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Die JHG Regendreieck feiert die Meisterschaft

Diese Saison gelang den B-Jugend-Handballerinnen Platz eins in der Bezirksliga. Sie erreichten eine beeindruckende Bilanz.
Von Petra SChoplocher

  • Die JHG Regendreieck zeigt sich beim Fototermin mit Trainer Christian Schindler kreativ. Fotos: Schoplocher
  • Die Quotenqueen der Liga: Annika Arnold erzielte 90 Tore.

Cham.Auch ohne reguläres Saisonende und ohne Meisterfeier: Die B-Jugend-Handballerinnen der JHG Regendreieck sind stolz auf ihre Bilanz und ihre Erfolge. Und aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, üben sich die Schützlinge von Trainer Christian Schindler in Geduld.

Zum ersten Mal gelang es einer weiblichen B-Jugend, Platz eins in der bezirksübergreifenden Bezirksliga Ost einzufahren. Möglich machte dies die beeindruckende Bilanz mit sieben Siegen und nur einer Niederlage – im einzigen Spiel, in dem Coach Schindler nicht an der Seitenlinie stand.

Nach dem knappen Ausscheiden in der Qualifikation für die Bezirksoberliga im August 2019 musste das Team in der ÜBL antreten. Die Saison begann äußerst furios, mit eindrucksvollen Siegen gegen die HG Amberg (28:6), HSG Bayerwald (19:6) und gegen die DJK Neumarkt (38.9). Bereits zu diesem Zeitpunkt war abzusehen, dass die SG Regensburg und die Spielgemeinschaft aus Mintraching/Neutraubling die härtesten Konkurrenten werden würden. Am vierten Spieltag der Hinrunde kam es in der heimischen Fraunhofer-Halle zum ersten Duell mit Mintraching/Neutraubling. Das 23:8 aus Chamer Sicht war mehr als ein Empfehlungsschreiben für die Meisterschaft.

Der erste Dämpfer der Saison

Auf die Euphorie folgte ein rascher Dämpfer. Beim zweiten direkten Aufstiegskonkurrenten kamen die bis dahin souverän agierenden Chamerinnen mit 23:27 unter die Räder. Mit einem 22:9-Auswärtssieg bei der HG Amberg rehabilitierte sich die Mannschaft.

Im Anschluss folgte ein weiterer Arbeitssieg bei der an diesem Tag stark aufspielenden HSG Bayerwald. Annika Arnold und Co. mussten sich arg strecken, ehe die Punkte mit 17:10 eingefahren waren. Die Saison ging dann mit einem Glanzpunkt zu Ende – obwohl man dies zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. 41: 11 hieß es am Ende gegen die DJK Neumarkt, die einem in der Fraunhofer-Halle schon leid tun konnte. Die JHG-lerinnen zeigten alles, was der Handballsport zu bieten hat. Mit enorm fairer, aber kämpferischer und schneller Spielweise ließ man den Gegnerinnen keinen Millimeter Platz und spielte diese geradezu schwindlig.

Nach diesem Sieg war die Mannschaft bereit für den Showdown gegen Mintraching/Neutraubling, das sich zwischenzeitlich mit einer Siegesserie bis auf einen Zähler an die JHG herangekämpft hatte. Das Spitzenspiel fiel allerdings wie der Rest der Saison dem Coronavirus zum Opfer. Somit beendete die JHG Regendreieck die Spielzeit auf dem ersten Tabellenplatz mit einer überragenden Tordifferenz von +125 Toren. Stolz ist die JHG, dass vier Spielerinnen unter den zehn besten Torschützinnen der Liga stehen. Unangefochten an „Eins“ steht Annika Arnold mit 90 Toren. Zoé Mißlinger, die zudem die beste Sieben-Meter-Treffer-Quote der Liga verbuchte (76,19), steht mit 40 Treffern an fünfter Stelle. Auch Sophie Tröster mit 30 Toren und Maja Schoplocher (23) auf den Plätzen sieben und neun zeugen von der Qualität des Chamer Spiels.

Eine „enorme Abwehrarbeit“

Auch der Titel „beste Abwehr“ geht an die Schindler-Truppe. Torhüterin Jasmin Ederer ist diejenige, die am wenigsten Gegentore bekommen hat: im Schnitt 10,75. „Dieser Umstand zeugt von einer enormen Abwehrarbeit“, freut sich Christian Schindler. Dieser ist überglücklich und stolz auf „sein“ Team. Unabhängig vom verfrühten Ende der Runde hat sich die Mannschaft durch jahrelange Arbeit und Fleiß die Meisterschaft mehr als verdient. Mit einer Ausnahme waren die Chamerinnen den gegnerischen Mannschaften überlegen, bilanziert er.

Schindler zeigt sich stolz auf die Entwicklung jeder einzelnen Spielerin. Die Älteren wie Arnold, Mißlinger und Schoplocher haben ihre Führungsrollen angenommen.

Auf welchem Niveau die B-Jugend unterwegs ist, zeigt auch die Tatsache, dass Annika Arnold und Zoé Misslinger seit dieser Saison bereits mit ihren 17 Jahren fester Bestandteil der Damenmannschaft sind. „Ihr wart die Besten und deshalb habt ihr euch die Meisterschaft verdient“, gratulierte er der Mannschaft, die sich seit der Abschluss-Begegnung nicht mehr gesehen hat. „Und wenn wir wieder feiern dürfen, hauen wir ordentlich auf den Putz!“, verspricht er.

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