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Der Schuh musste schwarz sein

Christian Ranzinger spricht über das richtige Arbeitsgerät, die Qualität seiner Trainer und seine wichtigsten Spiele.

Seine Lieblings-Nummer 17 hat Christian Ranzinger auch zu Bayernliga-Zeiten beim 1. FC Bad Kötzting (hier in der Saison 09/10 gegen die SpVgg Bayreuth) getragen.
Seine Lieblings-Nummer 17 hat Christian Ranzinger auch zu Bayernliga-Zeiten beim 1. FC Bad Kötzting (hier in der Saison 09/10 gegen die SpVgg Bayreuth) getragen. Foto: Sigrid Gollek-Riedl

Cham.Bodenständig – diese Eigenschaft zeichnet Christian Ranzinger aus. Der kopfballstarke Verteidiger, der das Fußballspielen bei seinem Heiamtverein SpVgg Willmering-Waffenbrunn gelernt hat, kam als Schüler zum ASV Cham. Nur ein einziges Mal wechselte er den Verein und schloss sich dem damaligen Bayernligisten 1. FC Bad Kötzting an. Drei Spielzeiten verbrachte er am Roten steg, dann kehrte er zurück in die Kreisstadt. Dem ASV Cham ist er bis heute treu. Als Co-Trainer bringt er seine Erfahrung. ein. Kein Wunder, dass die Relegation um den Bayernliga-Aufstieg der Chamer zu den Spielen gehört, die er nie in seinem Leben vergessen wird.

Schönstes Erlebnis Ihrer Laufbahn?

Die schönsten Erlebnisse waren mit Sicherheit die beiden Aufstiege mit dem ASV Cham 2011 in die Landesliga und 2019 in die Bayernliga. Aber auch diverse Spiele gegen Profi-Vereine, unter anderem Greuther Fürth, Wacker Burghausen und Jahn Regensburg, waren etwas Besonderes.

Bester Kicker, mit dem Sie in einer Mannschaft zusammen gespielt haben?

In gewisser Weise hat mich Georg Raab fasziniert. Er hat mit seiner Dynamik und seinem Willen Spiele alleine entschieden oder sie in die richtige Richtung verändert. Fußballerisch waren Kicker wie Antonin Dvorak und Anton Prancl absolute Extra-Klasse.

Bei welchem Verein hatten Sie als Aktiver Ihre schönste Zeit?

Ich hatte nicht viele Stationen (schmunzelt). Aber ganz klar beim ASV Cham, wobei ich die Zeit beim 1.FC Bad Kötzting auch nicht missen möchte. Beim ASV haben wir seit Jahren einen besonderen Zusammenhalt mit einigen tollen Menschen, mit denen im Laufe der Jahre auch Freundschaften entstanden sind.

Welches fußballerische Vorbild hatten Sie in ihrer Jugendzeit?

Auf meiner Position als Innenverteidiger war es John Terry, der mich mit seinem Auftreten auf dem Platz und seiner Zweikampfstärke beeindruckte.

Was nervt Sie am heutigen Fußballgeschäft?

Was sich geändert hat und ich nicht gut finde, ist die Einstellung einiger junger Spieler, die neu in den Seniorenbereich wechseln. Ihre Selbsteinschätzung – aber auch das Geld -– spielen dabei mit Sicherheit eine Rolle.

Haben Sie in Ihrer Laufbahn irgend etwas bereut ?

Bereut habe ich nichts. Ich habe mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht, aber Fehler gehören im Fußball wie auch im Leben dazu.

Lieblings-Rückennummer ...

Definitiv die Nummer „17“. Wobei ich gerne auch mal mit der „23“ aufgelaufen wäre, allerdings hatten wir nie so viele Trikots. (lacht)

Fußball

Thomas Linzmeiers Weg war lang und weit

Von Cham zur Anfield Road – Thomas Linzmeier war ein auffälliger Spieler. Ab 2010 gehörte er zum Team von Markus Weinzierl.

Gibt es ein Spiel, das Sie nie vergessen werden?

Da fallen mir auf Anhieb zwei Spiele ein. Zum einen meine erste Bayernliga-Partie mit dem 1. FC Bad Kötzting gegen die Club-Amateure, die damals mit etlichen Spielern aus dem Profi-Kader angetreten sind. Nach hartem Kampf haben wir ein 1:1 erreicht. Unvergesslich wird auch das letztjährige Relegations-Hinspiel mit dem ASV Cham gegen den ASV Vach, das wir mit 8:1 gewonnen haben, bleiben. Ich weiß nicht, ob es so etwas noch einmal geben wird. Das war schon etwas ganz Besonderes.

Ein Spiel, das er nie vergisst – an der Seite von Trainer Andreas Lengsfeld erlebte Christian Ranzinger (Mitte) den 8:1-Sieg des ASV Cham  gegen den ASV Vach in der  in der Bayernliga-Relegation mit.
Ein Spiel, das er nie vergisst – an der Seite von Trainer Andreas Lengsfeld erlebte Christian Ranzinger (Mitte) den 8:1-Sieg des ASV Cham gegen den ASV Vach in der in der Bayernliga-Relegation mit. Foto: Simon Tschannerl

Bester Trainer, den Sie hatten?

Von jedem Trainer, den ich hatte, konnte ich etwas mitnehmen. Uwe Mißlinger und Hans Kuchler waren absolute Motivationskünstler, Karsten Wettberg, „Just“ Wanninger, Uli Karmann und Arthur Pongratz echte Fußball-Fachmänner. Alois Scherl hat mir mit 18 Jahren das Vertrauen geschenkt, in der Landesliga Fuß zu fassen. Die beiden Trainer, von denen ich am meisten gelernt habe, sind aber Wolfgang Beller und Rüdiger Fuhrmann.

Zur Person

  • Rückkehr:

    Nach dem Abstieg 2010 verließ Ranzinger die Rotblauen und kehrte zum ASV Cham zurück, dem er seither die Treue hält. Verletzungsbedingt hat der langjährige Spielführer seine aktive Laufbahn mittlerweile beendet und fungiert seither als Co-Trainer der Bayernligamannschaft.

Sinnloseste Regel im Fußball?

Die Handspiel-Regel. Ich kann mittlerweile nicht mehr sagen, wann ein Handspiel vorliegt und wann nicht. Auch die Kartenregel für die Trainer finde ich sinnlos.

Größte Enttäuschung Ihrer Karriere?

Wahrscheinlich mein Kreuzbandriss 2017. Der hat mir leider meine letzte Zeit als Fußballer vermiest.

Lieblings-Fußballschuh ...

Ich habe eigentlich immer mit Nike oder Adidas gespielt. Das wichtigste Kriterium war, dass sie komplett schwarz sein mussten (schmunzelt).

Fußball

Es geht um mehr als Sieg oder Niederlage

Christoph Seiderer lässt seine Karriere Revue passieren. Er spricht über besondere Momente und was ihm nicht so gut gefällt.

Wo haben Sie auswärts nie gerne gespielt?

Beim TSV Waldkirchen. Dort haben wir meistens nichts geholt, obwohl wir oftmals die bessere Mannschaft waren. (csv)

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