MyMz

Bad Kötzting

Die zweite Auswärtspleite

SC Bad Kötzting verliert auch beim SC Erlangen. Gegen Schwarz-Weiß Nürnberg ist jetzt ein Heimsieg Pflicht.

Nach dem Partieverlust von Filip Simunek konnte die Niederlage nicht mehr verhindert werden. Foto: kkj
Nach dem Partieverlust von Filip Simunek konnte die Niederlage nicht mehr verhindert werden. Foto: kkj

Bad Kötzting.Auswärts scheint für die 1. Schachmannschaft des SC Bad Kötzting derzeit kein gutes Pflaster zu sein. Nach der Erstrunden-Niederlage in Rothenburg verlor man auch das zweite Auswärtsspiel beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer SC Erlangen, mit 2,5:5,5 jedoch deutlicher, als es der Spielverlauf vermuten ließ.

Es begann vielversprechend, nachdem Spitzenspieler Jonas Eret zu einem sehenswert herausgespielten Sieg kam. Nach einer scharfen Eröffnung am Damenflügel opferte er den Turm gegen zwei Leichtfiguren. Dieses Figurenspiel nahm er zum Anlass, den gegnerischen Königsflügel zu erdrücken.

Am siebten Brett eröffnete Roland Weingut defensiv. Sein Gegner machte ebenfalls keine Anstalten, die Partie zu öffnen. Nachdem sich die Bauern gegenseitig versperrt hatten, kam es zu einem frühen Remis.

Gerhard Mühlbauer am vierten Brett setzte seinen guten Aufbau zu zögerlich fort. Ein dringend notwendiger Zug blieb aus. Der Gegner nutzte das aus und kam zu einem Bauerngewinn. Dem entstandenen Freibauern und dem Zusammenspiel der gegnerischen Figuren hatte er nichts mehr entgegenzusetzen. Die Waagschale neigte sich nun zugunsten der Mittelfranken, da auch Filip Simunek am dritten Brett unnötig seine Partie verlorengeben musste. Dabei lud ihn sein Gegner mit einem entblößten Königsflügel förmlich ein, aber der Badstädter fand in Zeitnot mehrmals nicht die richtige Fortsetzung. Und nach einem Fehlgriff war die Partie dann auf den Kopf gestellt.

Ein Zeitproblem hatte auch Ditmar Brock am achten Brett. Nach einer gewohnt sicheren Eröffnung ließ er seinem Gegner im Mittelspiel zu viel Freiraum. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle fand sich die Stellung wieder im ruhigen Fahrwasser. Der letzte notwendige 40. Zug des Badstädters blieb aber aus und so ging die Partie durch das Fallen der Zeit verloren.

Remis endete die Partie am zweiten Brett von Tomas Hurdzan. Nach einem ausgewogenen Partieaufbau und einem groß angelegten Figurenabtausch blieben im Endspiel nur noch ungleichfarbige Läufer übrig.

Im Übergang zum Mittelspiel kam Uli Ziemann am sechsten Brett in Bedrängnis. Hier fand der Gegner keine ideale Fortsetzung. Dafür aber der Pfingstrittstädter, der die Partie verflachen konnte und so zu einem Remis kam.

Zum Schluss unterlag an Brett fünf Jindra Havlik. Ein unnötiger Bauernverlust brachte sein gut stehendes Stellungsgerüst zum Einsturz. Nach einem weiteren Bauernverlust war die Stellung nicht mehr zu verteidigen.

Die Bad Kötztinger lassen zu viele Möglichkeiten liegen und das spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Nach zwei Niederlagen aus drei Spielen findet man sich im hinteren Drittel. Um im neuen Jahr nicht schon unter Abstiegsangst zu geraten, sollte am 16. Dezember zu Hause gegen Schwarz-Weiß Nürnberg gepunktet werden. (kkj)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht