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Kegeln

„Matze“ Weber ist wieder in Topform

Beim Sieg im Weltpokal schaffte Mathias Weber die Sensation und bezwang mit Vilmos Zavarko den besten Kegler der Welt.
von Thomas Mühlbauer

Mathias Weber deutet es an – es war sein sechster Triumph im Weltpokal. Foto: M. Weber
Mathias Weber deutet es an – es war sein sechster Triumph im Weltpokal. Foto: M. Weber

Mitterkreith.Eine Verletzung kann einen Leistungssportler so richtig wehtun – und das nicht nur körperlich. Das musste auch der beste Kegler im Landkreis, Mathias Weber, leidvoll erfahren. Denn vor der Saison 2018/2019 unterzog er sich einer Meniskus-OP. Und es dauerte nahezu eine Saison, ehe der in Mitterkreith lebende Topkegler wieder sein Leistungsvermögen komplett abrufen konnte.

Nun kommt Mathias „Matze“ Weber wieder an die Holzzahlen heran, die nur die besten Kegler in Deutschland spielen können. „Die Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 war natürlich eine ganz andere als die auf die letzte“, sagt Weber. Bis es im August losging, trainierte Weber bereits gut ein Vierteljahr individuell. Auf der Agenda standen Kondition und der Bewegungsablauf mit Stärkung der Muskulatur.

Im August hat dann wieder das Mannschaftstraining mit einem viertägigen Trainingslager und mehreren Vorbereitungsspielen begonnen. Als härtester Konkurrent der Zerbster Mannschaft gilt in der Bundesliga in diesem Jahr das Team des SKC Staffelstein.

650 Kegel im Schnitt

„Wir haben uns intensiv vorbereitet, denn wir wussten, wir können uns keine Schwäche erlauben“, sagt Weber. Und RW Zerbst lieferte zu Beginn der Saison – mit einer makellosen weißen Weste stehen die Rot-Weißen nach drei Spieltagen an der Tabellenspitze. Auch Mathias Weber trug mit seinen guten Leistungen zu den Erfolgen der Mannschaft bei. Im Schnitt kegelte er 650 Holz. „Mit diesen Ergebnissen bin ich sehr zufrieden, ich konnte meine Leistung wieder voll abrufen“, sagt der Chamer. Natürlich liefere nicht nur er, sondern das gesamte Zerbster Team Spitzen-Ergebnisse ab. Zum bisher guten Saison-Start passt das vergangene Wochenende in Ludwigshafen, wo von Mittwoch bis Samstag um den Weltpokal gekegelt wurde. Rot-Weiß Zerbst hat ihn gewonnen, mittlerweile zum neunten Mal. Für „Matze“ Weber war es Weltpokal-Titel Nummer sechs.

Das i-Tüpfelchen der Karriere

Insgesamt waren 15 Teams an den Start gegangen. Als Sieger der Qualifikation kam RW Zerbst unter die besten vier Mannschaften. Im Halbfinale besiegten Weber und Co. das Team aus Szegedi (Ungarn). Finalgegner war das Team KK Neumarkt aus Italien, das mit 6:2 geschlagen die Oberhand und ging als Sieger hervor. Doch Weber feierte hier auch noch einen ganz persönlichen Triumph, denn dem Mitterkreither gelang es, mit Vilmos Zavarko einen der besten Kegler der Welt zu schlagen.

Weber brachte es im Duell auf 607 Kegel, während Zavarko auf 599 kam. Berühmtheit erlangte der Serbe, als es ihm gelang, als erster Spieler der Welt bei einer Weltmeisterschaft mehr als 700 Holz zu kegeln. Nach wie vor gilt der Serbe als einer der besten Classic-Kegler der Welt. „Ich habe schnell gemerkt, dass er an diesem Tag schlagbar ist“, war Webers Einschätzung. Und er sollte rechtbehalten. Im Rückblick ist es für den Chamer Topkegler ein weiteres i-Tüpfelchen in seiner Karriere. „Das ist natürlich schon etwas ganz Besonderes für mich“, sagt er. Seine weiteren Ziele für die Saison sind ebenfalls klar formuliert mit Meisterschaft und Teilnahme an der Champions League.

Einen großen Erfolg mit der Qualifikation Champions League feierte zur selben Zeit der SKK Raindorf, was Weber während des Weltpokals mitverfolgt verfolgt hat: „Das ist natürlich für den Verein etwas Besonderes, weil über Jahre, feste Strukturen gewachsen sind. Dieser Erfolg des SKK Raindorf ist natürlich schon etwas Außergewöhnliches.“

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