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Erfolg

Dem FC Rötz gelingt der große Coup

Die FC-Judokas sichern sich mit 15:5-Sieg über den ASV Fürth die Landesliga-Meisterschaft und steigen in die Bayernliga auf.
Von Magnus Rötzer

Da ist das Ding – die Rötzer Judokas mit dem Meisterpokal Foto: Magnus Rötzer
Da ist das Ding – die Rötzer Judokas mit dem Meisterpokal Foto: Magnus Rötzer

Rötz.Rötz Geschafft! – die Judokas des 1. FC Rötz krönen sich durch einen überzeugenden 15:5-Sieg über den ASV Fürth beim Finalshowdown in Abensberg zum Landesligameister und treten in der kommenden Saison wieder in der Bayernliga an.

Dabei lief von Beginn an alles nach Plan. Den Auftakt machte Maik Niklas, der Kevin Salmonat nach weniger als einer Minute Kampfzeit mit der Höchstwertung Ippon von der Matte schickte. Nicht wesentlich länger zum Sieg benötigte Sven Hörmann. Auch er gewann seinen Kampf vorzeitig mit Ippon. Es folgten zwei weitere Siege durch Lukas Lorenz und Kenneth Haas zum zwischenzeitlichen 4:0 für Rötz. Einen spannenden Kampf über vier Minuten lieferten sich anschließend Simon Lazar und Jannik Morkus, in dem der Rötzer Judoka die Oberhand behielt und den nächsten wichtigen Punkt für den FC einfuhr.

Die erste Niederlage aus Rötzer Sicht musste danach Ryan da Silva Bruno einstecken. Der Youngster begann furios, wurde dann allerdings von seinem Gegenüber Benedikt Morkus ausgekontert und gab somit den ersten Punkt an die Fürther ab.

Andreas Ettl drehte Rückstand

Anschließend bekamen die Zuschauer in der Josef-Stanglmeier-Halle in Abensberg einen hochklassigen Fight zu sehen. Andreas Ettl lief in seiner Begegnung gegen Michael Grasser lange Zeit einem Wazzari-Rückstand hinterher, warf seinen Gegner dann jedoch bilderbuchartig zu Boden und gewann dadurch mit Ippon. Im zweiten Kampf bis 81 Kilogramm musste Andi Braun aufgrund einer Unachtsamkeit eine Niederlage zum 6:2-Zwischenstand für Rötz einstecken. In der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm gewann Tim Himmelspach seinen Kampf gewohnt souverän mit zwei Wazzari-Wertungen. Johannes Mederer tat es seinem Teamkameraden gleich und bezwang Maximilian Poll nach gerade einmal 33 Sekunden mit der Höchstwertung. Somit stand es zur Pause 8:2 für den 1. FC Rötz.

Jeder in der Halle wusste, es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die Rötzer diesen Vorsprung im zweiten Durchgang nicht vergolden würden. FC-Trainer Klaus Pregler fand in der Halbzeitansprache die richtigen Worte und warnte seine Judokas davor, dass die einzelnen Kämpfe knapper waren als die Ergebnisanzeige es widerspiegelte.

Die Rötzer Athleten setzten in der zweiten Hälfte genau das um, was ihr Trainer von ihnen erwartete. Maik Niklas gewann mit zwei Wazzari-Wertungen gegen Michael Scholz. Auch Sven Hörmann ließ nichts anbrennen und baute die Rötzer Führung weiter aus. Somit könnte der Meistertitel bereits im 13. Kampf gesichert werden.

Der starke Lukas Lorenz, der in der gesamten Saison nur zwei Niederlagen kassierte, ließ sich nicht zweimal bitten. Er nutzte eine Unachtsamkeit seines Gegners aus und hielt den Fürther 20 Sekunden zum elften Sieg des Tages und der damit verbundenen Meisterschaft fest.

Lukas Lorenz (weiß) avancierte zum Matchwinne. rFoto: Magnus Rötzer
Lukas Lorenz (weiß) avancierte zum Matchwinne. rFoto: Magnus Rötzer

Die restlichen sieben Judokas konnten nun noch befreiter kämpfen. Kenneth Haas unterstrich seine tollen Saisonleistungen und gewann seinen Kampf durch eine Hebeltechnik. Bereits im ersten Durchgang zwang er seinen Kontrahenten im Boden zur Aufgabe. Simon Lazar und Tobias Seifert boten ebenfalls eine ordentliche Vorstellung, mussten sich allerdings den beiden Morkus-Brüdern geschlagen geben.

Auch Andreas Ettl musste noch einen Punkt an die Mittelfranken abgeben. Er verlor seinen Kampf gegen Dominic Schmidt vorzeitig mit zwei Wazzari-Wertungen. Andreas Braun, der in Hälfte eins noch unterlegen war, wollte unbedingt einen Sieg für seinen FC einfahren. Der Rötzer ging konzentriert zu Werke und nutzte eine Unachtsamkeit von Dominic Neumayer zum Haltegriff aus und entschied somit den Kampf für sich.

Tim Himmelspach machte in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm nicht mehr als nötig. Drei Bestrafungen seines Gegenübers folgten zu dessen Disqualifikation und zum Sieg für Himmelspach.

Johannes Mederer wollte scheinbar schnell zu den Feierlichkeiten übergehen. Er machte mit Tobias Kirchgaßner kurzen Prozess und holte eine schnelle Ippon-Wertung nach gerade einmal 14 Sekunden zum 15:5-Endstand für Rötz.

Nächstes Jahr in der Bayernliga

Sichtlich erleichtert zeigte sich Erfolgscoach Pregler nach dem Sieg seiner Truppe. „Vor der Saison war der Aufstieg für uns noch überhaupt kein Thema. Wir wollten eine gute Saison abliefern, das haben wir auch geschafft. Dass es der erste Platz wurde, ist umso besser, das haben sich die Jungs verdient“, sagte Pregler nach der überzeugenden Vorstellung seiner Judokas. Der FC wird darüber hinaus das Aufstiegsrecht wahrnehmen und im nächsten Jahr in der Bayernliga, der dritthöchsten deutschen Klasse, antreten.

„Wir wollen und werden diesen Weg gehen. Diese Euphorie, die aktuell im Verein herrscht, nehmen wir in die Bayernliga mit, wir wissen aber auch, dass wir noch härter trainieren müssen“, so Pregler in Hinblick auf die kommende Saison. Jetzt darf allerdings erst einmal gefeiert werden, denn Landesligameister wird man schließlich nicht jeden Tag.

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