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Eisstockschießen

Deutschland geht auf Titeljagd

Nach 18 Medaillen beim Nachwuchs sind nun Herren und Damen gefordert. Späth, Schmid und Öttl haben gute Chancen.

Die WM Dahoam in Regen war für die Nachwuchsspieler mit 18 Medaillen die erfolgreichste aller Zeiten.  Foto: Albert kambuber
Die WM Dahoam in Regen war für die Nachwuchsspieler mit 18 Medaillen die erfolgreichste aller Zeiten. Foto: Albert kambuber

Cham.Dass Regen Fluten auslösen kann, ist hinlänglich bekannt. Dass Regen jedoch eine schwarz-rot-goldene Medaillenflut mit sich bringen kann, hätte vor den 56. Europameisterschaften der Jugend und 6. Weltmeisterschaften der Junioren wohl niemand auch nur ansatzweise gedacht. Die vergangene Woche im Arberland wurden zu den erfolgreichsten Nachwuchsspielen aller Zeiten. Aus nationaler Sicht kann man nur hoffen, dass es in dieser Woche bei den 13. Weltmeisterschaften der Damen und Herren so weitergeht.

Nachdem bei den vergangenen Titelkämpfen, der EM 2019 in Peiting bzw. WM 2018 in Amstetten und Winklarn, der Erzrivale Österreich den Medaillenspiegel beherrschte, war die erste Woche in Regen Balsam für den Deutschen Eisstock-Verband (DESV). Mit insgesamt 13 Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen in den drei Disziplinen Mannschaftsspiel, Ziel- und Weitenwettbewerb stellte man den Kontrahenten (4/14/5) klar in den Schatten. Besonders deprimierend war für den Erzrivalen: Alle sieben Weltmeistertitel strahlen in den kommenden zwei Jahren schwarz-rot-gold.

Aber nicht nur die Sportler lieferten eine Gala nach der anderen ab, sondern auch die Organisatoren um OK-Chefin Manuela Hallhuber aus Frauenau und vor allem das enthusiastische und faire Publikum – allen voran aus Österreich und Deutschland. Außerdem wird bei der ältesten Traditionssportart des gesamten Alpenraums nicht das Gegen-, sondern das Miteinander ganz groß geschrieben.

Auftakt für Damen und Herren

Nach den aus deutscher Sicht erfolgreichsten Eisstockspielen aller Zeiten starten am heutigen Dienstag die ersten Wettbewerbe der Weltmeisterschaften der Damen und Herren. Obwohl es bereits die 13. Auflage ist, gibt es eine Premiere. Zum ersten Mal in der Geschichte des Eisstocksports können Damen im Weitenwettbewerb einen Weltmeistertitel gewinnen.

Dabei könnte Annalena Leitner vom SV Unterneukirchen ihre Premierenserie fortsetzen. Die 23-jährige Konditorin war erste deutsche und erste europäische Meisterin und will nun mit WM-Gold das letzte Kapitel dieses Pionierbuches schreiben.

Bei den kraftstrotzenden Herren holte Bernhard Patschg aus St. Johann im Pongau zuletzt seinen fünften Titel vor Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) und Peter Rottmoser (SV Schechen). Da der österreichische Rekordweltmeister seine einzigartige Karriere mittlerweile beendet hat, ist Europameister Schätzl der Topfavorit.

Da die Alpenrepublik nun ohne seinen Medaillengaranten auskommen muss, hofft Deutschland, dass endlich auch mal wieder der Mannschaftstitel gewonnen werden kann. Dies ist uns zuletzt vor acht Weltmeisterschaften gelungen. Vor zwei Jahren im niederösterreichischen Winklarn fehlten den drei Wertungsschützen allerdings nur etwas mehr als zwei Meter.

Das Maß der Dinge

Auch bei den Zielschützen war Österreich zuletzt das Maß der Dinge. Im Einzel setzten sich Simone Steiner und Thomas Fuchs durch. Die Nationenwertung der Damen strahlte ebenfalls rot-weiß-rot. Allerdings gehen die Herren in Regen als amtierenden Weltmeister an den Start. Überraschenderweise musste sich Österreich damals in Amstetten sogar hinter Italien einreihen.

Ebenfalls aufgeteilt haben sich die beiden Erzrivalen die WM-Titel im Mannschaftsspiel. Auch hier haben die schwarz-rot-goldenen Damen als Vize-Weltmeister die Verfolgerrolle inne und die Herren visieren die Titelverteidigung an. Weitere Infos unter www.icestock2020.de. (cal)

Wettbewerbe mit Landkreis-Spielern

  • Mannschaftsspiel Herren: Christoph Öttl (SC Zell), Andreas Greil (EC Moitzerlitz Regen), Manuel Schmid (FC Ottenzell), Florian Lechle, Matthias Peischer (FC Penzing)

  • Weitenwettbewerb Herren: Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen), Peter Rottmoser (SV Schechen), Michael Späth (FC Altrandsberg), Reinhold Beyerlein (TSV Friedenfels)

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