicherlich alles versuchen, dem ASV noch einmal eine Niederlage beifügen zu können, wobei man die Mannschaft von damals und heute wohl nur noch schwer miteinander vergleichen kann. Aktuell beträgt der Vorsprung der Gäste auf den Abstiegsrelegationsplatz nur zwei Punkte. Doch beim zweiten Blick auf die letzten Spiele darf sich der ASV davon nicht täuschen lassen, denn die SG Auerbach/Pegnitz hat fünf ihrer letzten sieben Saisonspiele allesamt gewonnen. Nur die letzten beiden Spiele, gegen den TV Erlangen Bruck II und die HSG Lauf/Heroldsberg gingen knapp verloren. Hinzu kommt, dass Derbys sowieso ihre eigenen Gesetze haben und im Vorfeld schwer vorherzusagen sind. Doch eins ist auch klar, kann der ASV, der komplett antreten kann, seine Leistung aus den letzten Wochen wieder abrufen, sollte einem Erfolg nichts im Wege stehen. Damit würde man den Vorsprung weiter verteidigen.

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