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Schach

Die Jugend kommt zum Zug

Furth-Waldmünchner Schachclub setzte auf seinen Nachwuchs. Zwei 17-Jährige spielen an den Brettern eins und zwei.
Maximilian Riedl

Max Glaser (links) und Adam Breuer (rechts) führen in der kommenden Saison die Seniorenmannschaft des Schachclubs an. Foto: Max Riedl/Archiv
Max Glaser (links) und Adam Breuer (rechts) führen in der kommenden Saison die Seniorenmannschaft des Schachclubs an. Foto: Max Riedl/Archiv

Waldmünchen.Als „Vorgeplänkel“ tut der frühere Bezirksvorsitzende Max Riedl die Meisterschaften und Turniere im September bis Mitte Oktober ab, wenngleich die Qualifikation für die Bayerische Schnellschacheinzelmeisterschaften für Max Glaser und Ferdinand Mauerer erfreulich ist. Richtig los geht es mit dem Schach in Bayern, wenn am 20. Oktober die Bayernligen und die obersten Ligen in den Bezirken gestartet werden.

Für den Schachclub Furth im Wald/Waldmünchen 1971 gibt es in dieser am 29. März 2020 nach neun Spieltagen beendeten Saison ein Novum: Er vertraut auf den Spitzenbrettern zwei 17-Jährigen: Max Glaser (Dalking) spielt als DWZ-Punktbester im Verein am ersten Brett. Der rund ein halbes Jahr jüngere Adam Breuer (Waldmünchen) am zweiten Brett ist amtierender U-18-Vizemeister der Oberpfalz und hat das Vertrauen seiner Mannschaftskameraden, dass er sich nach einer Eingewöhnungszeit behaupten wird. Die beiden Schüler besuchen die elfte bzw. zwölfte Klasse der Chamer Gymnasien.

Langjährige Stammspieler

Dann erst reihen sich die seit Jahren als Stammspieler geführten Spieler ein, die aus der Jugend kommen und zum Heimspiel kilometerweit anreisen: Am 3. Brett Ferdinand Mauerer. Der Neukirchener arbeitet seit Jahren in Neu-Ulm als BWL-Lehrer. Am 4. Brett spielt der Waldmünchner Helmut Rohrmüller. Er ist seit Jahren im Straubinger Umland daheim und in leitender Position in einem großen Altenpflegeheim tätig.

Das 5. Brett nimmt Computerfachmann Stefan Rädlinger ein, vor vierzig Jahren als 13-Jähriger der erste Oberpfalzmeister des Furth-Waldmünchner Schachclubs und seither eine der Stützen des Vereins. Am 6. Brett spielt der Neukirchner Franz Staffler, seit Jahren Apotheker in Passau und auch schon seit vier Jahrzehnten beim Schachclub. Das 7. Brett besetzt der Grafenwiesener Diplom-Mathematiker Peter Mühlbauer. Max Riedl (8. Brett, Furth im Wald) über ein halbes Jahrhundert älter als seine zwei Spitzenspieler, hält als Vorstand seit 1981 die Truppe zusammen. Martin und Tomas Vasicek (Vater und Sohn) sollen als Ersatz bei einem Ausfall eines deutschen Stammspielers zum Zug kommen. Wenn der 21-jährige Tomas statt seines Vaters eingesetzt werden sollte, wird der „Jugendwahn“ beim Furth-Waldmünchner Schachclub mit einem Durchschnittsalter von gut 18 Jahren bei den ersten drei Brettern auf die Spitze getrieben.

Hoffnung auf Auftaktsieg

Am Sonntag erhofft man sich beim unangenehm zu spielenden Bezirksligaaufsteiger Weiden 07 II einen knappen Sieg, der vor allem an den hinteren Brettern eingefahren werden soll. Im Duell der beiden Oberpfalzligaabsteiger empfängt man dann am 10. November den TSV Oberviechtach. Mit Sulzbach-Rosenberg, dem SC Windischeschenbach II und dem SK Schwandorf II hat man in der ersten Turnierhälfte die schwersten Gegner zugelost bekommen.

Für eine Überraschung sind auch die Schachfreunde Roding mit Shpend Berisha, dem mit Abstand punktbesten Spieler der vorigen Saison, gut. Leichter könnte es allerdings gegen den TSV Nittenau, den SC Erbendorf und Luhe-Wildenau werden. (fmr)

Saisonüberblick

  • Erschwernis:

    Ein Handicap hat die 1. Mannschaft allerdings heuer: Sie ist von allen Teams mit rund 850 Kilometern mit Abstand am längsten auf der Straße.

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