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Roding

Der Sieg über sich selbst

Neun Aktive der SG Roding/Chamerau nehmen am Moonlight-Cup teil. 99 Badminton-Cracks spielen die ganze Nacht durch.

Viktoria Heigl war wieder die erfolgreichste Dame im neunköpfigen Bayerwald-Team. Foto: Sebastian Schmid
Viktoria Heigl war wieder die erfolgreichste Dame im neunköpfigen Bayerwald-Team. Foto: Sebastian Schmid

Roding.Nur eine Woche nach dem kräftezehrenden Rottal-Cup in Eggenfelden stellten sich insgesamt neun Badminton-Enthusiasten der SG Roding/Chamerau beim legendären Moonlight-Cup in Erdweg bei München bereits der nächsten Herausforderung. Mit Dominik Schmid als letztjährigem Turniersieger und Viktoria Heigl als erfolgreichster Dame stellte die Bayerwald-Truppe sogar die Titelverteidiger aus dem Vorjahr.

Das Besondere an dem Turnier ist, dass nicht tagsüber gespielt wird, sondern es galt, von Samstagabend, 19 Uhr, bis Sonntagmorgen, 7 Uhr, durchzuhalten und die ganze Nacht lang immer wieder auf dem Spielfeld zu fighten. Anstatt der üblichen zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte hatte hierbei jede Partie eine Zeitobergrenze von 20 Minuten, bzw. dauerte so lange, bis die erste Paarung 40 Punkte erreicht hatte. Aufgrund dieses Systems und der Tatsache, dass genau doppelt so viele Spieler an dem Turnier teilnahmen, wie auf den zwölf Spielfeldern in einem Durchgang Platz fanden, konnte ein regelmäßiges Spielen ohne längere Pausen sichergestellt werden.

Aktuelles Ranking wurde erstellt

Um dem System einen Wettbewerbscharakter zu verleihen, wurde nach jedem Spiel eine Bilanz aus Siegen und Niederlagen erstellt und über die Spiele hinweg aufsummiert, um ein aktuelles Ranking der Spieler zu erzeugen. Für die Spielzusammenstellung der nächsten Runde wurden dann immer Spieler, die ein sehr ähnliches Ranking aufwiesen, zusammengelost, so dass nach den ersten Runden spannende und ausgeglichene Spiele zustande kamen, da automatisch Paarungen mit ähnlicher Spielstärke gebildet wurden.

Somit musste man sich neben dem Abwenden von Müdigkeit und eines möglichen Konzentrationsabfalls auch stetig mit neuen Partnern arrangieren und war daher gleich doppelt gefordert. Die Ausrichter sorgten zudem dafür, dass die Motivation der Teilnehmer ungebrochen blieb. So gab es zu Beginn jeder neuen Spielrunde eine fetzige Musik zum Einspielen und auch bezüglich der Verpflegung blieben keine Wünsche offen.

Nach einigen Spielrunden pendelten sich Martina Berra, Thomas Wagner, Louisa Heigl, Johannes Engl und Michael Engl schließlich im Mittelfeld des 99-köpfigen Starterfeldes ein. Viktoria Heigl, Philipp Haller, Dominik Schmid und Sebastian Schmid konnten sich dank einiger Siege durchwegs im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes aufhalten. Mit Sebastian Schmid (Gesamtplatz 4) und Philipp Haller (Gesamtplatz 7) schafften es sogar zwei Bayerwald-Spieler in die Top Ten, und Viktoria Heigl wäre mit Gesamtplatz 27 in einer internen Damenwertung auf Platz fünf gelandet.

Spaß steht im Vordergrund

Jedoch stand der Spaß am Badmintonspielen sowie das Ziel, den inneren Schweinehund zu überwinden und die ganze Nacht durchzuhalten, eindeutig im Vordergrund dieser Veranstaltung, wonach sich alle Turnierteilnehmer als persönliche Sieger ansehen können. Die Siegerehrung fand dann bei Tagesanbruch und einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück statt, so dass alle bestens verpflegt und gestärkt den Heimweg antreten konnten. (csd)

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