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Bayernliga

Hutters Ausgleich in letzter Minute

Mit einem 2:2 kehren die Frauen des SV Thenried vom Tabellenzweiten FC Ingolstadt 04 zurück, der durch das Remis den Sprung an die Spitze verpasst.

Franziska Hutter sorgte eine Minute vor dem Ende für den Thenrieder Ausgleichstreffer in Ingolstadt.

Thenried.Eigentlich hätte es für die den FC Ingolstadt 04 ein Sonntag nach Maß werden können. Der Bayernliga-Tabellenführer SV Frauenbiburg schwächelte nämlich und kam gegen den FC Stern München nur zu einem 1:1. Somit wäre für die Audi-Städterinnen Tür und Tor zur Tabellenspitze offen gestanden, wenn, sie die Mädels vom Nordhang besiegt hätten. Und danach hatte es in den Anfangsminuten noch ausgesehen. Doch der SV Thenried konnte das Ruder noch herumzureißen und kam zu einem 2:2 (2:1).

„Wir haben die erste Viertelstunde total verschlafen und lagen schon nach 17 Minuten 0:2 im Rückstand“, spricht SV-Trainer Herbert Wendl über desaströse Anfangsminuten, in denen seine Elf nicht ins Spiel fand, jede Aggressivität vermissen ließ und die Abstimmung hinten und vorne nicht gepasst hat.

Beim ersten Treffer des FC Ingolstadt hatte Thenried die Seiten völlig offengelassen und regelrecht zugeschaut, wie Ramona Seidel (9.) einnetzte. Das 2:0 legten die Bayerwäldlerinnen direkt auf, als sie nach einer Ecke den Ball stoppten, der Ball aber Cagla Korkmaz vor die Füße sprang, die sofort vollstreckte. „Daraufhin wachten wir auf und bekamen die Ingolstädterinnen in den Griff“, so der Thenrieder Übungsleiter.

Für den Tabellensechsten ergaben sich Chancen im Fünf-Minuten-Takt. Franziska Hutter hat innerhalb einer Viertelstunde drei zwingende Einschussmöglichkeiten vergeben. Ebenso glücklos agierte Yvonne Dengscherz, die den Ball an die Latte schoss. Die Ingolstädterinnen trafen ebenfalls ans Aluminium.

Überfällig war dann der Anschlusstreffer von Kapitän Irina Haberl, die nach einem schönen Angriff über links den Ball über die herauslaufende FC-Torfrau Kathrin Landmann ins lange Eck hob (27.). Nach dem Seitenwechsel waren die Aufsteigerinnen, denen bekanntlich Kunstrasen liegt, in punkto Ballbesitz und Spielanlage klar überlegen. Allerdings ergaben sich nicht mehr die klaren Torchancen wie in der ersten Halbzeit, weil sich die Ingolstädterinnen in die Defensive zurückzogen, um das Ergebnis zu verwalten. In der 89. Minute hatte die FC-Keeperin mit der Innenverteidigerin ein Abstimmungsproblem. „Eine hat sich auf die andere verlassen und Franziska Hutter ist durchgelaufen und hat den Ball hineingeschoben“, beschreibt Wendl das Ausgleichstor. In der Nachspielzeit hatte Ingolstadt noch eine Doppelchance. „Mit Pech hätten wir das 3:2 kassieren können und das, obwohl wir 90 Minuten lang von der mannschaftlichen Geschlossenheit her das bessere Team waren. Den Punkt haben wir uns verdient“, kommentierte der Thenrieder Coach. (kli)

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