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Handball

Chamer Handballer gewinnen einen Punkt

Der ASV Cham erkämpft sich im Heimspiel gegen den TV Erlangen-Bruck II 18 Sekunden vor Schluss noch ein 31:31-Unentschieden.

Marius Reitmeier gelang kurz vor Schluss der Ausgleichs-Treffer für den ASV Cham gegen den TV Erlangen-Bruck II. Foto: Tschannerl
Marius Reitmeier gelang kurz vor Schluss der Ausgleichs-Treffer für den ASV Cham gegen den TV Erlangen-Bruck II. Foto: Tschannerl

Cham.Es war spannend und packend bis zur letzten Sekunde, denn mit einem 3:0-Lauf in den letzten drei Minuten konnte der ASV Cham eine schon sicher geglaubte Niederlage gegen den TV Erlangen-Bruck II noch abwenden und sich in heimischer Halle am Ende ein 31:31 (13:15)-Unentschieden erkämpfen. 18 Sekunden vor dem Ende sicherte Marius Reitmeier mit seinem fünften Tor an diesem Abend der Turecek-Truppe diesen nicht unverdienten Punkt.

Beide Mannschaften zeigten, wieso sie in der Tabelle so weit oben stehen. Üblicherweise schlägt der ASV Cham ein hohes Tempo an, doch am Samstag wurde er von der zweiten Mannschaft des TV Erlangen-Bruck übertroffen, was Chams Coach Filip Turecek neidlos anerkennen musste: „Das war schon herausragend, wie schnell der TV umgeschaltet hat, selbst nach eigenen Toren hatten wir kaum eine Chance, zu wechseln und wieder in unsere Formation zu kommen“, sagte er. Die Partie begann sehr ausgeglichen. In der Anfangsphase schaffte es kein Team, sich abzusetzen, wobei die Chamer meist einem Rückstand hinterherliefen. Die ASV-Defensive hatte so ihre Probleme mit den quirligen Erlangern. Oftmals stand ASV Keeper Marius Bistrian auf verlorenem Posten, denn die Gegenstöße über Baumeister wurden blitzschnell vorgetragen.

„Man hat deutlich gesehen, dass die zweite Mannschaft oft mit der Ersten trainiert. Die Spieler können über 60 Minuten ein extrem hohes Tempo anschlagen und machen kaum Fehler“, resümierte Turecek.

Knapper Pausenrückstand

Mitte der ersten Hälfte verloren die Chamer kurz den Faden und wurden bitter bestraft von den TVlern, die sich mit drei Toren in Folge zum 11:8 absetzten. Doch der ASV Cham berappelte sich wieder, Bistrian zeigte gute Paraden und Reitmeier glich in der 25. Minute zum 11:11 aus. In dieser Phase vor der Pause hatten die Hausherren durchaus die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Abspielfehler und Fehlwürfe waren die Ursache, dass der TV Erlangen-Bruck II zur Pause mit zwei Treffern führte (13:15). Zu Beginn des zweiten Abschnittes änderte sich wenig. Beide Mannschaften gingen weiter sehr hohes Tempo. Die Chamer schafften es an diesem Tage aber nicht, in der Defensive richtig zuzupacken. So kamen die Erlanger immer wieder über den Kreis zu freien Würfen. Allerdings war der ASV Cham im Angriff immer wieder erfolgreich, so dass man den Rückstand stets ausgleichen konnte.

Statistik

  • ASV Cham:

    Bistrian, Schindler – Graßl, Klima, Tahovsky (8), Eiselt, Mandaus (4), Reitmeier (5), Bornack (1), Wittmann (3), Sperlich, Soukup (7/4), Steif (2), Kagermeier (1).

  • TV Erlangen-Bruck II:

    Mayer (1-30), Ingram (31-60;) (1) – Will (4), Resimius (1), Faber (4), Wackersreuther, Baumeister (7), Frey (1), Marks (2), Paduch (3), Knerr (3), Großhauser (3/3), Wolf (2), Grote.
    4/4: 5/3

In der 45. Minute gingen Tahovsky und Co. erstmals seit langer Zeit mit 22:21 in Führung und konnten auch immer wieder einen Treffer vorlegen. Doch der Gegner zeigte sich davon nicht beeindruckt und kam stets zum Ausgleich – meist mit gut vorbereiteten Würfen über Außen, die kaum zu halten waren. Der Tabellenachte aus Franken zeigte, warum er die Tabelle von hinten aufrollt, denn innerhalb von vier Minuten hatte er sich wieder auf 27:24 abgesetzt. Turecek setzte alles auf eine Karte, Bistrian wurde in der Schlussphase zum Läufer, der ASV agierte mit dem siebten Feldspieler.

7:6 bringt den Erfolg

Zwar ging der erste Angriff daneben, der Gegner traf ins leere Tor, doch dann zeigte die Maßnahme Wirkung und der freie Tahovsky erzielte mit seinen wuchtigen Würfen Tor um Tor. In der Defensive packten die Chamer nun konsequent zu und Bistrian gelangen gute Paraden, sodass aus einem 28:31- Rückstand (57.) durch den Treffer von Reitmeier noch ein 31:31 wurde. Filip Turecek war am Ende froh: „Mit diesem einen Punkt bin ich sehr zufrieden. Das Spiel ohne Torwart hat sehr gut funktioniert und uns am Ende diesen einen Punkt eingebracht. Es ist für uns ein ganz klar gewonnener Punkt.“ (rtn)

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