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Das Siegertreppchen vor Augen

Rainer Steinberger aus Pösing nimmt beim Race Across Italy 775 Kilometer mit 10 000 Höhenmetern in Angriff.
von Thomas Mühlbauer

Wenn es die Zeit erlaubt, will Steinberger auch einen Blick in die Natur werfen. Foto: Steinberger
Wenn es die Zeit erlaubt, will Steinberger auch einen Blick in die Natur werfen. Foto: Steinberger

Pösing.Rainer Steinberger will es in der Saison 2019 wieder einmal wissen. So hat der erfolgreiche Ultracycler in der Saisonpause wieder zahlreiche Pläne für die Rennen im Jahr 2019 geschmiedet und will mehrere Wettkämpfe, verteilt über das Jahr, in Angriff nehmen.

Bereits Ende April steht der erste Wettkampf bevor, wenn Steinberger mit seinem Team am 26. April beim Race Across Italy an den Start geht. Mit vielen weiteren Teilnehmern, 46 Einzelfahrern an der Zahl, geht es auf einen Rundkurs über 775 Kilometer mit 10 000 Höhenmetern zunächst von Silvi in süd-westliche Richtung bis zur anderen Seite des Landes nach Minturno, von wo aus es schließlich wieder zum Ausgangsort zurückgeht. Die Strecke wird dabei in diesem Jahr zum ersten Mal gefahren und ist gespickt mit zahlreichen Bergen.

Die Vorbereitung für Steinberger verlief nicht ganz optimal, da es einfach bei uns zu lange zu kalt war, um hart Rad zu fahren. „Es war zwar lange trocken, doch das Schlimme ist die kalte Luft“, kennt der 43-jährige Pösinger die Tücken des Winters. So hieß es, viel Indoor-Training absolvieren. Seit gut drei Wochen sitzt Steinberger nun wieder draußen auf dem Rad. Die Zielsetzung für das Rennen in Italien formuliert er daher sehr zurückhaltend: „Ich gehe mit gemischten Gefühlen an den Start, denn auch der Vorjahressieger ist wieder mit dabei.“

Sprintdistanz für Ultracycler

Den Start- und Zielort möchte Steinberger dabei gerne wieder nach circa 25 bis 27 Stunden erreichen. So bezeichnet der Ultracycler das Rennen als Sprintdistanz. Doch vor dem Start gibt es viele Unwägbarkeiten, unter anderem, wie windanfällig ist die Strecke? Zu hoffen bleibt auch, dass man ohne größere Navigationspannen den Rundkurs bewältigen kann.

Und wie Steinberger das Rennen angehen möchte, hat er auch schon im Hinterkopf: „Was ich hab, habe ich. Ich werde so sicherlich nicht bummeln, allerdings aber auch nicht vom Start weg auf Anschlag fahren.“ Denn ein paar Körner zum Schluss können dabei sicherlich auch nicht schaden. Die Distanz soll dabei ohne Schlafpause zurückgelegt werden. „Das hat eigentlich bislang immer funktioniert“, hofft Steinberger darauf, dass es auch diesmal klappt.

Die Strecke, auf der rund 10 000 Höhenmeter zurückzulegen sind, beinhaltet zahlreiche Berge des Giro de Italia. Doch welche Hämmer das sind, darüber macht sich Steinberger noch keinen Kopf: „Ich lass das alles auf mich zukommen.“ Doch das Rennen könnte dem Pösinger liegen, denn im Jahr 2017 ging er als Sieger hervor. Wenn der Körper ruhig läuft, dann will sich Steinberger auch mal einen Blick für die Landschaft aufheben und diesen für einen kurzen Moment genießen.

Der Start in den Wettkampf erfolgt am 26. April um die Mittagszeit, was für den erfahrenen Ultracycler durchaus Vorteile hat: „Ich mag es gerne, um die Mittagszeit zu starten, da kann man ausgiebig ausschlafen, gut frühstücken, zudem ist es hier auch schon schön warm. Hinzu kommt, dass man dann am anderen Tag um die Mittagszeit wieder im Ziel ist, so verpasst man wenig.“

Pösinger ist positiv gestimmt

Begleiten werden Steinberger nach Italien als Betreuer Georg Braun, Timo Roider und Christian Wühr. Am Ende soll es dann ein Platz unter den ersten drei werden, denn positiv stimmt den Pösinger die Tatsache, dass ihm die ersten Rennen des Jahres immer gut gelungen sind.

Und nach dem Rennen ist für Steinberger dann schon wieder vor dem Rennen, denn Ende Mai möchte er erstmals am Race Across Germany teilnehmen, das die Teilnehmer auf 780 Kilometern und 7800 Höhenmetern von Aachen nach Görlitz führen wird. Auch hier rechnet sich Steinberger einiges aus. Im August wäre dann noch der erneute Start beim Race Around Austria geplant, mit dem Steinberger noch eine Rechnung offen hat. Doch bis der Start hier zustande kommt, ist noch viel zu tun, denn aktuell fehlen dem Pösinger noch drei Betreuer. Interessierte, die gerne mal ein Rennen über mehrere Tage live miterleben möchten, sollen sich bei Steinberger melden.

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