MyMz

Konzepte bergen viele Gemeinsamkeiten

Die Verantwortlichen des Chamer NLZ sehen sich in ihren grundsätzlichen Überlegungen durch den BFV bestätigt.
Andreas Klebl

Ob im September die neue Saison starten kann, ist derzeit noch ungewiss.
Ob im September die neue Saison starten kann, ist derzeit noch ungewiss. Foto: Guggenberger/Guggenberger

Cham.Ende April erstellte das BFV-Nachwuchsleistungszentrum des ASV Cham ein Konzept, in welchem als Entscheidungsgrundlage zur Fortsetzung des Spielbetriebs die Faktoren „Planbarkeit“ und „Gerechtigkeit“ an oberster Stelle standen.

Eine bestmögliche Planbarkeit beinhaltet demzufolge die reguläre Durchführung der passrechtlichen Wechselphase sowie den geordneten Übergang der Jahrgänge in die nächsthöhere Altersklasse. Für ein höchstes Maß an Gerechtigkeit sei wichtig, dass die bisher erbrachte Leistung im Aufstiegsfall gewertet, aber auch die Chance auf den Ligaerhalt im Abstiegskampf gewährleistet werden muss.

Deshalb setzten sich die Chamer für eine Wertung der Saison 2019/2020 ein, in der es keine Absteiger gibt und die aufstiegsberechtigten Mannschaften per Quotientenregelung bestimmt werden. Darauf aufbauend kontaktierte der ASV Cham die übrigen 17 bayerischen Nachwuchsleistungszentren und initiierte ein gemeinsames Meinungsbild, das dem Jugendausschuss des Bayerischen Fußball-Verbands zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung vorgelegt wurde.

Das Ergebnis der Umfrage ergab, dass alle Nachwuchsleistungszentren, bis auf zwei Enthaltungen, für die Einhaltung des Wechsel- und Altersklassenübergangs plädierten. Dabei sprachen sich zwei Drittel der Befragen NLZ-Leiter für einen Abbruch mit entsprechender Wertung aus. Obwohl die Quotientenwertung eine Zustimmung von mehr als 80 Prozent bekam, war man auch für andere, gerechte Wertungsalternativen offen. „Ich finde es gut, dass der Jugend- und Seniorenbereich losgelöst voneinander waren, weil im Seniorenbereich die Altersumstellung keine Rolle spielt“, lobte Gerhard Peintinger, Leiter am BFV-NLZ Cham, die Vorgangsweise der Entscheidungstrainer im Verbandsjugendausschuss des BFV. „Eine Fortführung hat keinen sportlich fairen Charakter, wenn ich eine Spielzeit mit einer komplett anderen Mannschaft fertig spiele, als ich sie begonnen habe“, ergänzte der 44-Jährige. Wenn man nun den Vorschlag des BFV-NLZ Cham mit der nun getroffenen Entscheidung des BFV für den Jugendbereich vergleicht, können grundsätzliche Gemeinsamkeiten konstatiert werden. Dem Saisonabbruch mit Beibehaltung der Wechselfristen und Altersklassenübergänge wurde ebenso zugestimmt wie einer Wertung der aktuellen Saison mit Aufsteigern und grundsätzlich keinem Absteiger.

Das Konzept des BFV ist jedoch detaillierter ausgearbeitet und enthält Punkte, die beim Meinungsbild der Nachwuchsleistungszentren noch offengelassen wurden.

So sind nach der Quotientenwertung nicht nur die Tabellenersten, sondern auch die Mannschaften auf dem Relegationsplatz aufstiegsberechtigt. Absteigen soll nur, wer über die bisherige Saison punktlos blieb, was in ganz Bayern nur auf eine kleine Minderheit zutrifft. Zudem enthält der BFV-Beschluss angepasste Regelungen speziell im A-Jugendbereich. (cav)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht