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Trailrunning

Etappe eins: Einbruch mit Happy End

Markus Mingo berichtet über den ersten Tag beim Transalpine-Run von Garmisch nach Lermoos. Warm-Up-Etappe hatte es in sich.
von Markus Mingo

Markus Mingo (Mitte) und Tina Fischl beim Startschuss zum TAR, gleich danach haben sie ihren Plan über den Haufen geworfen – mit Folgen.
Markus Mingo (Mitte) und Tina Fischl beim Startschuss zum TAR, gleich danach haben sie ihren Plan über den Haufen geworfen – mit Folgen. Foto: Felgenhauer

Cham.„Nervös und angespannt stehen wir am Start in Garmisch. Die Erwartungen an uns sind hoch und die Ankündigung als Mitfavoriten des Transalpine-Runs in der offiziellen Pressekonferenz ließ den Druck noch etwas wachsen. Wir haben uns vorgenommen, unser Ding zu machen und uns nicht vom hohen Anfangstempo anstecken zu lassen. Wir wollen ein Wörtchen in der Gesamtwertung mitreden und nicht die erste Etappe gewinnen.

Die ersten zehn Kilometer lief es blendend für das Leki-Team Mingo/Fischl. Am Ende eins großen Kampfes kamen die beiden Trailrunner auf Rang drei. Foto: Felgenhauer
Die ersten zehn Kilometer lief es blendend für das Leki-Team Mingo/Fischl. Am Ende eins großen Kampfes kamen die beiden Trailrunner auf Rang drei. Foto: Felgenhauer

Die Konkurrenz ist stark: Mit Melanie Albrecht steht die amtierende deutsche Berglaufmeisterin an der Startlinie und ihr Teampartner ist kein geringerer als Timo Zeiler, mehrfache deutscher Berglaufmeister der letzten Jahre. Mit Kristin Berglund (SWE) hat eine Weltklasseläuferin kurzfristig für die Mixed-Wertung gemeldet – es wird also spannend bei der Vergabe um die Podestplätze.

Transalpine Run

  • Etappe 1:

    Sie führte von Garmisch-Partenkirchen nach Leermoos (Entfernung 36,5 km, Höhenmeter im Aufstieg 2088, im Abstieg 1791 ).

  • Warm-up Etappe:

    Die schönsten Trails führen unter der Zugspitze in stetem Auf und Ab über die Landesgrenze nach Ehrwald und weiter bis ins Ziel nach Lermoos.

  • Strecke:

    Bereits kurz nach dem Start in Garmisch-Partenkirchen führt der 12. Gore Tex Transalpine-Run ins Herzen des Wettersteingebirges, bleibt aber mit einer Maximalhöhe von 1619 Meter noch im „Akklimatisations-Bereich“. (cgm)

„Don’t kill yourself on the first day“ war wie immer unser Vorsatz. Mit dem Startschuss warfen wir natürlich alles über den Haufen. Die ersten zehn Kilometer und 1000 Höhenmeter hoch zur Bergstation Kreuzeckbahn absolvieren wir in einer Stunde (1:10 hatten wir kalkuliert) und befinden uns kurz hinter den Top-Männerteams und an Position eins der Mixed-Wertung. Tina neben mir macht einen bärenstarken Eindruck und so komme ich nicht auf die Idee, dass das Tempo etwas zu schnell sein könnte. Doch bei Kilometer 15 folgt der Einbruch. Tina hat starke Magenprobleme, Ohrensausen und fühlt sich nicht gut. Nach und nach werden wir von anderen Teams überholt und bis auf Rang fünf der Mixed-Wertung durchgereicht. Doch Tina kämpft, und auf den letzten fünf Kilometern gelingt es uns, den dritten Rang zu behaupten. Der Podestplatz entschädigt für die Strapazen dieser Etappe und kann die doch sehr enttäuschte Tina etwas trösten.“

Markus Mingos Fazit

„Der Veranstalter sprach von einer „Warm-Up-Etappe“, die es aber ganz schön in sich hatte. 36 Kilometer und 2060 Höhenmeter waren ein hammerharter Wettkampf, der uns ganz schön forderte. Mit Rang drei bin ich eigentlich ganz zufrieden. Ich hoffe, dass sich Tina bis morgen gut erholt, dann werden wir erneut angreifen.“

Mit jeder Menge Kohlenhydrate sorgte Markus Mingo für die passende „Unterlage“ vor der ersten Etappe.
Mit jeder Menge Kohlenhydrate sorgte Markus Mingo für die passende „Unterlage“ vor der ersten Etappe. Foto: Felgenhauer

Tina Fischls Fazit

„Ich bin megamäßig enttäuscht von der ersten Etappe. Ab Kilometer 15 hatte ich mit starken Magenproblemen zu kämpfen und die restlichen 21 Kilometer waren eine ziemliche Qual. Hätte mir Markus nicht seine Stöcke gegeben und manchmal etwas angeschoben, hätte ich wohl den zweiten Anstieg nicht geschafft.“

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