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Mehrere Landkreisderbys im Ligapokal

BFV treibt Planung für den Wettbewerb voran. In der Bayernliga kommt es zum Stadtderby, in der Landesliga zum Nachbarduell.
Von Thomas Mühlbauer

Der Ligapokal beschert ein weiteres Stadt-Derby zwischen der DJK Vilzing und dem ASV Cham.
Der Ligapokal beschert ein weiteres Stadt-Derby zwischen der DJK Vilzing und dem ASV Cham. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Der Bayerische Fußballverband treibt seine Planungen für den Re-Start am 1. September, nach der über viermonatigen Corona-Zwangspause weiter voran. So wurde nun das Konzept für den Ligapokal auf Verbandsebene vorgestellt. Die Gruppen wurden, wie angekündigt, nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt. Es gibt also einige Derbys im Landkreis.

So gab es für die Bayernliga Nord eigentlich nur eine logische Gruppenkonstellation, die am Ende auch so eintrat. Die DJK Vilzing und der ASV Cham messen sich mit den beiden Vereinen aus dem Landkreis Amberg, der DJK Ammerthal und der DJK Gebenbach. Die Gruppenrunde wird mit Hin- und Rückrunde gespielt.

Testspiele

  • Aktuelle Lage:

    Wie der Bayerische Fußball-Verband meldet, bestehe „Anlass zu vorsichtigem Optimismus“, was die Freigabe von Testspielen seitens der Bayerischen Staatsregierung betrifft. Es werde eine zeitnahe Entscheidung erwartet, die voraussichtlich am Dienstag bekanntgegeben wird und dann zügig Geltung erlangen soll.

  • Spielbetrieb:

    Auch die Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Spielzeit soll in einem nächsten Schritt demnach zum 1. September möglich sein.

Die Hinrunde startet nach den ersten fünf Spielen der fortgesetzten Meisterschaft 2019/2020. Nach der Winterpause geht es dann direkt mit der Rückrunde des Ligapokals weiter. Dabei muss nur der Gruppenletzte die Segel streichen, die ersten drei Teams ziehen dagegen in die Zwischenrunde ein.

Die Finalrunde wird am Osterwochenende in einer Runde mit Hin- und Rückspiel im Play-off-Modus (Europapokalmodus) gespielt. Die Sieger der Achtelfinals qualifizieren sich dann für das Viertelfinale. Weiter geht es dann mit den Halbfinals und dem Finale um den Ligapokal der Bayernliga Nord. Der Sieger des Ligapokal-Wettbewerbs nimmt am Play-off-Spiel zur Regionalliga Bayern teil.

Für Fuhrmann ist Vilzing Favorit

Chams Trainer Rüdiger Fuhrmann sagt zum Pokalwettbewerb: „Die Gruppe habe ich erwartet. Wir nehmen den Pokal durchaus ernst.“ Dass die Gruppe aber durchaus anspruchsvoll ist, ist für Fuhrmann klar. Die Favoritenrolle schiebt der Chamer Trainer dem Nachbarn aus Vilzing zu. Fuhrmann sagt aber auch deutlich: „Der Pokal mit den Derbys macht nur Sinn, wenn die Spiele mit Zuschauer stattfinden dürfen.“ Vilzings Trainer Christian Stadler, der dem Wettbewerb nur bedingt etwas abgewinnen kann, ist zumindest froh, dass die Gruppen regional eingeteilt wurden. In der Gruppe ist für den Weidener alles drin, von Platz eins bis Platz vier. „Da kann jeder jeden schlagen. Das sind lauter Topmannschaften, da muss man sich erst einmal durchsetzen.“

Alle Teams kommen weiter

In der Landesliga verhält es sich etwas anders, hier wurden Dreiergruppen gebildet – ebenfalls nach regionalen Gesichtspunkten. So finden sich der 1. FC Bad Kötzting, der SV Neukirchen b. Hl. Blut und die SpVgg Lam in einer Gruppe. Dabei kommen am Ende der Gruppenphase nach der Vor- und Rückrunde alle drei Teams weiter.

In erster Linie soll es darum gehen, dass es bis Ende des Jahres alle Teams durch die jeweils vier Pflichtspiele gleich viel Spielpraxis sammeln. In der Zwischenrunde, die im Jahr 2021 startet, werden Gruppen mit jeweils sechs Teams in einer einfachen Runde gebildet. Der Sieger des Ligapokals erhält das Recht an der Aufstiegsrelegation zur Bayernliga teilzunehmen.

Einmal mehr treffen sich die drei  Landesligisten des Landkreises zum einem Wettbewerb.
Einmal mehr treffen sich die drei Landesligisten des Landkreises zum einem Wettbewerb. Foto: Simon Tschannerl

Bad Kötztings Trainer Uli Karmann sagt dazu: „Ich finde es für einen Schmarrn, ich denke man verzettelt sich.“ Für ihn sind dies reine Freundschaftsspiele, egal ob mit oder ohne Zuschauer. Und zum Derby-Charakter hat Karmann eine klare Meinung: „Wenn man in kurzer Zeit so oft gegen die gleiche Mannschaft spielt, interessiert es irgendwann auch keinen mehr.“ Manfred Stern, Trainer der SpVgg Lam findet es gut, dass man keine weiten Auswärtsfahrten zurücklegen muss. Doch die Punktspiele stünden für die SpVgg über allem. Gegen die Konkurrenz aus dem Landkreis möchte man sich keinesfalls verstecken. „Da geht es auch ums Prestige, die Spiele werden immer eine enge Kiste werden, da will keiner als Verlierer vom Feld gehen“, sagt er.

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