MyMz

Lams Mätty glaubt an den Klassenerhalt

Mittelfeldmann Matthias Müller gilt als großes Talent. Der Zellertaler hat unabhängig von der Liga um ein Jahr verlängert.

Matthias „Mätty“ Müller wird auch in der nächsten Saison bei den Osserbuam das Trikot mit der Nummer 6 tragen.  Foto: Simon Tschannerl
Matthias „Mätty“ Müller wird auch in der nächsten Saison bei den Osserbuam das Trikot mit der Nummer 6 tragen. Foto: Simon Tschannerl

Lam.Der Ball spielt für Matthias Müller seit geraumer Zeit eine ganz wichtige Rolle. Bereits als D-Jugendlicher verließ der in Oberried im Landkreis Regen lebende Kicker die SpVgg Zellertal und wechselte in die Bezirksoberliga zum TSV Regen. Nach nur einer Spielzeit zog es den ehrgeizigen Defensiv-Allrounder in die Talentschmiede der SpVgg GW Deggendorf.

Sieben Jahre pendelte Müller meist viermal wöchentlich in die knapp 40 Kilometer entfernte Donaustadt und schaffte bei den Grün-Weißen den Sprung in den Förderkader der BFV-Auswahl. Auch seine ersten Erfahrungen im Herrenbereich sammelte er bei der SpVgg GW. Nach einer völlig verkorksten Saison stiegen die Deggendorfer allerdings überraschend in die Kreisliga ab und Müller wechselte dann zum damaligen Bezirksligisten SpVgg Lam. Mit Daniel Gschwendtner, Alexander Vogl und Christian Mühlbauer kommen mittlerweile mehrere Spieler der „Osserbuam“ aus dem Zellertal. „Der in Regen wohnende Tobias Artmann gehört auch noch zu unserer Fahrgemeinschaft. Mittlerweile fahren wir schon mit zwei Autos nach Lam“, sagt Matthias Müller leicht schmunzelnd. In der Vorsaison spielte der Klub aus dem Oberen Wald eine bärenstarke Runde und wurde in der Oberpfälzer Bezirksliga Süd souverän Meister.

Mit Loderbauer in Deggendorf

„Wir haben eine gute junge Truppe mit zwei, drei erfahrenen Kräften“, erzählt Müller, der mit SpVgg-Offensivkraft Simon Loderbauer und Klasse-Innenverteidiger Daniel Gschwendtner bereits jahrelang im Deggendorfer Nachwuchs zusammengespielt hat. „Das war sicher auch ein Grund für meinen Wechsel“, räumt der 21-Jährige ein. In der Landesliga haben die Osserbuam bislang keinen leichten Stand.

Nach einem passablen Start ging im Herbst nicht mehr viel und aktuell rangiert das Team um Antreiber Sepp Gmach auf einem Abstiegs-Relegationsplatz.

„Ich bin ein Typ, der sich wohlfühlen muss. In Lam wird mir Wertschätzung und Vertrauen entgegengebracht.“

Matthias Müller

„Uns haben ab Anfang September Woche für Woche mehrere Stammkräfte gefehlt. Über Dauer konnten wir das nicht mehr kompensieren. Dennoch ist noch alles drin“, sagt der meist im zentralen Mittellfeld eingesetzte Müller, der im bis dato mit konstant guten Leistungen überzeugen konnte. „Mätty hat sich bei uns hervorragend entwickelt. Er ist ein absoluter Vorzeigefußballer, der in keinem Training fehlt und einen unbändigen Siegeswillen hat. Eine weitere große Stärke ist seine Spielintelligenz. Wir hoffen, dass er uns noch lange erhalten bleibt“, lobt Lams Teammanager Wolfgang Koller die Nummer sechs seiner Truppe in den höchsten Tönen.

Auch Matthias Müller weiß, was er an der SpVgg hat: „Ich bin ein Typ, der sich wohlfühlen muss. In Lam wird mir Wertschätzung und Vertrauen entgegengebracht. Gerade für einen jungen Spieler ist das extrem wichtig.“ Deshalb hat der Mittelfeld-Leader den „Osserbuam“ bereits frühzeitig sein Ja-Wort für eine weitere Saison – unabhängig von der Klassenzugehörigkeit – gegeben. „Es gibt für mich keinen Grund, den Verein zu verlassen. Es passt alles und ich bin überzeugt, dass wir die Liga halten“, betont der Youngster, der im kommenden Winter seine Mechatroniker-Ausbildung abschließen wird.

Sehen, für welche Liga es reicht

Der Zellertaler macht keinen Hehl daraus, über kurz oder lang den nächsten Schritt in seiner Laufbahn machen zu wollen. „Ich betreibe seit Jahren einen hohen Aufwand und möchte natürlich schon irgendwann sehen, für welche Liga es letztlich reichen wird. Aber ich habe ja im Normalfall noch einige gute Jahre vor mir“, lacht Müller, der für sein junges Alter einen äußerst reifen Eindruck macht.

Schwer fällt ihm die momentane Situation, denn aufgrund der Corona-Einschränkungen kann der Vollblut-Fußballer seiner großen Leidenschaft nicht nachgehen: „Die Ungewissheit ist das Schlimmste. Es ist momentan nicht einfach, sich zu motivieren, denn irgendwie hat man derzeit kein richtiges Ziel vor Augen. Trotzdem halte ich mich natürlich fit und hoffe, dass dieser Albtraum bald zu Ende geht.“ (csv)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht