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Der Aufstieg ist zum Greifen nah

Es geht Richtung Bayernliga – Rötzer Judokas sind nach 15:5 in Neutraubling Tabellenführer. Es folgt Showdown gegen Fürth.

Andreas Ettl (rechts) vom FC Rötz dominierte seinen Neutraublinger Gegner. Foto: Magnus Rötzer
Andreas Ettl (rechts) vom FC Rötz dominierte seinen Neutraublinger Gegner. Foto: Magnus Rötzer

Rötz.Die Judokas des 1. FC Rötz haben am Samstag einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Judo-Bayernliga gemacht. Die Pregler-Truppe besiegte Tabellenführer TSV Neutraubling mit 15:5 und sicherte sich nun selbst Platz eins.

Dabei sah es zu Beginn der Spitzenbegegnung gar nicht so gut für die Rötzer aus. Jose Ryan da Silva Bruno und Tobias Seifert mussten sich geschlagen geben und gaben die ersten beiden Punkte an Neutraubling ab. Kai Brandes im Schwergewicht entschied seinen Kampf gegen Markus Wengert nach wenigen Sekunden mit zwei Wazzari-Wertungen für sich. Der zweite Rötzer Schwergewichtskämpfer Jens Heinrich musste gegen den starken Peter Beck ran, der ihn mit einem Rückenwurf Ura-Nage zu Boden brachte und für die zwischenzeitliche 3:1-Führung für Neutraubling sorgte.

In der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm machte Tim Himmelspach mit Christian Schätz kurzen Prozess. Er siegte nach 20 Sekunden durch einen Ippon-Wurf. Johannes Mederer holte im längsten Kampf des Tages, der erst im Golden Score entschieden wurde, den nächsten Punkt für den FC Rötz. Nicht weniger spannend war der Kampf zwischen Tobias Jelinek und David Dussault. Der Rötzer zeigte eine beherzte Leistung, geriet nach knapp zwei Minuten allerdings mit Wazzari in Rückstand. Jelinek probierte noch einmal alles, wurde aber dann ausgekontert.

Starker Rötzer Schlussspurt

Es folgte ein beeindruckender Rötzer Schlussspurt im ersten Durchgang. Andreas Ettl holte nach knapp drei Minuten Kampfzeit per Ippon-Wurf den nächsten Punkt für den FC Rötz. Auch Lukas Lorenz wusste gegen Fabian Grossmann zu überzeugen und sicherte sich den Sieg mit einer Wazzari- und Ippon-Wertung. Den Schlusspunkt setzte Kenneth Haas, der seinen Gegner durch einen Armhebel Juji-Gatame zur Aufgabe zwang und zum 6:4-Halbzeitstand für Rötz sorgte.

„Wir wussten, dass es schwierig werden würde, da uns mit den Neuberger-Brüdern und Nikolas Menzl zwei wichtige Stützen im Team fehlten. Wir sind bisher immer in der ersten Runde in Führung gegangen. Als ich den Rückstand zur Pause gesehen habe, wusste ich, dass es für uns heute nichts mehr zu holen gibt und habe im zweiten Durchgang personell umgestellt“, sagte Neutraublings Trainer Florian Birner nach der Begegnung. Sein Eindruck sollte sich auch bestätigen. Zwar gewann Birner selbst den ersten Kampf des zweiten Durchgangs gegen Simon Lazar, doch die restlichen neun Kämpfe gingen an den FC Rötz.

Jose Ryan da Silva Bruno siegte gegen Fritz Föhlisch nach Rückstand durch zwei Aushebetechniken. Jens Heinrich in der Gewichtsklasse über 90 Kilogramm entschied seinen Kampf mit der Höchstwertung Ippon, nachdem er seinen Gegner mit Uchi-mata auf den Rücken warf.

Die Rötzer Mannschaft hat den Spitzenkampf gegen Neutraubling souverän gewonnen. Foto: Magnus Rötzer
Die Rötzer Mannschaft hat den Spitzenkampf gegen Neutraubling souverän gewonnen. Foto: Magnus Rötzer

Kai Brandes zeigte erneut, wie wichtig er für das Rötzer Team ist. Gegen den bärenstarken Peter Beck siegte er mit Ippon durch einen Abtaucher. Auch Johannes Mederer und Tim Himmelspach in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm gewannen ihre Kämpfe souverän. Eine tolle Leistung bot Andreas Ettl. Er brachte sein Gegenüber mit einem schönen Wurf zu Boden und gewann vorzeitig mit Ippon. Andreas Braun bezwang seinen Gegner nach etwas mehr als einer Minute ebenfalls mit der Höchstwertung. Kenneth Haas unterstrich seine Leistung im ersten Durchgang. Dieses Mal brachte er seinen Kontrahenten mit Yoko Tomoe Nage zu Boden und siegte vor Ablauf der Kampfzeit. Einen gelungenen Abschluss machte Lukas Lorenz in der Klasse bis 90 Kilogramm. Er holte zwei Wazzari-Wertungen und damit den letzten Punkt zum 15:5- Derbysieg.

Fürth ist der nächste Gegner

„Hätte mir vor dem Kampf jemand gesagt, dass wir den Kampf mit 11:9 gewinnen, wäre das mein Wunschergebnis gewesen. Dass wir mit 15:5 gewinnen, ist umso besser, da wir jeden Punkt brauchen“, sagte Trainer Klaus Pregler. Bei einem Sieg über Fürth am Samstag beim Final-Showdown in Abensberg wäre der Wiederaufstieg in die Bayernliga sicher besiegelt.

Pregler muss auf drei Leistungsträger verzichten. „Kai Brandes, Jens Heinrich und Dominik Staltner werden beim letzten Kampf fehlen. Der Showdown beim deutschen Rekordmeister hat Premiere. Zum ersten Mal tragen alle Mannschaften der Landesligen und der Bayernliga ihre letzte Begegnung auf drei Matten in der Josef-Stanglmeier-Halle in Abensberg aus.

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