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Bayernliga

Der ASV Cham ist auf einem guten Weg

Der Aufsteiger hat sich in der neuen Spielklasse gut akklimatisiert. Die Lengsfeld-Elf belegt derzeit Tabellenplatz neun.

Der ASV ist in der Bayernliga angekommen. Mit 27 Punkten sind die Chamer voll im Soll.  Foto: Simon Tschannerl
Der ASV ist in der Bayernliga angekommen. Mit 27 Punkten sind die Chamer voll im Soll. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Stolz auf das Erreichte im Jahr 2019 darf man im Lager des ASV Cham zum Jahreswechsel sein. Nach der Landesliga-Vizemeisterschaft standen im Mai die beiden Relegationsspiele zum Bayernliga-Aufstieg gegen den ASV Vach auf dem Programm. Nach 55 Jahren hatten die Rot-Weißen wieder einmal die Möglichkeit, sich ihren Traum von der Rückkehr in die fünfthöchste deutsche Fußball-Liga zu verwirklichen. Mit Bravour meisterten die Schützlinge von Trainer Andreas Lengsfeld schließlich diese beiden Aufgaben. 8:1 hieß es im Hinspiel. Und auch im Rückspiel verließ man nach einem 3:2-Erfolg das Vacher Waldstadion. Die Feiern sollten schließlich lange andauern.

Nach drei Wochen Pause startete dann für den Aufstiegskader und die beiden externen Neuzugänge Stefan Meyer und Mario Kufner die Vorbereitung für die Mission Bayernliga. Und nach nun 20 absolvierten Spielen haben es die Kicker um Trainer Andreas Lengsfeld und Co-Trainer Christian Ranzinger samt dem gesamten Mitarbeiterstab bis zur Winterpause geschafft, sich auch in der neuen Liga zu akklimatisieren.

27 Punkte konnten bisher eingefahren werden. Das in der Vorrunde wegen zweimaliger Spielabsage immer noch nicht ausgetragene Spiel gegen Tabellenschlusslicht Viktoria Kahl steht noch aus und soll nun Ende März ausgetragen werden. Geht es nach dem Willen der Chamer, sollen dann auch hier drei weitere wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren werden.

Auftakt gegen Eltersdorf

Trainer Andreas Lengsfeld und seinen Chamer gelang gegen die DJK Don Bosco Bamberg endlich wieder ein Sieg.  Foto: Simon Tschannerl
Trainer Andreas Lengsfeld und seinen Chamer gelang gegen die DJK Don Bosco Bamberg endlich wieder ein Sieg. Foto: Simon Tschannerl

Am 13. Juli stand die Bayernliga-Premiere für die Rot-Weißen an. Vor eigenem Anhang kam es zum Duell mit dem SC Eltersdorf, einem Gegner, der trotz Umbruchs viel Erfahrung aus der Nord-Staffel mitbrachte und wohl auch heuer wieder um den Titel ein gewichtiges Wort mitreden dürfte. Nach einem rassigen Spiel sollte schließlich einfach die clevere und routiniertere Mannschaft als Sieger den Platz verlassen – und das waren eben die „Quecken“. Das erste Lehrgeld musste somit bereits am ersten Spieltag bezahlt werden.

Dann stand auch schon die erste Englische Woche an. Dabei kam im Stadtderby gegen die DJK Vilzing auch gleich zum Duell zwischen David und Goliath. 3000 Zuschauer strömten an diesem Mittwochabend an den Huthgarten und sahen am Ende einen völlig verdienten 3:2-Sieger, der ASV Cham heißen sollte. Nach dem spielfreien Wochenende ging es für die rot-weiße Delegation ins unterfränkische Großbardorf. Was Effektivität vor dem Tor beutetet, wurde den Chamern deutlich gemacht. Mit einer 1:4-Niederlage und keinen Punkten im Gepäck ging es schließlich wieder zurück in die Oberpfalz.

Die Chamer in der Bayernliga

    Den ersten Bayernliga-Heimdreier unter Dach und Fach bringen konnten die Chamer dann am fünften Spieltag gegen Vorjahresaufsteiger TSV Abtswind. 1:0 hieß dank Friedrich Lieders goldenen Treffers. Dieser weitere Erfolg hatten Zollner und Kollegen anscheinend sehr beflügelt, denn zwei weitere folgten. Zunächst gastierten die Rot-Weißen in Sand am Main, wo mit dem 3:1-Sieg der zweite Auswärtserfolg unter Dach und Fach gebracht wurde.

    Zwischendurch stand auch noch der Pokalauftritt in der ersten BFV-Hauptrunde beim Landesligisten 1. SC Feucht auf dem Programm. Da sollte heuer aber bereits in der ersten Runde Endstation sein. Beim 1:5 behielten die Mittelfranken klar die Oberhand. Nur vier Tage später stand schon wieder der Ligaaltag an und die SpVgg Ansbach gab ihre Visitenkarte im Kappenberger Sportzentrum ab. Da bekamen die Chamer Fans eine torreiche Begegnung zu sehen. Trotz Unterzahl gelang den Hausherren gegen die Mittelfranken ein 5:3-Erfolg, was den dritten Liga-Dreier in Folge einbrachte.

    Sieben Spiele ohne Sieg

    Anschließend erfolgte beim Aufsteiger ein Einschnitt, der sich von Mitte August bis Mitte Oktober durchzog. Siebenmal in Folge blieb der ASV Cham dabei ohne „Dreier“ Zwar sollten hier auch fünf Unentschieden verbucht werden, doch richtig weiter brachten diesen den ASV nicht. Das große Manko war die mangelnde Chancenverwertung, denn nur zwei Treffer sollten den Chamern in all diesen Partien gelingen.

    Erst am 16. Spieltag, als man die DJK Don Bosco Bamberg zu Gast hatte, klaptte es wieder mit einem Erfolgserlebnis. Lieder, Engl und Hvezda schossen den Neuling zum 3:1-Erfolg. Eine Woche später folgte aber dann beim 0:1 in Hof gleich wieder die Ernüchterung. Dass man aber in dieser Saison auch immer wieder für Überraschungen gut ist, zeigte die Partie zum Rückrundenauftakt in Eltersdorf, als beim 2:1-Sieg ein Überraschungscoup gelang. In den beiden folgenden Heimspielen gegen Vilzing (0:1) und gegen Großbardorf, gegen den man mit 2:6 unter die Räder kam, war ebenfalls nichts Zählbares drin. Erst in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause konnten erneut gegen Abtswind (3:2) und daheim gegen Sand am Main (1:1) nochmals vier Zähler geholt werden.

    Am 3. Februar bittet ASV-Trainer Andreas Lengsfeld seine Mannschaft zur Vorbereitung auf die am 14. März bei der SpVgg Ansbach beginnende Frühjahrsrunde. (ckm)

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