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Fußball

Duell der Krisengeschüttelten

Im Landkreisderby zwischen dem FC Bad Kötzting und dem SV Neukirchen hoffen beide Teams auf ein Erfolgserlebnis.

Der 1. FC Bad Kötzting (Mitte) will in einem Punktspiel gegen den SV Neukirchen endlich mal als Sieger den Platz verlassen. Foto: Simon Tschannerl
Der 1. FC Bad Kötzting (Mitte) will in einem Punktspiel gegen den SV Neukirchen endlich mal als Sieger den Platz verlassen. Foto: Simon Tschannerl

Bad Kötzting.Der 1. FC Bad Kötzting empfängt am Samstag Nachmittag (Anstoß: 15 Uhr) den SV Neukirchen beim Heiligen Blut zum Landkreisderby. Beide Teams haben derzeit große Probleme, so darf man gespannt sein, wer in diesem prestigeträchtigen Match nach 90 Minuten das bessere Ende für sich hat.

Bislang waren das immer die Rosenkranzler, die in den vergangenen sechs Meisterschaftsduellen in schöner Regelmäßigkeit punkteten. Nicht ein einziges Ligamatch konnten die Badstädter gegen die Gäste hinter dem Hohenbogen gewinnen.

Für SVN-Coach Thomas Seidl hat diese Statistik aber keinerlei Bedeutung: „Das waren für Spieler, Verantwortliche und Fans sicher schöne Erlebnisse, aber davon können wir uns am Samstag nichts kaufen. Beide Teams stehen unter Zugzwang und brauchen Punkte.“

Beide Teams druchleben aktuell unruhige Zeiten. Die Gäste reisen mit fünf Niederlagen im Gepäck an den Roten Steg und belegen seit vergangenem Spieltag einen direkten Abstiegsplatz in der Landesliga-Tabelle. Dabei sah es für die Rosenkranzler anfangs noch so gut aus. Acht Spieltage blieb Neucoach Thomas Seidl, der zu Saisonbeginn nahezu eine komplett neue Mannschaft zusammenstellen musste, mit seinen Mannen ohne Niederlage. Das Derby bei der SpVgg Lam läutete dann aber einen anhaltenden Negativtrend ein, nicht ein einziges Pünktchen gab es danach in den darauf folgenden fünf Partien.

Großer personeller Aderlass

Dabei war klar, dass die Saison für die Rosenkranzler schwierig werden könnte. Der Aderlass der gestandenen Kicker war groß. Thomas Seidl und Christopher Gierstl mussten Schwerstarbeit leisten, um halbwegs einen konkurrenzfähigen Kader zusammen zu basteln. Viele junge Kicker kamen in den Wallfahrtsort, die bisher jedoch erwartungsgemäß Schwankungen unterlagen und sicherlich noch Zeit brauchen. Gefragt dürften jetzt die etablierten Kicker des SV sein, um das Blatt wieder zu wenden.

Mithelfen sollten zudem drei Neuverpflichtungen, die die Gäste auf die Schnelle tätigten. Die beiden Tschechen Pavel Moskal und Adam Beranek, sowie der Österreicher Kristian Rafajac könnten den Rosenkranzlern in der derzeitigen schwierigen Lage sicherlich ein wenig Halt geben. Dennoch ist für SV-Coach Thomas Seidl eines klar. „Wir müssen wieder die Grundtugenden auf den Platz bringen und brauchen natürlich schnellstens ein Erfolgserlebnis.“

Ein solches brauchen die Kicker vom Roten Steg ebenfalls. Dort sind die Wellen der Trainerentlassung von Ben Penzkofer immer noch nicht ganz abgeklungen. Umso mehr fordert Sebastian Niebauer vor dieser Partie klare Kante von seinen Jungs. „Das Thema muss nun endlich durch sein. Wir brauchen vollste Konzentration auf das Sportliche.“

Zuletzt noch ohne Erfolg, das Trainerdebüt Niebauers ging im Heimspiel gegen den Aufsteiger in die Hose, weiß Sebastian Niebauer, was ihn und seine Elf am heutigen Nachmittag erwartet. „Ich denke, dass das kein Fußballleckerbissen wird. Beide Teams haben Probleme und da dürften andere Tugenden gefragt sein.“ Im Klartext: „Nur mit Schönspielerei werden wir nichts ernten. Da wird Zweikampf- und Laufstärke gefragt sein.“ Die Statistik gegen die Rosenkranzler kennt Sebastian Niebauer bestens. „Es wird deshalb Zeit, dass wir endlich ein Meisterschaftsspiel gewinnen.“

Spirek fehlt auf jeden Fall

Wie Sebastian Niebauer das angehen will, darüber hält er sich noch bedeckt. Ein Problem hat Niebauer definitiv zu lösen. Mit Miroslav Spirek, bei dem noch eine genaue Diagnose aussteht, fehlt jedenfalls der Denker und Lenker im Spiel der Badstädter. Hier muss Niebauer wohl auch taktisch an einigen Schrauben drehen. Ansonsten kann er auf volles Personal zurückgreifen und hat dafür allerhand Möglichkeiten an der Hand sein. Man darf also gespannt sein, wer von den beiden krisengeschüttelten Klubs heute Nachmittag gewinnen wird und wieder in ruhiges Fahrwasser einbiegen kann. (cuk/csv)

SV Neukirchen

  • Personal:

    Beim Tabellenvorletzten der Landesliga Mitte sieht es personell so gut wie schon lange nicht mehr aus, denn bis auf den verletzten Alexander Herzog sind alle Stammkräfte einsatzfähig. (csv)

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