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Abstiegskampf

Eine Enttäuschung auf ganzer Linie

Neukirchen verliert gegen den TV Aiglsbach mit 0:1. Das Ergebnis ist eine bittere Pille im Kampf um den Klassenerhalt.

Wemerson und die Rosenkränzler haben das Kellerduell gegen Aiglsbach verloren.  Foto: Simon Tschannerl
Wemerson und die Rosenkränzler haben das Kellerduell gegen Aiglsbach verloren. Foto: Simon Tschannerl

Neukirchen b. Hl. Blut.Die Rosenkränzler haben im Abstiegskampf einen herben Rückschlag erlitten. Im Duell mit dem Mitkonkurrenten TV Aiglsbach setzte es für die Seidl-Truppe eine 0:1-Heimniederlage. Damit bleiben die Neukirchener weiter Vorletzter. In einer niveauarmen Begegnung sahen die 200 Zuschauer über weite Strecken nur Magerkost.

Bei den Hausherren musste der angeschlagene Adam Vokac nach dem Aufwärmen passen, für ihn rückte Youngster Maximilian Steinhauer in die Startelf. In der Anfangsphase tat sich vor beiden Toren wenig, beide Teams agierten sehr abwartend. Die erste gute Gelegenheit hatte Adam Vlcek, der sich am Strafraumeck durchsetzte, den Flachschuss des SV-Mittelstürmers konnte Aiglsbachs Torhüter Andreas Schmidt per Fußabwehr entschärfen.

Es war ein Standard

Eine Standardsituation sollte dem TV die Führung bescheren: Eine in den Rückraum gespielte Ecke hämmerte TV-Torjäger Manfred Gröber mit einem Schuss aus 15 Metern zum 0:1 (28.) in die Maschen. Nur eine Minute später kreuzte Michael Rank nach Zuspiel des ansonsten enttäuschenden Adam Beranek alleine vor Schmidt auf, der aber im Eins-gegen-Eins-Duell Sieger blieb.

Der Aufsteiger setzte weiter auf Konterfußball. Florian Flicker verfehlte aus spitzem Winkel nur knapp das SV-Gehäuse. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel schien der Ausgleich fällig: Ein Kracher von Vlcek wurde von einem Aiglsbacher Abwehrspieler mit der Hand abgeblockt.

„Wenn man in einem so extrem wichtigen Spiel eine solche Leistung zeigt, ist das unerklärlich und sehr frustrierend.“

Coach Thomas Seidl

Kapitän Andreas Sturmund scheiterte vom Punkt aus an Schmidt, der den halbhoch getretenen Versuch abwehrte. In der Pause musste der zuverlässige Innenverteidiger Pavel Moskal mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in der Kabine bleiben, für ihn kam Felix Baumann. Wer im zweiten Abschnitt einen Sturmlauf der Rosenkränzler erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Vor allem das SV-Mittelfeld brachte fast gar nichts zustande, so dass Sturmspitze Vlcek völlig in der Luft hing. Die beste Ausgleichschance hatte Rank, der nach einer Ecke aus 18 Metern zum Abschluss kam, den der starke Schmidt mit einer guten Reaktion entschärfen konnte.

Viel Platz für Konter

Die Aiglsbacher brachten zwar fußballerisch ebenfalls wenig zustande, hatten dann in der Schlussphase jedoch eine Menge Raum für Konter. Gröber kreuzte frei vor Torhüter Josef Jurasi auf, der glänzend reagierte. Der eingewechselte Stefan Liebler verzog aus aussichtsreicher Position und kurz vor Spielende visierte Gröber den Außenpfosten an.

Möglichkeiten der Waidler blieben Mangelware, so dass es am Ende beim knappen Sieg der Akteure aus dem Landkreis Kelheim blieb. Neukirchens Coach Thomas Seidl zeigte sich unmittelbar nach der Partie schwer enttäuscht. „Wenn man in einem so extrem wichtigen Spiel eine solche Leistung zeigt, ist das unerklärlich und sehr frustrierend. Wir zeigen einfach nicht die Tugenden, die gefragt sind, um im Abstiegskampf zu bestehen. die Krönung war das Gegentor, denn diese Aiglsbacher Eckballvariante haben wir vor dem Spiel noch besprochen.“

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