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Handball

Chamer Sieg im Landesliga-Spitzenspiel

Der ASV Cham untermauert mit einem 28:25-Erfolg beim ärgsten Verfolger HSG Fichtelgebirge eindrucksvoll die Tabellenführung.
Von Thomas Mühlbauer

Selmer und Co. haben im ersten Spiel nach der Pause bei Verfolger HSG Fichtelgebirge einen perfekten Start erwischt. Foto: Simon Tschannerl
Selmer und Co. haben im ersten Spiel nach der Pause bei Verfolger HSG Fichtelgebirge einen perfekten Start erwischt. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Gleich das erste Spiel des neuen Jahres war ein richtiger Härtetest für die Chamer Handballer, denn die Turecek-Truppe war zu Gast beim Tabellenzweiten HSG Fichtelgebirge. Am Ende setzten sich die Bayerwäldler mit 28:25 (13:10) durch und konnte einen direkten Verfolger auf Distanz halten.

Dabei waren die Voraussetzungen gar nicht so gut, denn der ASV musste auf Petr Tahovsky und Matyas Mandaus verzichten – immerhin zwei ausgewiesene Rückraumschützen. Doch schon der Start in die Partie gelang den Chamern perfekt – Orlovsky und Kagermeier brachten den ASV mit 2:0 in Front. Wie von Chams Coach Turecek vorhergesagt, entwickelte sich schon in den Anfangsminuten ein Spiel auf ganz hohem Niveau, das mit höchstem Tempo ausgetragen wurde. Zunächst lag der ASV Cham bis zum 4:3 von Soukup stets in Front, doch dann hatte die HSG die Nase vorne. Birner (5:4) und Mocker (7:6) brachten die Hausherren zweimal in Führung. Anschließend hatten die Hausherren zweimal per Siebenmeter die Möglichkeit zum Tor.

Zwei Siebenmeter gehalten

Zwei Mal trat Mocker an, und jedes Mal blieben die ASV-Keeper Sieger. Beim dritten Siebenmeter (20.) in Folge für die HSG nahm Petricevic die Sache in die Hand, und diesmal war der Ball dann drin zum 8:7. Dies sollte im Spitzenspiel zwischen den beiden besten Teams Landesliga die letzte Führung für den Tabellenzweiten sein.

Nun wendete der ASV Cham das Blatt wieder und ging mit drei Treffern in Folge mit 10:8 in Front. Nach einer Zeitstrafe für Christoph Selmer stellten Danielka und Bralic auf 10:10 (26.). Allerdings ließ sich der ASV Cham nicht aus der Ruhe bringen. Abermals mit drei Toren in Folge von Kagermeier, Soukup und Steif ging es mit einer 13:10-Führung in die Pause.

Die nächste Aufgabe

  • Heimspiel:

    Am Wochenende spielt der ASV Cham in eigener Halle um 19.30 Uhr gegen den TV Erlangen-Bruck II. Hier gilt es, die weiße Heimweste weiter zu verteidigen und den Vorsprung auf Rang zwei zu halten.

  • Ausgangslage:

    Mit dem Sieg bei der HSG Fichtelgebirge hat der ASV nun drei Punkte Vorsprung auf Rang zwei. Mit dem TV Münchberg (25:25 in Mainburg) ließ der nächste Konkurrent des ASV am Samstag einen weiteren Punkt liegen.

Diesen Vorsprung baute mit dem ersten Angriff im zweiten Abschnitt Kagermeier auf eine Vier-Tore-Führung aus. In den Folgeminuten kam die HSG Fichtelgebirge nicht richtig heran – auch, weil Orlovsky alle seine drei Siebenmeter an diesem Abend sicher verwandelte. So konnte der ASV in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs den Vorsprung bei zwei bis drei Toren halten. Im Angriff gab es nur selten Fehlwürfe.

Erst in der 44. Minute schafften es die Hausherren mit drei Treffern von Danielka (2) und Petricevic binnen 80 Sekunden zum 21:21 auszugleichen. Nun war auch die Halle vollends zurück, und das sowieso schon schwere Auswärtsspiel der Chamer wurde gleich noch einmal um Stück schwieriger. Doch nun kam genau jene Chamer Tugend zu tragen, die Trainer Filip Turecek extrem wichtig ist. Der ASV Cham blieb ruhig im Wissen, Spieler zu haben, die eine solche Partie wieder in die Chamer Richtung lenken können. Und wer hätte es sonst sein sollen, als Samuel Orlovsky, der den Lauf der HSG unterband und zum 22:21 für den ASV einnetzte.

Schlussphase nervenaufreibend

Die HSG Fichtelgebirge konnte aber erneut ausgleichen, doch im nächsten Angriff übernahm der nächste Routinier im Team, Fabian Graßl, Verantwortung und traf zur erneuten ASV-Führung (23:22). Doch bis zur 53. Minute konnten die Hausherren die Chamer Führung stets wieder egalisieren. Erst Steif und Klima (2) mit drei Toren in Folge schafften es, zwischen der 54. und 57. Minute den Spitzenreiter mit drei Toren in Führung zu bringen. Diesen Vorsprung ließen sich die Chamer nicht mehr nehmen. Den letzten Treffer in diesem sehenswerten Spitzenspiel erzielte 81 Sekunden vor dem Ende Manuel Wagener zum 28:25- Endstand. Damit beträgt der Vorsprung der Chamer auf die HSG Fichtelgebirge nun drei Punkte.

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