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Bayernliga

Derby: Die DJK Vilzing setzt sich durch

Das Chamer Stadtduell war über weite Strecken ein Kräftemessen auf Augenhöhe – mit dem besseren Ende für die Schwarz-Gelben.
Von Thomas Mühlbauer

Den Ball fest im Blick: Der ASV und die DJK lieferten sich ein spannendes Duell.  Fotos: Simon Tschannerl
Den Ball fest im Blick: Der ASV und die DJK lieferten sich ein spannendes Duell. Fotos: Simon Tschannerl

Cham.Es war ein hartes Stück Arbeit für die DJK Vilzing, ehe die 1:0 (1:0)-Derbyrevanche gegen den Stadtrivalen aus Cham unter Dach und Fach war. Mann des Tages war Andre Luge, der in der 60. Minute den goldenen Treffer gegen den ASV erzielte. Die 1500 Zuschauer am Kappenberger-Sportzentrum sahen kein langes Abtasten. Schon in der vierten Minute hatte der rot-weiße Anhang den Torschrei auf den Lippen: Wich brachte eine Freistoßflanke gefährlich in Tornähe, wo Meyer am höchsten stieg. Doch er setzte das Leder neben den Pfosten.

1500 Zuschauer: Das Derby fand abermals vor großer Kulisse statt. Fotos: Simon Tschannerl
1500 Zuschauer: Das Derby fand abermals vor großer Kulisse statt. Fotos: Simon Tschannerl

120 Sekunden später war es Luge, der eine DJK-Ecke trat, Milicevic kam zum Kopfball, aber er setzte ihn zu hoch an. In der neunten Minute war es Lieder, der sich gegen die halbe Vilzinger Hintermannschaft durchsetzte. Sein Schuss konnte an der Strafraumkante abgeblockt werden.

ASV mit besserem Start

Gerade in der Anfangsviertelstunde hatte der ASV Cham etwas mehr vom Spiel. Erst ab der 20. Minute war zu erkennen, dass die Gäste vom Huthgarten besser in die Partie fanden und auch die Schlagzahl erhöhen konnten. Einen ersten Warnschuss setzte in der 26. Minute Trettenbach ab, die Kugel verfehlte knapp den Kasten.

30 Minuten waren gespielt, als Lieder Maß nahm, doch sein Schlenzer aus 20 Metern ging ebenfalls neben das Gehäuse. Nun nahmen beide Seiten etwas Tempo raus, so passierte bis zur Pause wenig.

Im zweiten Durchgang wurde es dann ein richtiger Derbyfight. Dazu trug auch die DJK Vilzing bei, die viel engagierter aus der Kabine kam. In der 50. Minute schlug Putz den Ball weit nach vorne – eine Steilvorlage für Luge, der aber um einen Schritt nicht an den Ball kam. Allerdings irritierte er Riederer im Kasten des ASV so stark, dass der Schlussmann gerade noch zur Ecke klären konnte. Nur eine Zeigerumdrehung später bediente Milicevic Vilzings Youngster Hastreiter, den aber vor dem Kasten der Mut verließ. Er setzte den Ball etwas überhastet neben den Pfosten.

Nur kurz am Boden: Der ASV wird wieder aufstehen. Fotos: Simon Tschannerl
Nur kurz am Boden: Der ASV wird wieder aufstehen. Fotos: Simon Tschannerl

Wieder gefährlich vor dem Kasten der Vilzinger wurde es in der 53. Minute, als Wich abermals eine Freistoßflanke vor den Kasten von Putz brachte. Der klärte zunächst, doch das Leder fiel Namir vor die Füße, der seinen Schuss direkt in die Hände von Putz setzte.

In der 60. Minute die Vilzinger Führung! Trettenbach bekam im Mittelfeld den Ball serviert und bediente mit einem weiten Pass Milicevic. Der zog ab, scheiterte aber am Pfosten. Der Abpraller fiel Luge vor die Füße, der keine Mühe mehr hatte, den Ball über die Linie zu drücken. In der 66. Minute gab es Freistoß für Vilzing. Luge legte sich das Leder rund 25 Meter vor dem Tor zurecht – und zwang mit seinem Schuss Stefan Riederer im Kasten des ASV zu einer Glanzparade.

Hvezda mit der Großchance

Viel Arbeit kam auf die DJK-Defensive in den letzten 20 Minuten zu, als Bierlmeier mit einem Schuss aus 18 Metern, der knapp vorbeiging, die Schlussoffensive des ASV einläutete. Wiederum brandgefährlich wurde es in der 72. Minute, als Wich eine Freistoßflanke auf den Kasten zog. Am zweiten Pfosten rutschte Mario Kufner hauchdünn am Ball vorbei.

Trainer-Stimmen zum Spiel

  • Andreas Lengsfeld (ASV Cham):

    „Es war, wie nicht anders zu erwarten, ein sehr intensives Derby. Wir haben aber zunächst besser ins Spiel gefunden. Dann kam Mitte der ersten Hälfte auch Vilzing besser in die Partie. Ich denke, das 0:0 zur Pause war völlig in Ordnung. In der zweiten Hälfte wurde es dann die erwartet umkämpfte Partie, in der wir schließlich das Gegentor bekommen. Anschließend haben wir viel riskiert und die 1000-prozentige Chance zum Ausgleich. Ein Punkt wäre, so denke ich, schlussendlich verdient gewesen.“

  • Christian Stadler (DJK Vilzing):

    „Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut gespielt, wir haben auch versucht, mit einem neuen System zu spielen, über das wir viel schneller in die Spitze spielen wollten, das hat nicht geklappt. Dennoch waren wir feldüberlegen. In der zweiten Hälfte haben wir viel offensiver gespielt, so sind wir auch verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Zum Schluss haben wir uns gut gewehrt gegen die Schlussoffensive des ASV, auch auf dem tiefen Boden. Das, finde ich, haben wir gut gemacht. Schlussendlich war es ein Sieg mit Glück und Geschick.“

Den Ausgleich hätte in der 75. Minute Hvezda erzielen müssen. Nach einem Ballverlust der Vilzinger im Spielaufbau war es Lieder, der den eingewechselten Hvezda steil schickte. Frei vor Putz blieb er gegen den herauseilenden Vilzinger Schlussmann aber nur zweiter Sieger.

Vilzing hatte nun Probleme, sich etwas Luft zu verschaffen, dennoch schaffte es das Team, die ganz großen ASV-Möglichkeiten zu verhindern. In der 80. Minute war es Luge, der einen Ball knapp neben das Tor setzte.

In der 90. Minute hätte wiederum Luge den zweiten Treffer nachlegen können, allerdings hatte er Riesenpech. Sein Schluss aus leicht spitzem Winkel traf den Pfosten. Das Leder lief die Linie entlang, prallte an den zweiten Pfosten – und sprang wieder heraus.

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