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Trailrunning

Christian Mayer hat den TAR geschafft

Der Chamerauer hat sich einen sportlichen Traum erfüllt. Am Ende des Transalpine Runs schmerzten die Beine aber schon arg.

Für Christian Mayer (r.) ist ein sportlicher Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Er hat mit seinem Partner den Transalpine Run gefinisht.  Foto: Mayer
Für Christian Mayer (r.) ist ein sportlicher Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Er hat mit seinem Partner den Transalpine Run gefinisht. Foto: Mayer

Cham.Christian Mayer und sein TAR-Partner Eric Leidenfrost sind am Ziel. Die achte Etappe des Transalpine-Runs ist am Samstag zu Ende gegangen. „Wir können es noch nicht in Worte fassen, aber wir haben es tatsächlich geschafft. Eric und ich sind am Ziel“, schriebt Mayer in seinem Tour-Tagebuch:

Bereits während der 7. Etappe zwischen Scuol und Prad am Stilfserjoch konnten wir erleben, wie weit die Schneefallgrenze bereits in Richtung Tal gerückt ist. Dass damit die für die 8. Etappe geplante Überschreitung der Taberattascharte (2886 m) und damit des höchsten Punktes der gesamten Woche nicht realisiert werden könnte, haben wir geahnt. Streckenkoordinator Martin Hafenmair gab am Freitagabend eine Alternativstrecke bekannt. Der Aufstieg zur Taberattascharte wäre wohl noch möglich gewesen, allerdings hätten sich seiner Ansicht nach, selbst die sichersten unter uns Läufern bei einer Neuschneeauflage von bis zu 40 cm beim Abstieg die Zähne ausgebissen. Die Alternativstrecke war fünf Kilometer kürzer, aber auf einer Länge von knapp 26 Kilometern mit insgesamt 2200 HM im Aufstieg und 1264 HM im Abstieg ähnlich anspruchsvoll. Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Mit gemischten Gefühlen bereiten Eric und ich uns vor. Der anfängliche Regen ließ nach und hörte kurz vor Rennbeginn komplett auf. Ein Blick in die Runde zeigt sehr deutlich, dass es nun wirklich an der Zeit ist, unter dem ganzen einen Schlussstrich zu setzen. Der Transalpine Run ist wirklich einmalig, aber die psychischen und physischen Anstrengungen hinterlassen deutliche Spuren. Auch Eric und ich sind nun ganz einfach nur froh, die letzte Etappe zu bestreiten.

Ein paar Minuten später erklingt das liebgewonnene „Highway to Hell“ und schon setzten wir uns in Bewegung. Die anfängliche Starthektik ist verschwunden und mit einer angenehmen Geschwindigkeit traben wir durch die Innenstadt von Prad. Diese Geschwindigkeit bleibt auch erhalten, als es endlich bergauf geht. Über asphaltierte Serpentinen zieht sich der erste Anstieg den Berg hoch und der Blick zurück zeigt das e bereits entzerrte Läuferfeld, das sich mehr oder weniger schnell wie ein Lindwurm den Berg hinauf schlängelt. Die ersten zwölf Kilometer geht es stetig nur bergauf und hier zeigt sich bereits sehr deutlich, wer am achten Tag noch genügend Luft für diesen langgezogenen Aufstieg hat. Da uns der Aufstieg keinerlei Probleme bereitet, halten wir Tuchfühlung zur Spitze. Beim Downhill ist es allerdings sehr schnell vorbei mit der Herrlichkeit. Eric hat bereits in den vergangenen Tage Probleme mit einer alten Verletzung bekommen und auch bei mir hat sich mittlerweile eine Sehne schmerzhaft entzündet. Die letzten Meter bis in das Ziel genießen Eric und ich in vollen Zügen. Wir gehen ruhig über die letzte Zeitmessmatte und lassen uns feiern.

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