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Handball

Der ASV erlebt ein Auswärts-Debakel

Die Chamer kamen unter die Räder. Der TSV Mainburg siegte 37:20. Konkurrent TSV Roßtal steht nun punktgleich an der Spitze.
Von Thomas Mühlbauer

Im Hinspiel hatten Klima, Tahovsky und Co. kein Problem beim 31:20 gegen den TSV. Im Rückspiel drehten die Mainburger den Spieß um. Foto: Tschannerl
Im Hinspiel hatten Klima, Tahovsky und Co. kein Problem beim 31:20 gegen den TSV. Im Rückspiel drehten die Mainburger den Spieß um. Foto: Tschannerl

Cham.Cham Um die Früchte der sehr guten Vorrunde bringen sich im Moment die Handballer des ASV Cham. Denn im zweiten Auswärtsspiel in Folge kamen sie abermals deutlich unter die Räder. Diesmal leisteten die Chamer für den TSV Mainburg e Aufbauhilfe. Denn die Hausherren, die zuvor sieben Spiele in Serie ohne Sieg geblieben waren, fegten eine desolate ASV-Mannschaft mit 37:20 (19:11) vom Feld.

Chams Abteilungsleiter Norbert Meier fand auch am Tag danach noch keine Worte zu dem, was seine Truppe geboten hatte. „Wie soll man so etwas erklären, eine solche Leistung macht einen einfach nur noch sprachlos“, war er immer noch bedient. Mit der erneuten Auswärtsklatsche ist auch der Chamer Vorsprung an der Tabellenspitze dahin, nun steht man punktgleich mit dem TSV Roßtal, der am kommenden Samstag nach Cham kommt, an der Spitze. Auf Platz drei liegt die HSG Fichtelgebirge mit nur zwei Punkten Rückstand. Die Chamer begannen nicht einmal so schlecht, so verlief die Anfangsphase sehr ausgeglichen, in der elften Minute, stand es 4:4.

Der ASV Cham verliert den Faden

Anschließend schlug das Pendel aber in die Richtung der Mainburger ab, die sich auf 7:4 absetzten. Als erschreckend bezeichnete es Meier, was er dann zu sehen bekam: „Das war ein regelrechter Dammbruch, ich kann mir das einfach nicht erklären. Ich bin ratlos, wie so etwas einer erfahrenen Mannschaft passieren kann.“

Beim Stand von 10:6 für die Mainburger nahm Chams Coach Filip Turecek die Auszeit, doch die Hoffnung, dass es anschließend besser laufe, blieb erfüllte sich nicht. Nachdem die Chamer das Tor weiterhin nicht trafen und auch immer wieder am Mittelblock hängenblieben, nutzten dies die Mainburger, um auf 17:11 (27.) zu erhöhen. Was an diesem Tag schon die Vorentscheidung bedeutete. „Wir hatten über die gesamte Spielzeit einfach viel zu wenig Bewegung im Spiel und wir haben auch überhaupt nicht in die Breite gespielt, um den großen Mittelblock mal auseinanderzuziehen“, versuchte sich der Chamer Abteilungsleiter in Ursachenforschung. Mit einem 11:19-Rückstand ging es in die Pause.

Statistik

  • TSV Mainburg:

    H. Möser – F. Möser, Jökel (6), Schmargendorf, Würfl (1), Covic (4), Von Horst, May (3), Heim, Köpp (3), Klaus (1), Kallmünzer (3), Berndl (2), Abeltshauser (14/5)

  • ASV Cham:

    Bistrian, Schindler – Selmer, Graßl (1/1), Klima (3), Tahovsky (7), Maier (2), Eiselt, Mandaus (4), Orlovsky (2), Wittmann, Steif, Kagermeier (1)

  • Siebenmeter:

    5/5 – 2/1

  • Zeitstrafen:

    12:10 Minuten

Wer im ASV-Lager dachte, schlimmer könne es für den Landesligaspitzenreiter nicht mehr kommen, sah sich getäuscht. Was Tahovsky, Steif & Co. im zweiten Durchgang boten, war keinen Deut besser als die Leistung vor der Pause – im Gegenteil. Denn der mit großen Ambitionen ins Jahr gestartete ASV Cham musste bis zur 44. Minute warten, ehe Tahovsky zum zwischenzeitlichen 29:12 verkürzen konnte. Nimmt man die torlosen Minuten der ersten Hälfte noch mit dazu, blieben die Kreisstädter 19 Minuten ohne eigenen Treffer.

Kritik an den Torhütern

Abteilungsleiter Norbert Meier wusste auch Tags darauf keine wirkliche Antwort auf das Debakel. „Man muss klar sagen, wir konnten unser schnelles Spiel auch deswegen nicht aufziehen, weil unsere Torhüter überhaupt nichts gehalten haben.“ So war nach Aussage von Meier fast jeder Mainburger Wurf ein Treffer. Die Gastgeber blieben hochkonzentriert und ließen trotz komfortabler Führung nicht nach. Allein Dominik Abeltshauser brachte es auf 14 Treffer. „Auch wenn Tomas Soukup gefehlt hat, ist das keine Entschuldigung. Wir haben teilweise das leere Tor nicht getroffen“, sagte Meier.

Am Samstag kommt es in der Fraunhofer Halle zum Spitzenspiel gegen den TSV Roßtal. In der Verfassung vom Samstag dürften die Chamer allerdings chancenlos sein. „Ich hoffe, jeder kapiert, worum es in diesem Spiel geht“, macht der ASV-Abteilungsleiter Druck auf Orlovsky und Kollegen.

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