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Der SC Furth kehrt ans Brett zurück

Die Schachligen starten wieder in den Spielbetrieb. Bevor die neue Saison beginnen kann, wird die Restsaison fertiggespielt.

Der SC Furth ist am Sonntag beim SC Erbendorf gefordert.
Der SC Furth ist am Sonntag beim SC Erbendorf gefordert. Foto: Gero Breloer/picture alliance/dpa

Furth im Wald.Endlich hat das lange Warten ein Ende: Diesen Sonntag starten die bayerischen Schachligen nach fast einem halben Jahr Corona bedingter Zwangspause wieder durch. Ob dieses Jahr überhaupt noch ein regulärer Spielbetrieb möglich sein wird, war allerdings lange ungewiss. Denn auch das Schachspiel blieb vom Coronavirus und seinen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben nicht verschont.

Zu Beginn der Pandemie musste ein Großteil der Veranstaltungen abgesagt oder gar abgebrochen werden. Letzteres Schicksal ereilte das diesjährige Kandidatenturnier im russischen Jekaterinburg, bei dem eigentlich der nächste Herausforderer für Magnus Carlsen im Kampf um den WM-Titel ermittelt werden sollte.

Viele Turniere abgesagt

So fielen neben dem Ligabetrieb noch etliche weitere Turniere, die normalerweise einen festen Platz in den Terminkalendern vieler Schachspieler hätten, der Pandemie zum Opfer, so zum Beispiel auch die Oberpfalzmeisterschaften.

All diese Einschränkungen führten allerdings keineswegs zu einem Stillstand. Schach im Netz boomt in Zeiten, in denen Sportarten wie Fußball, Handball oder Tischtennis nahezu vollständig zum Erliegen kommen, wie nie zuvor. Nachdem es die Weltelite mit der „Magnus Carlsen Chess Tour“ – eine vom Weltmeister selbst ins Leben gerufene Serie von Onlineturnieren, die für zehntausende Schachbegeisterte im Internet live übertragen wurde – vorgemacht hatte, wurden immer mehr Schachturniere ins Digitale verlagert, und das mit großem Erfolg: Die Nutzerzahlen der großen Schachseiten wie chess.com und lichess.org stiegen so rasant an, dass manch einer das Schachspiel schon als den großen „Krisengewinner“ sieht.

Bald schloss sich auch die Oberpfälzer Schachjugend diesem Trend an und veranstaltete eine Reihe von Onlineturnieren, die den herkömmlichen OSJ-Cups nachempfunden waren. Auch die Further Spieler Max Glaser und Adam Breuer ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und vertraten ihren Schachclub erfolgreich.

Verschiedene Hygienekonzepte

Der Großteil der Schachspieler sieht dieser Entwicklung zwar wohlwollend entgegen, das Spielen am Brett kann das Onlineangebot jedoch für viele nicht dauerhaft ersetzen. So war der Andrang auf die ersten Schachturniere „von Angesicht zu Angesicht“, die im Zuge der Corona-Lockerungen wieder stattfinden konnten, groß. Zum Schutz der Teilnehmer kamen unterschiedliche Hygienekonzepte zum Zug. Während sich die Schachprofis beim „Biel Chess Festival“ mit einer Plexiglasscheibe zwischen den beiden Kontrahenten arrangierten, wurde andernorts eine Partie auf zwei Brettern ausgetragen, um den Sicherheitsabstand einhalten zu können.

Nachdem die Nittenauer Stadtmeisterschaft vergangenes Wochenende den Startschuss für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Oberpfalz gegeben hat, folgen dieses Wochenende nun die Ligen, bei denen noch zwei Wettkämpfe zur Beendigung der Saison 2019/20 ausstehen. Auch die erste Mannschaft des SC Furth im Wald/Waldmünchen, die beste Chancen auf den Titelgewinn in der Bezirksliga und so auf den Aufstieg in die höchste Spielklasse der Oberpfalz hat, kehrt wieder ans Brett zurück. (fmg)

Nächste Partie

  • Lage:

    Obwohl aus verschiedenen Gründen mehrere Stammspieler ausfallen, geht der Grenzstadtclub vor allem an den hinteren Brettern als Favorit in diese Begegnung. Lässt es die pandemische Entwicklung zu, startet bereits im November die neue Saison.

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